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Unternehmensmeldungen

LV 1871 reagiert auf steigenden Höchstrechnungszins

Zum Jahreswechsel wird der Höchstrechnungszins von aktuell 0,25% auf 1,0% steigen. Mehrere Versicherer haben bereits reagiert. Auch die LV 1871: Sie bietet eine Umstellungsgarantie für Produkte aus der Altersvorsorge und Arbeitskraftabsicherung an.

Seit Ende April steht fest, dass der Höchstrechnungszins zum Jahreswechsel von aktuell 0,25% auf 1,0% steigen wird – die erste Erhöhung seit drei Jahrzehnten. Schon kurz nach der Ankündigung reagierten die ersten Versicherer mit Produktanpassungen auf die Nachricht – nun gesellt sich auch die Lebensversicherung von 1871 a. G. München dazu. Der Versicherer kündigte an, dass er auf Altersvorsorgeverträge, Berufsunfähigkeitspolicen sowie Verträge in der Bestattungs- und Erbvorsorge eine Umstellungsgarantie auf den höheren Rechnungszins gibt, und zwar ohne erneute Risikoprüfung.

Neuberechnung erfolgt im ersten Halbjahr 2025

Für alle seit dem 01.05.2024 abgeschlossenen Verträge in der fondsgebundenen Rentenversicherung, inklusive betriebliche Altersvorsorgeverträge, berechnet die LV 1871 im ersten Halbjahr 2025 den Rentenfaktor, den garantierten Rentenfaktor sowie eine gegebenenfalls vereinbarte garantierte Rente neu. Die Umstellung auf den ab dem 01.01.2025 neuen Garantiezins erfolgt automatisch und kostenfrei, so das Unternehmen. Änderungen für die Aufschubzeit ergeben sich dabei nicht.

BU-Produkte sowie Bestattungs- und Erbvorsorge ebenfalls inkludiert

Auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und in der Bestattungs- und Erbvorsorge gilt die Umstellungsgarantie, und zwar für Verträge, die ab dem 01.07.2024 abgeschlossen werden. Bei Verträgen der Golden BU – sowohl SBU privat als auch SBU bAV Einzelgeschäft – und bei Bestattungs- und Erbvorsorgeverträgen prüft der Versicherer im ersten Halbjahr 2025, ob sich durch den angepassten Garantiezins eine höhere garantierte BU-Rente bzw. Versicherungssumme ergibt. Sollte dies der Fall sein, erhalten Versicherte ein Angebot zur kostenlosen Umstellung. (js)

Bild: © lovelyday12 – stock.adobe.com

 

NÜRNBERGER veräußert Pensionsfonds an Metzler

Die NÜRNBERGER trennt sich von ihrem Pensionsfonds, den voraussichtlich zum 01.01.2025 die Metzler Pension Management GmbH übernimmt. Metzler will damit seine Marktposition ausbauen. Die Leistungsansprüche der bestehenden Kunden sollen von der Übernahme unberührt bleiben.

Der gesamte Bestand an Versorgungsverhältnissen der NÜRNBERGER Pensionsfonds AG (NPF) geht voraussichtlich zum 01.01.2025 an die Metzler Pension Management GmbH über. Es handelt sich dabei – Stand Ende 2023 – um mehr als 700 Unternehmen mit etwa 3.600 Versorgungsverhältnissen und einer Kapitalanlagesumme in Höhe von über 290 Mio. Euro. Die Metzler Pension Management ist ein Bereich im Metzler Asset Management, einem der vier Geschäftsfelder des Frankfurter Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. AG.

Den Verkauf des Pensionsfonds, also der NPF durch die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, bezeichnet der Versicherer als Schritt auf dem Weg, sich strategisch zu fokussieren. „Im Rahmen unserer Neuausrichtung konzentriert sich die NÜRNBERGER auf ihre Kernkompetenzen. In der Lebensversicherung liegt der Fokus auf dem Thema Einkommensschutz (EKS). Im Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge verfolgen wir die Strategie des Smart Followers. Der Pensionsfonds, der im Gegensatz zu den anderen bAV-Durchführungswegen weitestgehend nicht versicherungsförmig gestaltet ist, passt perspektivisch nicht mehr in unsere Produktpalette“, erklärt Katja Briones-Schulz, Vorständin für die Personenversicherung bei der NÜRNBERGER.

Metzler will bAV-Angebot ausbauen

Wie die NÜRNBERGER weiter mitteilt, sei die Transaktion für beide Parteien ein genauso logischer wie konsequenter Entwicklungsschritt, zielgerichtet auf die jeweilige strategische Ausrichtung der Unternehmen. Mit dem Kauf will Metzler Pension Management sein Angebot in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) erweitern, seine Marktposition ausbauen und seine Erfahrung in der kapitalunterlegten bAV künftig auch kleinen und mittelständischen Firmen zur Verfügung stellen.

Betreuung von Bestandskunden wird fortgesetzt

Die Betreuung bereits bestehender Kundenverhältnisse des NÜRNBERGER Pensionsfonds wird mit der Übernahme der Gesellschaft durch die Metzler Pension Management unverändert fortgesetzt. „Wir freuen uns, dass die Übernahme des bereits seit 2005 erfolgreich geführten NÜRNBERGER Pensionsfonds zustande gekommen ist. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind regionale Betreuung und persönliche Beziehung wichtig. Daher wollen wir auch weiterhin mit den bestehenden Partnern zusammenarbeiten, die bereits für die Kundenansprache und Betreuung verantwortlich sind“, sagt Christian Remke, Sprecher der Geschäftsführung bei der Metzler Pension Management GmbH. (tik)

Bild: © hwanchai – stock.adobe.com

 

Neustart im Hause der Bayerischen aus internen Run-off heraus

Die Konzernmutter der Bayerischen wird ab Juli wieder Neugeschäft schreiben. 15 Jahre war sie nun im Run-off, das Neugeschäft lief seither über die anderen Konzerngesellschaften. Unter neuem Namen deckt sie künftig den Bereich Biometrie ab.

Zum 01.07.2024 plant die Muttergesellschaft der Bayerischen unter dem neuen Namen „BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G.“ das Neugeschäft wieder aufzunehmen.

Seit 2009 befand sich die Konzernmutter unter dem Namen ‚Bayerische Beamten Lebensversicherung‘ im internen Run-off. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 geriet das Unternehmen in Schieflage. Dank strategischer Maßnahmen, der Einstellung des Neugeschäfts und einem Kostensenkungsprogramm ging es wieder bergauf. 2012 wurde die Marke „die Bayerische“ eingeführt, die sich seither erfolgreich am Markt durchsetzen kann. Der jetzige Weg aus dem Run-off bezeichnet der Versicherer als Meilenstein.

  • „Die Wiederaufnahme des Neugeschäfts markiert einen wichtigen Wendepunkt für die BY und unterstreicht unsere Entschlossenheit, den erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortzusetzen. Wir holen unser Mutterschiff aus dem Trockendock und setzen es wieder aufs Wasser. Wir sind bereit, die Herausforderungen anzunehmen und unseren Beitrag zur Stärkung der Gruppe zu leisten.“, so Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe.

Den Neustart ermöglichen die Tochtergesellschaften BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG (Kompositversicherer) und BL die Bayerische Lebensversicherung AG. Beide verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum, das wesentlich zur Kostendeckung der Gruppe beiträgt und nun die Wiederaufnahme des Neugeschäfts ermöglicht. Die Finanzlage hat sich deutlich verbessert, die Kapitalanlagen wurden neu geordnet. Eine nachhaltige und diversifizierte Anlagestrategie soll die Finanzkraft des Unternehmens auch weiterhin stabilisieren.

Aufteilung in Biometrie und Altersvorsorge

Die beiden Lebensversicherer der Gruppe, die Mutter BY und die Tochter BL, werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Markt agieren: Die Konzernmutter wird sich auf die Absicherung biometrischer Risiken spezialisieren, während die Konzerntochter BL sich auf Altersvorsorgeprodukte mit Fokus auf Nachhaltigkeit konzentrieren wird. Die Marke Pangaea Life dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Ziel: Beitragseinnahmen auf 1 Mrd. Euro steigern

Die BY plant, ihre Beitragseinnahmen in den nächsten drei bis fünf Jahren auf 1 Mrd. Euro zu steigern. Die gesamten Beitragseinnahmen der Gruppe betragen aktuell rund 914 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Lebensversicherung BL erneut einen großen Wachstumssprung gemacht. Die Ratingagentur Assekurata hat der Konzernmutter im aktuellen Bonitätsrating die Qualitätsnote A („sehr gut“) verliehen und bescheinigt dem Unternehmen eine weit über der Branche liegende Finanzkraft. Der BA die Bayerische Allgemeine AG wurde ebenfalls im Rahmen eines Bonitätsratings ein A verliehen. Die BL die Bayerische Lebensversicherung AG hat im Rahmen eines umfassenden Unternehmensratings ein A+ erhalten. (bh)

Bild: Der Vorstand die Bayerische (v.l.n.r.): Martin Gräfer, Dr. Herbert Schneidemann (Vorsitzender), Thomas Heigl. Quelle: die Bayerische

 

ROLAND verzahnt Tochtergesellschaften

Die Tochtergesellschaften des Versicherers ROLAND Rechtsschutz, ROLAND Schutzbrief und ROLAND Assistance, sollen künftig näher zusammenarbeiten und gemeinsam bestehende und neue Produkte vertreiben. Dafür steht ein übergreifendes Managementteam über den beiden Gesellschaften.

Der Versicherer ROLAND Rechtsschutz will sich künftig mehr auf das Wachstumsgeschäft Schutzbrief und Notfalldienstleistungen fokussieren. Dafür hat der Versicherer die beiden Tochtergesellschaften ROLAND Assistance und ROLAND Schutzbrief miteinander verzahnt. Durch die gebündelten Kompetenzen sollen perspektivisch bestehende und neue Schutzbrief- und Rechtsschutzleistungen miteinander kombiniert werden.

Neue Absatzkanäle ausbauen

Die Kompetenzen der Tochtergesellschaften zu bündeln, schaffe entsprechende Kapazitäten für „attraktives Neugeschäft und nachhaltiges Wachstum“. Das sei gerade in Zeiten von Fachkräftemangel nicht zu unterschätzen, betont Tobias von Mäßenhausen, Vorstandsvorsitzender von ROLAND Rechtsschutz. „Mit der Entscheidung für ein übergreifendes Führungsteam aus beiden Tochtergesellschaften gehen wir dabei einen neuen Weg. Wir versprechen uns davon eine zügige und optimale Vernetzung der Gesellschaften.“

Das Ziel der Verzahnung sei, vorhandene Absatzkanäle auszubauen und neue Vertriebs- und Netzwerkpotenziale weiter auszuschöpfen.

Übergreifendes Führungsteam

Geführt werden soll das neue übergreifende Managementteam von Dr. Roland Quinten, Finanzchef bei ROLAND Rechtsschutz. Zudem gehören noch Christopher Büchel, Oliver Fischer, Dr. Sebastian Lütje und Johanna Metker zu der neuen Führungsspitze. Die personellen Änderungen unterliegen noch der formellen Zustimmung der BaFin. (js)

Bild: © candy1812 – stock.adobe.com

 

Gothaer launcht neue Privathaftpflicht-Police

Die Gothaer hat eine neue private Haftpflichtversicherung im Markt gestartet. Das neue Produkt verfügt über eine hohe Deckungssumme und ist besonders familienfreundlich für Alleinerziehende gestaltet.

Die Gothaer hat eine neue private Haftpflichtversicherung an den Markt gebracht. Das neue Produkt bietet fünf Produktlinien von Spar bis Premium mit jeweils zwei wählbaren Deckungssummen von bis zu 100 Mio. Euro an. Außerdem passt sich der Tarif an die jeweilige Lebenssituation des Kunden an. So berücksichtigt er etwa Alleinerziehende als eigene Tarifgruppe und ordnet sie nicht mehr wie zuvor der Vertragsform „Familie mit Kind“ zu. Dadurch profitiert diese Gruppe von bis zu 25% günstigeren Beiträgen. „Mit dieser differenzierteren Kategorisierung gehen wir auf die veränderten Lebensumstände vieler Menschen ein und können so die Risikolage individueller berücksichtigen“, betont Laura Elaine Schulz, Leiterin Produkte und Innovationen bei der Gothaer Allgemeine AG.

Bestleistungsgarantie und kostenlose Leistungsverbesserung

Der Premiumschutz bietet ergänzend eine Bestleistungsgarantie sowie die Beitragsfreistellung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit. Unabhängig von der Produktlinie profitieren wiederum alle Kunden von der Innovationsklausel. Damit erhalten die Versicherten künftige Leistungsverbesserungen in ihrer Privathaftpflichtversicherung automatisch und kostenlos.

Nachhaltiger Schadensersatz

Die Gothaer verfolgt mit dem neuen Produkt auch neue Ansätze beim Thema Schadenersatz. Bei Sachschäden wird nämlich eine Reparatur als nachhaltiger gegenüber einer Neuanschaffung eingestuft. „Wir möchten unseren Kunden die Möglichkeit geben, auf diesem Wege einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, so Schulz. Daher ersetzt der Versicherer auf Wunsch des Kunden die Reparaturkosten, die über die gesetzliche Haftpflicht hinausgehen. (as)

Bild: © IULIIA – stock.adobe.com

 

Hallesche führt elektronische Patientenakte ein

Die Hallesche bietet ihren Krankenvollversicherten seit April die Nutzung der elektronischen Patientenakte an. Zugang zu ihrer ePA haben Kunden über eine App des Versicherers. Die Hoheit über die Daten liegt allein bei den Versicherten, betont das Unternehmen.

Seit April können Krankenvollversicherte der Halleschen Krankenversicherung die elektronische Patientenakte (ePA) nutzen. Damit können Arzt-, Krankenhaus- oder Laborberichte sowie Diagnosen gespeichert und mit verschiedenen Gesundheitsdienstleistern geteilt werden. Dokumente wie Arztbriefe oder Befunde, individuelle Medikationspläne, Röntgenbilder, Impfpass und Mutterpass sowie Notfalldaten lassen sich auch in der ePA ablegen.

Über den digitalen Austausch sollen Behandlungen zielgerichteter aufeinander abgestimmt werden können. Zudem soll durch die Nutzung der ePA der Aufwand auf beiden Seiten reduziert, Prozesse beschleunigt und die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden.

Digitalisierung als Priorität

Die Hallesche ist der dritte private Krankenversicherer, der die ePA anbietet. Zugang zur ePA haben Versicherte über eine App der Hallesche. Die Hoheit über die Daten liegt dabei allein bei den Kunden, versichert das Unternehmen. Sie werden verschlüsselt abgelegt und können nur vom Versicherten und dem vom Versicherten berechtigen Kreis eingesehen werden. Die gespeicherten Daten unterliegen den europäischen Datenschutzbestimmungen.

Digitalisierte Prozesse für ihre Kunden anzubieten ist laut eigenen Aussagen der Hallesche von großer Priorität für das Unternehmen. Im nächsten Schritt will der Versicherer das E-Rezept sowie den Online-Check-In einführen. (js)

Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com

 

BaFin: N26 Bank muss 9,2 Mio. Euro Bußgeld zahlen

Die BaFin hat gegen die Digitalbank N26 eine Geldbuße in Höhe von 9,2 Mio. Euro festgesetzt. Das Institut hatte im Jahr 2022 systematisch Geldwäscheverdachtsmeldungen verspätet abgegeben. N26 hat direkt Stellung zum Bußgeld bezogen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegen die N26 Bank AG mit rechtskräftigem Bescheid vom 24.04.2024 auf Grundlage des Geldwäschegesetzes (GwG) ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 9,2 Mio. Euro festgesetzt. Dies passiert im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegen die Digitalbank aufgrund von Mängeln bei der Abgabe von Geldwäscheverdachtsmeldungen auf dem Jahr 2022.

Verspätete Meldung an die FIU

Kreditinstitute sind verpflichtet, eine Meldung an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit – FIU) zu erstatten, wenn sie den Verdacht haben, dass eine Transaktion oder ein sonstiger Geschäftsvorfall mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung im Zusammenhang stehen könnte. Diese Verdachtsmeldungen müssen unverzüglich abgegeben werden, sodass die FIU, falls notwendig, zügig weitere Schritte einleiten kann. Auch Versicherungs- und Finanzvermittler müssen sich bei der FIU eintragen.

N26 reagiert direkt auf Bußgeldbescheid der BaFin

In einer Reaktion auf die Bekanntgabe des Bußgeldbescheids erklärt N26, dass seit 2022 zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Meldeprozesse implementiert und mehr als 80 Mio. Euro in die personelle und technische Infrastruktur investiert wurden, um die Standards bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität und Geldwäsche einzuhalten. Das Unternehmen habe zudem bereits seit 2022 eine entsprechende Rückstellung gebildet, das verhängte Bußgeld liege unter der Höhe dieser Rückstellung.

Vom FinTech zur Vollbank

N26 ist die führende Digitalbank Europas mit deutscher Vollbanklizenz und hat sich auf die Kontoführung per Smartphone spezialisiert. Die Bank hat über 8 Millionen Kunden in 24 Ländern und ein jährliches Transaktionsvolumen von über 100 Mrd. Euro. N26 beschäftigt mehr als 1.500 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz in Berlin betreibt N26 Büros in zahlreichen weiteren europäischen Städten, unter anderem in Wien und Barcelona. Seit der Gründung durch Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal im Jahr 2013 hat N26 knapp 1,8 Mrd. US-Dollar von Investoren eingesammelt.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Onlinebank mit der BaFin zu tun. So begrenzte die BaFin 2021 beispielsweise die Zahl der Neukunden pro Monat, da sie „Mängel im Risikomanagement“ festgestellt hatte. Erst vor Kurzem startete N26 den Aktien- und ETF-Handel in Deutschland. (bh)

 

Bild: © Chor muang – stock.adobe.com

 

Bilanzen 2023: Versicherer melden unterschiedliche Ergebnisse

Weitere Versicherer wie HanseMerkur, ARAG und der VOLKSWOHL BUND haben ihre Bilanzkennzahlen für das vergangene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Die Ergebnisse sind gemischt. Manche konnten Rekordergebnisse erzielen, während 2023 für andere Licht- und Schattenseiten bereithielt.

Die HanseMerkur kann das beste Vertriebsergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte präsentieren, mit 17,3 Millionen Bewertungseinheiten, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 21,0%. Auch die laufenden Beiträge sind um 7,8% angestiegen und lagen für das vergangene Geschäftsjahr bei 2,57 Mrd. Euro. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat in der Sparte Schaden und Unfall dabei das strategische Segment der Tierversicherungen, durch das die Beiträge der HanseMerkur Allgemeine auf 130 Mio. Euro ansteigen, ein Plus von 35,3% gegenüber dem Vorjahr.

Auch im Bereich Reise und Freizeit stiegen die Beiträge (+9,1%), ebenso wie im Bereich Gesundheit und Pflege (+7%) – hier konnten zudem erstmals mehr als 300.000 Krankenvollversicherte verzeichnet werden. Die Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld Risiko und Altersvorsorge sind aufgrund des stark reduzierten Einmalgeschäfts um 26% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Konzernjahresüberschuss wuchs auf 134,7 Mio. Euro, ein Plus von 37,2% und das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

ARAG: Rechtsschutz und Krankenversicherung als Geschäftstreiber

Der ARAG Konzern konnte im Geschäftsjahr 2023 seine Bruttobeitragseinnahmen um 7,9% auf nunmehr 2,37 Mrd. Euro steigern. Die Gesamtleistung inklusive der Umsätze der Dienstleistungsgesellschaften lag bei über 2,4 Mrd. Euro. Zudem ist das versicherungstechnische Ergebnis von 138 Mio. Euro das zweitstärkste der Unternehmensgeschichte.

Auf dem deutschen Markt waren die Rechtsschutz- sowie Krankenversicherungen wesentliche Geschäftstreiber. Die Beitragseinnahmen stiegen im nationalen Markt um 10,5% auf 1,4 Mrd. Euro, im internationalen Geschäft kletterten die Beiträge um 4,3% auf 946 Mio. Euro. Insgesamt konnte der Konzern Ende 2023 mehr als 12 Millionen Policen in seinem Bestand zählen.

VOLKSWOHL BUND: Trend geht zur Fondspolice

Auch beim VOLKSWOHL BUND ist man mit den Geschäftsergebnissen des vergangenen Jahres zufrieden. Bei der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a. G. stieg der Neuzugang in der Beitragssumme um 20,9% auf 4,2 Mrd. Euro an. Die laufende Beitragssumme erhöhte sich auf rund 1,4 Mrd. Euro (+1,1%).

Das Neugeschäft wird mit einem Anteil von 83% weiterhin von der Altersvorsorge dominiert. Der Trend geht nach wie auf die fondsgebundene Rentenversicherung, heißt es vonseiten des Unternehmens. Auch die betriebliche Altersvorsorge und die biometrischen Versicherungen haben sich im Jahr 2023 gut entwickelt. Die VOLKSWOHL BUND Sachversicherung AG und die Dortmunder Lebensversicherung AG haben ihre positive Entwicklung im vergangenen Jahr ebenfalls fortsetzen können.

LV 1871 fokussiert sich auf Lösungen in der BU

Die Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) hat die Beitragssumme im Neugeschäft im vergangenen Jahr um 6% auf 2,1 Mrd. Euro steigern können. Die laufenden Beitragseinnahmen erhöhten sich um 5,3% auf 573,8 Mio. Euro. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen dagegen sanken um 3,3% auf 6,77 Mio. Euro – Haupttreiber hierfür war insbesondere das Einmalbeitragsgeschäft, das aufgrund des veränderten Zinsumfelds bewusst zurückgefahren wurde, so das Unternehmen.

Wachstumstreiber im vergangenen Jahr waren vor allem die fondsgebundene Altersvorsorge sowie die Lösungen im Bereich der Berufsunfähigkeit. Der Fokus in der Produktentwicklung lag bei Berufen im MINT- und Handwerksbereich.

Concordia: 2023 verlief gemäß Erwartungen

Insgesamt erwartungsgemäß verlief das Geschäftsjahr 2023 bei den Concordia Versicherungen, heißt es vonseiten des Unternehmens. Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg konnte die Concordia die Beitragseinnahmen um 6,1% gegenüber dem Vorjahr auf 971,5 Mio. Euro steigern. Auch das Ergebnis nach Steuern liegt bei der Muttergesellschaft mit 10,5 Mio. Euro „leicht über dem Planwert“. Das versicherungstechnische Ergebnis lag aufgrund der gestiegenen Schadenaufwendungen bei –9,8 Mio. Euro.

Im selbst abgeschlossenen Geschäft kletterten die Beitragseinnahmen der Concordia Versicherungs-Gesellschaft a. G. um 7,1% auf 698,5 Mio. Euro. Die deutlichsten Zuwächse ergaben sich in der Wohngebäudeversicherung, Feuerversicherung und den Sachsparten. Auch die Concordia Krankenversicherungs-AG konnte weiter Wachstum verzeichnen und lag erstmals bei einem Umsatz von über 100 Mio. Euro. Bei der Concordia oeco Lebensversicherung sanken die gebuchten Bruttobeiträge auf 167,5 Mio. Euro, womit sie 1,7% unter dem Vorjahresergebnis lagen. (js)

Bild: © WS Studio 1985 – stock.adobe.com

 

Baufinanzierung: Wüstenrot nutzt Plattform von Interhyp

Für die Vermittlung von Immobilienkrediten verwendet die Wüstenrot Bausparkasse ab sofort die neue Baufinanzierungsplattform HOME von Interhyp. HOME vereint alle Beteiligten des Finanzierungsprozesses und macht die Abläufe effizienter.

Wie der Vermittler privater Baufinanzierungen Interhyp mitteilt, nutzt die Wüstenrot Bausparkasse als erste Vertriebsorganisation für die Vermittlung von Immobilienkrediten ab sofort die neue Interhyp-Plattform HOME. Die sei laut Interhyp ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung der volldigitalen Baufinanzierung.

Die Plattform wurde über die vergangenen drei Jahre hinweg unter Einsatz moderner Technologien sowie auf Grundlage von Nutzer-Feedback entwickelt. HOME vereint alle Beteiligten des Prozesses rund um die Baufinanzierung auf einem Portal – Kunden, Berater und Kreditgeber – und macht die auf einer Plattform und macht damit Abläufe schlanker und effizienter.

„Heute sind Kundinnen und Kunden gewöhnt, online einzukaufen, Bankgeschäfte zu tätigen und Versicherungen abzuschließen. Da ist es nur naheliegend, dass auch der gesamte Prozess der Baufinanzierung immer digitaler wird“, erklärt Marcus Fienhold, als Chief Digital Officer der Interhyp Gruppe verantwortlich für das HOME-Projekt mit Wüstenrot. 

Die Plattform bietet zahlreiche digitale Tools, wie zum Beispiel den Unterlagen-Manager, mit dem alle Dateien, von der Finanzierungsanfrage bis zum Einkommensnachweis, abgelegt und direkt mit dem Berater geteilt werden. Auch der Überblick über die möglichen Finanzierungspartner in HOME wurde angepasst und ermöglicht es nun, verschiedene Finanzierungsvarianten zu vergleichen. 

„Die Wüstenrot Bausparkasse freut sich sehr, als erste Vertriebsorganisation in Deutschland mit HOME eine Baufinanzierungs-Plattform auf dem modernsten Stand der Technik im Einsatz zu haben. Denn von schnellen und einfachen Prozessen profitieren alle: Unsere Beraterinnen und Berater ebenso wie unsere Kundinnen und Kunden“, sagt Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse. Für den Fall, dass Wüstenrot im Einzelfall keine eigenen Angebote stellt, finden die Wüstenrot-Berater in HOME auch passende Angebote von Drittanbietern. (tik)

Bild: © Ян Заболотний – stock.adobe.com

 

uniVersa erweitert digitale Services im Kundenportal

uniVersa erweitert digitale Services im Kundenportal

Die uniVersa hat ihre digitalen Services im Kundenportal ausgebaut. Bislang konnten Kunden dort ihre Krankenversicherung und fondsgebundene Rentenversicherung digital verwalten. Nun ist dies auch für alle Produkte der Lebensversicherung möglich.

Die uniVersa hat die Online-Services im Kundenportal um alle Produkte der Lebensversicherung erweitert, etwa zur Arbeitskraft- und Hinterbliebenenabsicherung sowie zur Altersvorsorge. Im elektronischen Postfach finden Kunden der uniVersa nun auch ihre Versicherungspost zur Lebensversicherung und können diese bei Bedarf auch downloaden. Bei Neuigkeiten im Posteingang gibt es eine Benachrichtigung via E-Mail. Um Nachrichten schneller zu finden, können Kunden eine Filterfunktion nutzen. Auf die Schreiben selbst kann direkt geantwortet werden, um zum Beispiel einer dynamischen Erhöhung zu widersprechen.

Mit der neuen Vertragsauskunft in der Lebensversicherung haben Kunden stets alle aktuellen Daten im Blick, zum Beispiel zu Vertragsdetails sowie zur Fondsaufteilung und Wertentwicklung. Zudem lassen sich Dokumente datensicher hochladen.

Speziell für die Krankenversicherung stellt die uniVersa weiterhin eine Rechnungs-App bereit, über die Belege digital eingereicht werden können. Zudem haben Kunden die Möglichkeit, direkt aus dem Kundenportal heraus Nachrichten an die uniVersa zu senden sowie persönlichen Daten zu ändern. (tik)

Bild: © Miha Creative – stock.adobe.com