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Mehr Schwankungen bei Bauzinsen?

Infolge des Iran-Kriegs sind nicht nur die Benzinpreise nach oben geschnellt. Auch die Zinsmärkte haben reagiert. Florian Pfaffinger, Mitglied im Expertenrat des Kreditvermittlers Dr. Klein, blickt auf die aktuellen Entwicklungen in einem Zinskommentar.

Lange Zeit bewegten sich die Baufinanzierungszinsen konstant seitwärts mit lediglich kleineren Schwankungen. Der repräsentative Zins von Dr. Klein für eine zehnjährige Baufinanzierung lag vor Ausbruch des Kriegs in Nahost bei 3,28%. Nun sorgten die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten für Bewegung am Zinsmarkt. Aktuell liegen die Baufinanzierungszinsen laut Dr. Klein bei 3,47% (Stand: 16.03.2026). „Historisch betrachtet ist dieser Wert nach wie vor attraktiv“, erklärt Florian Pfaffinger, Mitglied im Expertenrat der Dr. Klein Privatkunden AG, in einem aktuellen Zinskommentar. „Wer momentan auf sinkende Zinsen wartet, zahlt am Ende womöglich drauf. Zugleich sollte aufgrund der steigenden Volatilität nun aber auch niemand eine Kaufentscheidung überstürzen“, so der Finanzierungsexperte weiter. Pfaffingers Empfehlung: Eine solide Planung gepaart mit guter Beratung sei nach wie vor die deutlich bessere Strategie auf dem Weg ins Eigenheim.

Wie entscheidet die EZB?

Wie wird die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts des Iran-Kriegs und den Befürchtungen vor einer steigenden Inflation beim nächsten Zinsentscheid am morgigen Donnerstag reagieren? Dies war die zentrale Frage, die in den vergangenen Tagen die Märkte beschäftigte. Die meisten Experten rechnen trotz der aktuellen Lage nicht mit einer Zinsanpassung. So auch Pfaffinger: „Wenn es bei einem temporären Preisschock im Energiesektor bleibt, gehe ich Stand jetzt [18.03.2026, Anm. der Redaktion] davon aus, dass die EZB auf ihrer kommenden Sitzung keine Zinsanpassung verkünden wird. Bestenfalls führe die Situation in Nahost nur zu einem kurzfristigen und geringen Inflationsanstieg im Euro-Raum, so Pfaffinger, was für die Notenbank nur von marginaler Bedeutung wäre. Spannend bleibe jedoch das weitere Agieren der Währungshütenden, denn der Markt gehe aktuell von bis zu zwei Zinsschritten bis Jahresende aus – der erste davon womöglich bereits vor der Sommerpause, so der Experte weiter.

Steigende Renditen bei Bundesanleihen

Die Angst vor eine zunehmenden Inflation in Krisenzeiten hat immer auch Auswirkungen auf die langfristigen Kapitalmarktzinsen. Damit einher gehe die Erwartung, dass weitere kreditfinanzierte Staatsausgaben wie Konjunkturpakete oder Energiehilfen aufgelegt werden könnten, erläutert Pfaffinger. „Noch mehr neue Staatsanleihen würden wiederum zu steigenden Renditeerwartungen führen.“ Da sich die Bauzinsen – wenn auch leicht zeitversetzt – an den Renditen zehnjähriger Bundesanleihen orientieren, weisen auch sie aktuelle einen leichten Aufwärtstrend auf.

Prognose: Seitwärtsbewegung der Bauzinsen mit Schwankungen

Drohen deutliche Zinsanstiege? Laut Pfaffinger sei die Zinsentwicklung derzeit zwar schwer zu prognostizieren und die Volatilität werde in den kommenden Wochen und Monaten vermutlich höher sein. Er hält eine Seitwärtsbewegung der Zinsen mit einer Schwankungsbreite von maximal 0,2 – 0,3 Prozentpunkten für eine zehnjährige Zinsbindung aktuell für das wahrscheinlichste Szenario. Längere Festschreibungen würden derzeit einen geringeren Aufschlag aufweisen, was für Kaufinteressierte einen entscheidenden Unterschied bei der Finanzierung ausmachen kann. (tik)

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Baufinanzierung: So hoch waren Immobilienkredite 2025

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat die durchschnittlichen Darlehenshöhen beim Immobilienkauf im Jahr 2025 analysiert. Im Schnitt wurde eine Kreditsumme von 322.421 Euro aufgenommen – 5% mehr als eine Jahr zuvor. Der Bundesländervergleich ergibt deutliche Unterschiede.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe, die Finanzierungskunden in Deutschland 2025 für den Erwerb einer Immobilie aufgenommen haben, lag im Schnitt bei 322.421 Euro. Dies zeigt eine Auswertung des Kreditvermittlers Dr. Klein. Prozentual bedeutet dies eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 5%. Im Jahr 2024 betrug die Kreditsumme im Schnitt 307.900 Euro.

Regionale Unterschiede

Zeigte sich beim Blick auf die einzelnen Bundesländer noch vor zwei Jahren überall eine Aufwärtstendenz, ergibt sich nun ein anderes Bild: 2025 waren in vier Bundesländern rückläufige Bewegungen zu verzeichnen. So hat sich der fremdfinanzierte Anteil einer Immobilie im Saarland, in Thüringen, Berlin und Brandenburg gegenüber dem Vorjahr verringert.

Bayern führt Rangliste an, Saarland neues Schlusslicht

Das Bundesland mit der durchschnittlich höchsten Darlehenssumme im gesamtdeutschen Vergleich ist erneut Bayern. Auf 386.652 Euro belief sich die Kreditsumme im Jahr 2025 im Freistaat. Am unteren Ende der Rangliste findet sich das Saarland, das Sachsen-Anhalt aus dem Vorjahr als Schlusslicht ablöst. Der fremdfinanzierte Anteil bei einem Immobilienkauf betrug hier im Schnitt 233.227 Euro. Laut Auswertung von Dr. Klein liegt die Differenz zwischen der höchsten und niedrigsten durchschnittlichen Darlehenssumme somit bei 153.425 Euro. Im Saarland ist zugleich der größte prozentuale Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: 2024 betrug die Höhe der aufgenommenen Immobilienkredite noch 247.004 Euro und damit 6% mehr als 2025.

 

Baufinanzierung: So hoch waren Immobilienkredite 2025

 

Bremen mit größtem Anstieg der Kreditsumme

In den beiden norddeutschen Stadtstaaten Hamburg und Bremen erhöhte sich die Darlehenssumme 2025 prozentual deutlich. In Bremen betrug der Anstieg 13%, in Hamburg 10%. Ebenfalls einen zweistelligen Zuwachs verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit 12%. In Schleswig-Holstein dagegen blieb die durchschnittliche Darlehenshöhe mit einem Plus von 1% weitestgehend stabil. Zur Entwicklung in der Hansestadt Bremen erläutert Saskia Bachmeier, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Bremen: „Vor dem Hintergrund steigender Mieten setzen sich die Menschen wieder intensiver mit der Entscheidung für Wohneigentum auseinander. Die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt erfährt eine Wiederbelebung. Neubauten sind stärker gefragt, was den erhöhten fremdfinanzierten Anteil beim Immobilienkauf erklären mag.“ Kaufinteressierte Hanseaten investieren laut der Spezialistin lieber in einen Neubau.

Durchschnittsalter beim Abschluss einer Baufinanzierung

Wenig Veränderung zeigt sich wiederum beim durchschnittlichen Alter, in dem die Menschen hierzulande erstmals eine Immobilie erwerben. Im Schnitt sind die Finanzierungskunden 38 Jahre alt. Kreditnehmer aus Berlin und Brandenburg sind mit 40 Jahren etwas älter als der Bundesdurchschnitt. Im Saarland sind sie mit 36 Jahren dagegen etwas jünger. „Wir beobachten, dass jüngere Menschen unter dreißig sich durchaus für Immobilien interessieren und Wohneigentum als Alternative zum Mieten sehen“, sagt Bachmeier. „Häufig ist für sie aber noch nicht greifbar, was sie sich leisten können. Es fehlen das Know-how und finanzielle Rücklagen, insbesondere wenn Ausbildung oder Studium noch nicht abgeschlossen sind“, so die Expertin weiter. Sich frühzeitig über die Mechanismen des Immobilienmarkts und der Finanzierung zu informieren, schaffe aber einen großen Wissensvorteil. (tik)

Weitere News rund um Baufinanzierung finden Sie in der Rubrik „Immobilien“.
 

Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022

Laut Kreditvermittler Dr. Klein lag die durchschnittliche Darlehenssumme, die sich Kreditnehmer für eine Immobilienfinanzierung von der Bank leihen, im Dezember 2025 bei 282.829 Euro – über 5.000 Euro mehr als im November. Es ist der höchste Wert seit Januar 2022.

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) veröffentlicht, die Auskunft geben über Entwicklungen bei Immobilienfinanzierungen hierzulande. Laut Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, hat sich die durchschnittliche Kreditsumme, die Darlehensnehmer für eine Immobilienfinanzierung aufnehmen, im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat deutlich erhöht. Sie betrug Ende des Jahres 282.829 Euro und lag damit 5.000 Euro über dem Wert im November. Somit ist die Kreditsumme auf den höchsten Wert seit Januar 2022 gestiegen (286.241 Euro).

Nicht auf sinkende Preise oder fallende Zinsen warten

Als Umstände, die die Darlehenssumme in die Höhe treiben, führt Neumann mehrere an: So werde selbst bei theoretisch fallendem Kaufpreis überproportional weniger Eigenkapital eingesetzt oder Kaufinteressierte würden sich einfach mehr Fremdkapital leisten. Außerdem haben die Immobilienpreise vielerorts, vor allem in Metropolregionen, bereits das zweite Jahr in Folge wieder zugelegt. Dieser Trend werde sich Neumann zufolge 2026 fortsetzen. Er empfiehlt, den Kauf abzuschließen, sobald eine passende Immobilie gefunden sei. Es lohne sich nicht, auf sinkende Preise oder fallende Zinsen zu warten, so der Experte.

 

Baufinanzierung: Kreditsumme auf höchstem Stand seit 2022

 

Nachfrage nach KfW-Darlehen nimmt zu

Wie Daten von Dr. Klein zudem zeigen, hat sich die Nachfrage nach KfW-Darlehen im vierten Quartal 2025 erhöht: Ihr Anteil am gesamten Baufinanzierungsvolumen weist eine Zunahme von 0,7 Prozentpunkten auf und steigt auf 8,4%. Dies stellt den höchsten Wert des Jahres 2025 dar. Ein Grund für diesen Anstieg könnten laut Neumann Anpassungen in einigen Förderprogrammen zum Jahresende sein: So wurden im Programm „Jung kauft Alt“ die Anforderungen gesenkt, so dass nun eine größere Zielgruppe davon profitiert.

Zinsbindungsdauer fast unverändert

Die Zinsbindungsdauer lag im Oktober und im November bei zehn Jahren und fünf Monaten. Im Dezember 2025 gibt es im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Monaten nur geringfügige Veränderung: So betrug die Zinsbindung Ende 2025 zehn Jahre und sechs Monate. (tik)

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Bauzinsen: Ausblick auf 2026

Wohin geht es mit den Finanzierungszinsen und wie entwickelt sich der Immobilienmarkt im neuen Jahr? Welche äußeren Einflüsse gibt es auf die Zinsentwicklung? Laut Prognose des Kreditvermittlers Dr. Klein ist bei den Bauzinsen und den Immobilienpreisen mit einer leichten Aufwärtsbewegung zu rechnen.

Im Jahr 2025 bewegten sich die Bauzinsen im Korridor zwischen 3 und knapp 3,5%. Laut Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, und Florian Pfaffinger, Mitglied des Expertenrats von Dr. Klein sehen angehende Immobilienkäufer die Entwicklung der diesjährigen Bauzinsen als das News Normal an. „Die Menschen haben akzeptiert, dass es sich nicht lohnt, auf sinkende Zinsen zu warten. Und sie haben erkannt, dass das aktuelle Zinsniveau historisch betrachtet noch immer attraktiv ist. Dies führt dazu, dass wieder mehr Menschen in Wohneigentum investieren“, erklärt Florian Pfaffinger. 

Bauzinsen mit leichter Aufwärtstendenz

Für 2026 erwartet der Zinsexperte, dass die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate anhält, allerdings mit leichter Aufwärtstendenz. „Wir rechnen mit einer Zinsspanne zwischen 3,1 und 3,7%“, so Pfaffinger weiter. Die Prognose stützt sich darauf, dass die grundlegenden Wirtschaftsdaten recht stabil sind. Der Markt erwarte keine größeren Überraschungen, sondern gehe von einem leichten Konjunkturaufschwung in der Eurozone und in Deutschland aus, erklärt der Zinsexperte weiter. Die Inflation könnte 2026 noch etwas sinken, vor allem wegen rückläufiger Energiepreise. Für die Europäische Zentralbank sieht Pfaffinger auf Grundlage der aktuellen Indikatoren derzeit keinen unmittelbaren Anlass, die Leitzinsen zu verändern.

Einen wichtigen Treiber für die Entwicklung der langfristigen Zinsen stellt der breite Trend zu weiter steigenden Staatsverschuldungen dar. Auch in Deutschland soll es 2026 für die Finanzierung der Ausgabenpläne der Bundesregierung ein Rekordvolumen an neuen Bundesanleihen geben. Diese Entwicklung steigere laut Pfaffinger die Renditeerwartung von Investoren. Der Zinsexperte geht davon aus, dass sich die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen im ersten Halbjahr 2026  in einem Korridor von 2,6 bis 2,9% bewegen. Dies bedeutet somit eine leicht steigende Tendenz mit Folgen für die Bauzinsen. Wie jede Prognose sei allerdings auch diese Vorhersage von Unsicherheiten belegt. Insbesondere die Entwicklung der globalen geo- und handelspolitischen Spannungen sei ungewiss und könne zugleich deutliche Auswirkungen auf die Zinsen haben, merkt Pfaffinger an.

Anstieg der Immobilienpreise

2025 haben die Immobilienpreise deutschlandweit um etwa 3% angezogen. Eine ähnliche Entwicklung erwartet Michael Neumann auch für 2026: „Es gibt keine Anzeichen, dass die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt nachlässt. Im Gegenteil, es wird nach wie vor zu wenig neu gebaut und das Angebot an Bestandsobjekten bleibt in gefragten Regionen gering.“ Mit Blick auf ganz Deutschland hält der Zinsexperte deshalb für das kommende Jahr eine Preissteigerung von um die 3% für realistisch. „In Ballungszentren dürfte der Anstieg höher ausfallen, am stärksten in den Metropolen“, so der Vorstandsvorsitzende von Dr. Klein weiter. Hier seien punktuell auch 4% oder 5% möglich. 

Weiter steigende Nachfrage nach Baufinanzierungen

Die anhaltende Dynamik bei den Mieten sowie die in weiten Teilen der Bevölkerung gestiegenen Gehälter dürften Neumann zufolge auch im kommenden Jahr den Erwerb von Wohneigentum antreiben. „Die Nachfrage nach Baufinanzierungen hat seit 2024 wieder deutlich zugenommen. Ich gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Die Menschen planen mit Weitblick – und da ist der Weg in die eigenen vier Wände für viele ein erklärtes Ziel.“

Flexibilität ist gefragt 

Angehenden Immobilienkäufern empfiehlt Neumann, flexibel zu sein. „Kaufinteressierte sollten offen sein für verschiedene Optionen. Wer beispielsweise im Home-Office arbeitet, für den könnte eine Immobilie interessant sein, die statt im Ballungszentrum in Randlage mit guter ÖPNV-Anbindung liegt. Wer wiederum handwerklich begabt ist oder Menschen aus verschiedenen Baugewerken kennt, könnte viele Arbeiten am Haus privat stemmen, das spart Kosten.“ Auch Förderungen sollten Interessierte im Blick haben, die  unter gewissen Voraussetzungen neue Möglichkeiten der Finanzierung bieten. „Meines Erachtens tut die Politik hier noch zu wenig, doch ein paar staatliche und kommunale Fördertöpfe gibt es. Ich rate Kaufinteressierten daher, zu prüfen, ob sie Ansprüche auf finanzielle Unterstützung haben und wenn ja, diese zu nutzen.“ Nicht zuletzt lohne es sich immer, mehrere Finanzierungsangebote einzuholen, so der Kreditexperte weiter. 

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Zinsbindungsdauer bei Baukrediten auf Jahrestief

Laut Kreditvermittler Dr. Klein ist die durchschnittliche Darlehenssumme für eine Baufinanzierung im Oktober gegenüber dem Vormonat merklich gesunken. Die Zinsbindungsdauer hat sich seit 2015 deutlich verkürzt und erreicht mit 10,5 Jahren im Oktober ihr bisheriges Jahrestief.

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) vorgelegt, die aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen in Deutschland zeigen. Laut Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, hat sich die durchschnittliche Darlehenssumme, die Kreditnehmer für eine Immobilienfinanzierung aufnehmen, im Vergleich zum Vormonat deutlich verringert. Sie betrug im Oktober 269.966 Euro. Niedriger war sie 2025 nur im Februar und im Mai. Die Menschen hierzulande leihen sich derzeit weniger Geld für den Traum vom Eigenheim. Grund hierfür könnte sein, so Neumann, dass Kaufwillige aufgrund von Einkommenszuwächsen mehr Eigenkapital in ihre Finanzierung einbringen. Zudem würden vergleichsweise günstigere Bestandsimmobilien derzeit je nach Energieeffizienzklasse mehr Spielraum für Preisverhandlungen bieten.

 

Zinsbindungsdauer bei Baukrediten auf Jahrestief

 

Zinsbindungsdauer auf bisherigem Jahrestief

Die Zinsbindungsdauer ist im Oktober mit zehn Jahren und sechs Monaten auf ihr bisheriges Tief im laufenden Jahr gesunken. Die Veränderungen seit Jahresanfang bezeichnet Neumann als zwar moderat, doch habe sich der Zeitraum, in dem die Zinsbindung vertraglich festgeschrieben wird, über die vergangenen Monate sukzessive verkürzt. Im April 2025 ist die Zinsbindungsdauer erstmals seit 2015 unter die Marke von elf Jahren gefallen. Laut Neumann ist dies eine seit dem Ende der Niedrigzinsen Anfang 2022 anhaltende Reaktion auf die gestiegenen Bauzinsen. (tik)

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Baufinanzierung: Tilgungssatz auf Rekordtief

Dem Kreditvermittler Dr. Klein zufolge lag der anfängliche Tilgungssatz bei Baufinanzierungen im August bei 1,92%. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung des Unternehmens im Januar 2015. Außerdem ist der Eigenkapitalanteil bei Baufinanzierungen weiter gesunken.

Auf Grundlage des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB) kommentiert Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, die aktuellen Entwicklungen am Markt für Baufinanzierungen. Alle Kennzahlen ergeben sich aus tatsächlichen Abschlüssen. Demnach betrug der fängliche Tilgungssatz im August 1,92%, was den niedrigsten Wert seit Beginn dieser Datenerhebung im Januar 2015 markiert.

Laut Neumann spreche grundsätzlich nichts dagegen, eine Baufinanzierung über diesen Weg leistbar zu gestalten. Darlehensnehmende sollten sich aber bewusst machen, dass dieser kurzfristig (vermeintliche) Vorteil langfristig dazu führe, dass sich die Laufzeit des Kredits verlängert und die Zinslast insgesamt höher ausfällt, so der Experte weiter. Bestenfalls werde die Tilgungshöhe, wenn die Umstände es erlauben, zu einem späteren Zeitpunkt angehoben. Neumann weist auch auf die andere Möglichkeit hin, dass Sondertilgungsoptionen im Vertrag vorhanden sind, so dass höhere Summen unabhängig von der Monatsrate getilgt werden können und für eine schnellere Rückzahlung sorgen.

Höherer Beleihungsauslauf, weniger Eigenkapital

Der Beleihungsauslauf ist im August auf 84,03% gestiegen und damit auf den bislang höchsten Wert in diesem Jahr. Die bedeutet im Umkehrschluss, dass Kreditnehmer anteilig immer weniger eigene finanzielle Mittel für den Erwerb ihrer Immobilie mitbringen. Der Eigenkapitalanteil bei Baufinanzierungen ist somit auf sein vorläufiges Jahrestief gesunken.

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Mehr Finanzierungen von Immobilien zur Vermietung

Der Anteil an Finanzierungen für Wohneigentum zur Vermietung hat in den vergangenen zehn Jahren um knapp zwei Drittel zugelegt. Dies geht aus Daten des Baufinanzierungsvermittlers Dr. Klein hervor. Vor allem neuere Bestandsimmobilien sind gefragt.

Wie die Daten des Kreditvermittler Dr. Klein zeigen, werden Immobilien als Kapitalanlage immer gefragter. So hat sich er Anteil an Finanzierungen für Immobilien zur Vermietung seit dem Jahr 2015 um knapp zwei Drittel erhöht. „Ein passives Einkommen zu haben, war schon immer von Vorteil. Vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Mieten der vergangenen Jahre lohnt sich das Invest in eine Immobilie zur Vermietung umso mehr“, erklärt Roland Lenz, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Stuttgart. Dies gelte trotz der ebenfalls gestiegenen Kaufpreise für Wohneigentum. Denn: „Da die Nachfrage bekanntlich den Preis bestimmt, werden die Mieten aufgrund des viel zu knappen Wohnraums auch in Zukunft weiter steigen“, so Lenz weiter.

Gut die Hälfte setzt auf eine Wohnung als Renditeobjekt

Laut einer Umfrage der Dr. Klein Privatkunden AG möchten 55% der potenziellen Kapitalanleger als Renditeobjekt eine Wohnung kaufen, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus dagegen jeweils nur knapp ein Fünftel (19 bzw. 18%). „Insbesondere zum Einstieg sind eher kleinere Wohnungen um die 40 bis 50 Quadratmeter gefragt. Sie lassen sich in der Regel gut finanzieren und leicht vermieten“, weiß Lenz aus der Praxis zu berichten. „Häufig wird beim Kauf auch ein bestehendes Mietverhältnis übernommen und fortgeführt. Das hat den großen Vorteil, dass von Anfang an Miete fließt und die monatliche Kreditrate abgesichert ist.“

Der Umfrage zufolge sind vor allem neuere Bestandsimmobilien gefragt: 55% der zukünftigen Vermieter favorisieren ein Objekt, das nicht älter als 30 Jahre ist. Nur 26% möchte in einen Neubau investieren.

Risiken absichern

Dem Experten von Dr. Klein zufolge empfiehlt es sich bei Immobilien zur Kapitalanlage mit Blick auf das Risiko von Mietausfällen die Tilgung nicht zu hoch anzusetzen. „Dies hat zum einen steuerliche Vorteile, zum anderen aber lassen sich so mit der Zeit Rücklagen bilden, die Mietausfälle kompensieren können“, meint Lenz. Auch die Vereinbarung eines Tilgungssatzwechsels kann bei der Finanzierung sinnvoll sein. Damit besteht vor allem i bei einem längeren Mietausfall die Option, über eine niedrigere Tilgung die monatliche Kreditrate zu verringern.

Beratung gefragt

Wie die Umfrage weiter zeigt, haben drei Viertel derjenigen, die bis zum Jahr 2030 ein Renditeobjekt erwerben wollen, bereits eine oder mehrere Immobilien. Trotz der Erfahrung beim Immobilienkauf hält gut die Hälfte eine Finanzierungsberatung für erforderlich. (tik)

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Bauzinsen weiter stabil?

Seit einigen Wochen sind die Bauzinsen relativ stabil in einem Korridor zwischen 3,25% und 3,5% für zehnjährige Darlehen. Die Seitwärtsbewegung der Bauzinsen dürfte sich auch in den kommenden Wochen ohne größere Ausschläge fortsetzen, so die Einschätzung von Experten.

Bei den Immobilienfinanzierungszinsen war in den vergangenen Wochen ein anhaltender Seitwärtstrend zu beobachten. Einzig der leichte Anstieg der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen habe dafür gesorgt, dass sich die Zinsen seit Monatsbeginn minimal aufwärts orientierten, heißt es von Florian Pfaffinger, Mitglied des Expertenrats des Kreditvermittlers Dr. Klein. Für ein zehnjähriges Immobiliendarlehen lag der Zins im Schnitt zwischen 3,25 und 3,5%.

Seitwärtsbewegung dürfte anhalten

Dem Experten zufolge sei auch in den kommenden Wochen mit einer Seitwärtsbewegung ohne größere Ausschläge zu rechnen. „Kurz- bis mittelfristig gehen wir weiterhin von einem Zinsverlauf zwischen 3,25 und 3,5% für eine zehnjährige Immobilienfinanzierung aus“, sagt Pfaffinger. Gründe seien unter anderem die Finanzpolitik der europäischen Notenbanker.

Was die anstehende geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am morgigen Donnerstag angeht, rechnen Finanzexperten damit, das die Währungshüter die Leitzinsen im Juli nicht senken werden.

Ein weiteres Indiz für eine sich fortsetzende Zinsstabilität sieht Pfaffinger im Immobilienmarkt. Dieser ziehe leicht an, sei aktuell aber deutlich von einer Überhitzung entfernt. „Vor diesem Hintergrund haben Banken keinen Grund, die Baufinanzierungszinsen in den kommenden Wochen spürbar zu verändern.“ Der repräsentative Zins von Dr. Klein für ein zehnjähriges Darlehen liegt aktuell bei 3,24% (Stand: 22.07.2025).

Was Kaufinteressierten zu raten ist

Laut Pfaffinger bot das stabile Umfeld Kaufinteressierten in den vergangenen Wochen eine gute Basis, um in Ruhe planen zu können. Der Baufinanzierungsexperte von Dr. Klein verweist aber zugleich auf die bereits erwähnte wieder zunehmende Dynamik am Immobilienmarkt hin, die Kaufinteressenten nicht unterschätzen sollten. „Wir sehen hier schon das gesamte Jahr 2025 eine sehr beständige Nachfrage auf insgesamt hohem Niveau. Ein weiteres Abwarten und Spekulieren auf sinkende Immobilienpreise – oder aber fallende Bauzinsen – wird sich nicht lohnen“, so das Fazit von Pfaffinger. (tik)

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Baufinanzierung: Eigenkapitalanteil sinkt weiter

Laut Kreditvermittler Dr. Klein bringen die Immobilienkäufer derzeit anteilig immer weniger Eigenkapital in ihre Baufinanzierung ein: Im Juni stieg der Beleihungsauslauf, der den fremdfinanzierten Anteil am Beleihungswert einer Immobilie beziffert, auf über 87% – der bislang höchste Wert in diesem Jahr.

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) vorgelegt, die aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen in Deutschland zeigen. Demnach bringen die Menschen hierzulande anteilig immer weniger Eigenkapital in die Immobilienfinanzierung ein. Bereits im Mai Im Juni lag der Beleihungsauslauf, der den fremdfinanzierten Anteil am Beleihungswert einer Immobilie beziffert, bei 87,18%. Laut Dr. Klein markiert dies den bislang höchsten Wert in diesem Jahr. Im Mai war der Eigenkapitalanteil noch knapp 0,9% höher. Zum Vergleich: Im Juni 2024 lag der Wert mit 86,51% dazwischen.

Anfängliche Tilgung verringert sich auf Tiefstand

Von Januar bis Mai betrug der Tilgungssatz knapp über 1,7%. Im Juni ist er erstmals seit Juli 2011 (1,64%) gesunken und bewegt sich bei 1,69%. Mit der festgelegten Tilgungshöhe bestimmen Kreditnehmer, wie viel sie monatlich an die Bank zurückzahlen. Zwar macht eine niedrige Tilgung die Zahlung monatlich leistbarer, doch die Laufzeit des Kredits verlängert sich und die insgesamt zu zahlende Zinslast wird somit größer.

 

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Darlehenssumme steigt

Die Höhe des Darlehens, das Kreditnehmer für die Baufinanzierung aufnehmen, wächst im Juni auf 314.000 Euro. Dies bedeutet 1.000 Euro mehr als im Vormonat. Im Juni 2024 lag die durchschnittliche Darlehenssumme bei 306.000 Euro und damit 8.000 Euro niedriger.

Die sogenannte Standardrate wiederum – also die beispielhaft für eine Kreditsumme von 300.000 Euro, 2% Tilgung, 80% Beleihungsauslauf sowie zehn Jahren Zinsbindung ermittelte Monatsrate – erhöhte sich im Juni auf 1.458 Euro. Dies bedeutet eine Zunahme von 13 Euro gegenüber Mai und 10 Euro weniger als im Vorjahresmonat.

Anteil an KfW-Darlehen erhöht sich leicht

Der Anteil an KfW-Darlehen am gesamtem Baufinanzierungsvolumen überschritt im Juni erstmals die Marke von 8%. Im Vormonat hatten etwas weniger Immobilienkaufende eine Förderung der KfW in ihre Finanzierung eingebunden – hier lag die Quote dieser Darlehen noch bei 7,89%. Häufiger in Anspruch genommen wurde die Förderung im Juni 2024 (8,56%).

Zinsbindung leicht rückläufig

Im Juni sicherten sich Darlehensnehmer den Zinssatz für zehneinhalb Jahre. Somit hat sich die Dauer der Zinsbindung gegenüber Mai etwas verringert. Laut Dr. Klein ist seit Längerem ein abnehmender Trend zu beobachten: Im Juni 2024 setzten Immobilienkäufer noch stärker auf Planbarkeit und Absicherung gegen ein Zinsänderungsrisiko, indem sie die Konditionen für rund elf Jahre festschreiben ließen. (tik)

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Immobilienkäufer leihen sich weniger Geld

Laut Kreditvermittler Dr. Klein nahmen Immobilienkäufer im April 2025 im Schnitt eine Darlehenssumme über 310.000 Euro auf. Damit hat sich der fremdfinanzierte Anteil im Vergleich zum Vormonat um 9.000 Euro verringert. Derweil hat sich die sogenannte Standardrate erhöht.

Der Kreditvermittler Dr. Klein hat neue Daten des Trendindikator Baufinanzierung (DTB) vorgelegt, die aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen in Deutschland zeigen. Demnach haben sich Immobilienkäufer im April 2025 weniger Geld von der Bank geliehen. Die durchschnittliche Darlehenssumme lag im April 2025 bei 310.000 Euro. Somit ist der fremdfinanzierte Anteil gegenüber März um 9.000 Euro gesunken. Ob das Minus den Beginn einer neuen Abwärtsentwicklung markiere, bleibe abzuwarten, wie es von Dr. Klein dazu heißt. Seit Anfang 2025 bewegt sich die Darlehenssumme mit geringfügigen Schwankungen in einem Korridor zwischen 310.000 Euro und 319.000 Euro.

Standardrate steigt

Die sogenannte Standardrate wiederum – also die beispielhaft für eine Kreditsumme von 300.000 Euro, 2% Tilgung, 80% Beleihungsauslauf sowie zehn Jahren Zinsbindung ermittelte Monatsrate – lässt eine gegenteilige Entwicklung erkennen. Sie kletterte im April 2025 auf 1.458 Euro. Die Rate lag somit zuletzt auf dem Niveau vom April des Vorjahres (1.448 Euro). Gegenüber dem Vormonat ist allerdings ein Anstieg zu verzeichnen. Laut Dr. Klein machen sich hier die Auswirkungen der kurzzeitig gestiegenen Bauzinsen bemerkbar, die seit Mitte März Einfluss auf die Immobilienfinanzierung nahmen.

 

Immobilienkäufer leihen sich weniger Geld

 

Beleihungsauslauf wieder etwas höher

Der Beleihungsauslauf ist mit 86,19% im April 2025 wieder etwas höher als im März (85,57%), bleibt aber unter den Werten des vergangenen Jahres. Im April ist das eingebrachte Eigenkapital in die Finanzierung zwar geringer als im Vormonat, dennoch ist der fremdfinanzierte Anteil am Beleihungswert der Immobilie seit Beginn 2025 stabil unter 87%.

Weiter geringer Anteil von KfW-Darlehen

Bei den in die Immobilienfinanzierung einfließenden staatlichen Fördermittel der KfW zeigt sich mit Ausnahme vom Februar 2025 ein anhaltender Rückgang in den vergangenen Monaten. So beläuft sich der Anteil von KfW-Darlehen am gesamten Baufinanzierungsvolumen im April 2025 aif 7,52%. Im Oktober 2024 lag der Anteil mit 9,34% noch etwas höher.

Kürzere Zinsbindung

Die Zinsbindung ist im April 2025 mit zehn Jahren und sieben Monaten deutlich kürzer als in den Monaten zuvor. Zuletzt war sie auf demselben Niveau im Januar 2011. Wie Dr. Klein zudem mitteilt, hat sich beim Tilgungssatz kaum etwas verändert mit 1,73% im April gegenüber 1,72% im März. Im Vergleich zu den vergangenen zwölf Monaten sind hier lediglich Veränderungen in Nuancen zu erkennen. Festzustellen ist, dass Kreditnehmer bei der Rückzahlung eines Darlehens in diesem Zeitraum konstant waren bei der Wahl des Tilgungssatzes – unabhängig von der Entwicklung der Bauzinsen. (tik)

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