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26. Oktober 2026
Wie Helvetia nach der Fusion wachsen will

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Wie Helvetia nach der Fusion wachsen will

Wie Helvetia nach der Fusion wachsen will

Wie beeinflussen technologische Entwicklungen, etwa digitale Beratungslösungen oder KI-gestützte Prozesse, die Wettbewerbsfähigkeit in den Sparten?

CW Die Technologie verändert die Schadenversicherung nachhaltig, indem sie die Datenqualität verbessert, Fehler reduziert, Transparenz schafft, Entscheidungen unterstützt und Prozesse vereinfacht. Mit Guidewire haben wir eine klare Zielplattform definiert, um parallele technische Welten zu vermeiden. Harmonisierte Produkte erfordern abgestimmte Systeme und Prozesse. KI hilft uns, Dokumente schneller auszuwerten, Schadenfälle zu strukturieren, Muster zu erkennen und Risiken besser zu qualifizieren.

Wie haben sich die internen Strukturen verändert, um das harmonisierte Produktportfolio effizient zu managen?

BR Um unser hohes Tempo beibehalten zu können, haben wir die internen Strukturen so weit wie möglich beibehalten. Wir wollen uns durch die Fusion so wenig wie möglich mit uns selbst beschäftigen. Das war der Wunsch unserer Vertriebspartner im Vorfeld, und wir bekommen die Rückmeldung, dass wir das auch umsetzen. Die größte Herausforderung dabei ist, die Menschen gut mitzunehmen. Wir versuchen, dies durch größtmögliche Transparenz und Mitgestaltung zu erreichen.

Welche Synergien und Vorteile ergeben sich aus der Fusion insbesondere für das Schaden- und Lebengeschäft?

CW Die Fusion schafft Synergien bei Sachkosten, Strukturen, IT und Prozessen. In der Schadenversicherung zählen vor allem größere fachliche Breite, bessere Datenbasis, höhere Skalierbarkeit und stärkere technische Plattformen. Für Makler ist der konkrete Nutzen entscheidend: ein harmonisiertes, preis- und leistungsstarkes Produktportfolio, klare Zeichnungspolitik, schnelle Services und verlässliche Ansprechpartner.

BR In der Lebensversicherung hatten Baloise und Helvetia unterschiedliche Schwerpunkte, sowohl in der Produktpalette als auch in der Vertriebspartnerkooperation. Baloise arbeitete mit größeren Unternehmen wie Pools und Vertrieben zusammen, Helvetia schwerpunktmäßig auch mit regional tätigen Maklern. Beide Vertriebskanäle sowie die Produktpaletten ergänzen sich sehr gut. Gleichzeitig können wir Synergien in Funktionen wie Produktentwicklung, Aktuariat und IT heben.

Was sind die wichtigsten strategischen Ziele von Helvetia Deutschland für die nächsten Jahre?

CW Im Fokus stehen Marktpräsenz, schnelle Integration und profitables Wachstum. Die Fusion soll uns nicht vom Markt ablenken – wir bleiben für unsere Vertriebspartner erreichbar, entscheidungsfähig und verlässlich. Makler und Kunden sollen Stabilität spüren, nicht mehr Komplexität. Produkte, Prozesse, Systeme und Teams werden so zusammengeführt, dass ein stärkerer Versicherungspartner entsteht. Wachstum bedeutet für uns profitables und nachhaltiges Wachstum in den Zielsparten. Wenn Vertriebspartner sagen: „Mit Helvetia kann man einfach und verlässlich Geschäft machen“, haben wir unser Ziel erreicht.

BR Unsere Ambition ist eine dauerhafte Positionierung unter den Top 10 im Maklermarkt. In einigen Produktbereichen, beispielsweise der Berufsunfähigkeitsversicherung, zählen wir bereits heute zu den Marktführern. Wir werden unsere IT-Landschaft konsequent auf einer zukunftsfähigen, skalierbaren Plattform konsolidieren und damit die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und höhere Effizienz schaffen. Und ganz wichtig: Wir wollen als ein Unternehmen zusammenwachsen und mit unseren Unternehmenswerten „Drive“, „Trust“ und „Closeness“ die Basis für nachhaltigen Erfolg schaffen.

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