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4. März 2026
Zwischen Fortschritt und Lücke

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Zwischen Fortschritt und Lücke

Zwischen Fortschritt und Lücke

„Kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Personalentwicklung sowie Leadership-Kultur“

Betina Kirsch, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland e. V. (AGV), nimmt Bezug auf die Situation von Frauen in Führung: „Während der Frauenanteil in Führungspositionen gesamtwirtschaftlich seit zehn Jahren praktisch auf der Stelle tritt (Destatis: 29% im Jahr 2024 gegenüber 29,1% im Jahr 2014) und auch in den Vorständen börsennotierter Unternehmen stagniert (AllBright: 19,7% im Herbst 2024 und 2025), zeigt die Versicherungswirtschaft, dass Veränderung möglich ist. Laut DIW ist der Frauenanteil in den Vorständen der 60 größten Versicherer von 8,5% (2014) auf 21,1% (2025) gestiegen – auf knapp das 2,5-Fache.“

Auch unterhalb des Vorstands sei die Entwicklung positiv, sagt Kirsch und legt neue Zahlen des AGV dar. Denn nach AGV-Zahlen erhöhte sich der Anteil weiblicher Führungskräfte zwischen 2014 und 2024 von 25,7% auf 33,8%. Das sei kein Zufall, meint Kirsch, sondern das Ergebnis konsequenter Personalentwicklung sowie Leadership-Kultur in den Unternehmen – unterstützt durch das Engagement des AGV Branchenbeirats „Women in Leadership & Culture“, der Mitgliedsunternehmen mit Good-Practices, Initiativen und diversen Veranstaltungsformaten begleitet. Und weiter: „Insbesondere die AGV Top-Managerinnenkonferenz ist eine optimale Plattform, um Frauen in obersten Führungslevels untereinander zu vernetzen und auf dem Sprung in den C-Level zu begleiten.“

Kuyubasi von der Gewerkschaft ver.di gibt zu bedenken, dass es etwa in den Aufsichtsräten der Branche noch anders aussieht: „Beim Frauenanteil in Vorständen zeigt sich ein gemischtes Bild: In den 60 größten deutschen Versicherungsunternehmen ist die Zahl der Vorständinnen zuletzt leicht gestiegen – entgegen dem allgemeinen Trend in anderen Branchen. Das ist ein positives Signal, reicht aber nicht aus. In den Aufsichtsräten besteht weiterhin deutlicher Nachholbedarf. Entscheidend bleiben verbindliche Zielgrößen, Mitbestimmung und verlässliche Karrierewege, damit Frauen nachhaltig Führungsverantwortung übernehmen können.“

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