AssCompact suche
Home
Immobilien
1. April 2026
Zentrum und Randlage: Preisabstände nehmen wieder zu

1 / 2

Zentrum und Randlage: Preisabstände nehmen wieder zu

Zentrum und Randlage: Preisabstände nehmen wieder zu

In den Metropolen hierzulande öffnet sich die Preisschere zwischen den Stadtvierteln wieder. In den Vorjahren waren die Immobilienpreise in zentralen Lagen stärker gesunken, 2025 legten sie aber wieder deutlicher zu als in Randbezirken. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung des GREIX-Kaufpreisindex.

In Deutschlands größten Städten driften die Wohnimmobilienpreise innerhalb der Stadtgrenzen wieder auseinander. Dies geht aus der jüngsten Auswertung des German Real Estate Index (GREIX) zu Wohnimmobilienpreisen auf Stadtviertelebene hervor. Beim GREIX handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der lokalen Gutachterausschüsse und des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.

Daten zeigen Trendumkehr

Laut „GREIX-Kaufpreisindex Stadtviertel 2025“ weisen die Daten für 2025 auf eine Rückkehr zu Mustern des Marktzyklus vor 2022 hin: In Aufwärtsphasen sind die Preise in den Stadtzentren stärker gestiegen als in den Außenbezirken. Den Experten zufolge kehrt sich der Trend der jüngsten Korrekturphase somit um, in der Innenstädte noch überdurchschnittliche Preisabriebe aufgewiesen haben. Im Jahr 2025 legten die Immobilienpreise in den Zentren wieder stärker zu als in den Randlagen.

Zentrum und Randlage: Preisabstände nehmen wieder zu

„Eine Hypothese ist, dass Wohnimmobilien in zentraler Lage aufgrund ihres geringeren Risikos sensitiver auf Veränderungen von Zinsen reagieren“, erklärt Jonas Zdrzalek, GREIX-Projektleiter am Kiel Institut für Weltwirtschaft.

Im Jahr 2024 hatte sich das Preisverhältnis zwischen Zentrum und Randlage auf einen Wert von ca. 1,25 verringert. Im Jahr 2025 hat es sich nun wieder auf 1,27 erhöht. Somit sind Wohnungen in zentralen Lagen im Schnitt rund 27% teurer als in Außenbezirken. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 lag der Aufschlag lediglich bei 5% und hat sich seitdem somit mehr als verfünffacht.

Stärkeres Wachstum in den Zentren – mit Ausnahme von Berlin

So haben die Preise für Wohnimmobilien etwa in Düsseldorf und München in den Zentren um fast vier bzw. über drei Prozentpunkte stärker an als in den Randlagen. Die Ausnahme stellt Berlin dar: Hier fiel der Preisanstieg in den Randlagen im Jahr 2025 knapp über einen Prozentpunkt stärker aus als im Zentrum.

Seite 1 Zentrum und Randlage: Preisabstände nehmen wieder zu

Seite 2 Erhebliche Preisabweichungen von Viertel zu Viertel