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ING Deutschland baut Angebot an Fondssparplänen aus

Fondssparpläne liegen im Trend. Die ING Deutschland hat deshalb ihr Angebot in diesem Bereich massiv ausgeweitet. Über 600 aktive Fonds können bei der Direktbank nun mit monatlichen Beträgen angespart werden.

Die ING Deutschland hat zum 01.09.2020 ihr Fondssparplanangebot um 458 Produkte erweitert. Kunden der Bank können dadurch nun aus insgesamt über 600 Fondssparplänen auswählen. 52 dieser Sparpläne bietet ING sogar ohne Ausgebaufschlag an. Die Direktbank kooperiert bei den neuen Fondssparplänen mit den Anbietern Allianz Global Investors, Amundi, DWS, Fidelity, Franklin Templeton und JP Morgan.

Verstärkter Fokus auf Wertpapiergeschäft

Der Schritt untermauert, dass ING Deutschland verstärkt auf das Wertpapiergeschäft und insbesondere auf Sparpläne setzen will. Bereits im Februar hatte die Direktbank das Angebot an ETF-Sparplänen deutlich ausgebaut. Seither können Kunden für ihre Sparpläne aus rund 700 börsengehandelten Indexfonds (ETFs) auswählen, rund 200 davon sind ohne Ordergebühren verfügbar.

Stark wachsende Nachfrage bedienen

„Mit der Angebotserweiterung bedienen wir die hohe Nachfrage. Die Anzahl der von unseren Kunden abgeschlossenen Wertpapiersparpläne ist seit Anfang des Jahres um 36% gestiegen“, kommentiert Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei ING Deutschland, die Ausweitung des Sparplanangebots. Durch die Erweiterung der Angebotspalette hätten Kunden nun noch mehr Möglichkeiten, regelmäßig und auch mit kleineren Beträgen in die für sie passende Anlagestrategie zu investieren. (mh)

Bild: © lovelyday12 – stock.adobe.com

 

So haben sich aktive Fonds in der Corona-Krise geschlagen

Aktive Fonds sollen gerade in einem schwierigen Marktumfeld ihre Stärken ausspielen. Das erste Halbjahr 2020 war für Anleger zweifellos schwierig. Wie sich aktive Fonds während dieser Zeit geschlagen haben, hat das Analysehaus Morningstar nun untersucht.

Morningstar hat die aktuelle Ausgabe des halbjährlichen europäischen Aktiv-Passiv-Barometers veröffentlicht. Es misst die Performance von in Europa domizilierten aktiven Fonds im Vergleich zu passiven Konkurrenzgruppen in den jeweiligen Morningstar-Kategorien. Die Analyse ist gerade vor dem Hintergrund des Corona-Crashs und der anschließenden rasanten Erholung interessant.

Relativ erfolgreiche Halbjahresbilanz

Rund die Hälfte der aktiven Aktienfonds und ein Drittel der aktiven Fixed Income-Fonds übertrafen laut Morningstar im ersten Halbjahr 2020 auf Sicht von sechs Monaten den Durchschnitt ihrer passiven Peers. Aktiv verwaltete Aktienfonds verfügen in der Regel über höhere Barmittel als ihre passiven Konkurrenten. Dies habe dazu beigetragen, die zweistelligen Kursrückgänge im ersten Quartal 2020 abzufedern. Zudem erkläre sich damit auch, warum viele Aktienfonds vergleichsweise besser abgeschnitten haben als aktive Rentenfonds und insbesondere Rentenfonds mit vergleichsweise höheren Kreditrisiken.

Seltene Gelegenheit für aktive Manager

„In der ersten Jahreshälfte 2020 führte die COVID-19-Pandemie zu einer starken Volatilität. Das war eine seltene Gelegenheit für aktive Manager: Denn theoretisch hätten sie genau in einer solchen Phase Überrenditen erzielen und die Anleger vor einem heftigen Markteinbruch schützen können“, kommentiert Dimitar Boyadzhiev, Senior Analyst, Manager Research, Passive Strategies bei Morningstar, die Zahlen. „In der Praxis zeigt sich ein gemischtes Bild: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 haben nur etwa die Hälfte der aktiven Aktienfonds und ein Drittel der aktiven Rentenfonds ihre passiven Peers übertroffen.“

Langfristig ernüchternde Bilanz

Die langfristigen Erfolgsquoten der europäischen aktiven Fonds sind laut Morningstar noch niedriger. In den zehn Jahren bis Juni 2020 lag die Erfolgsquote aktiver Manager in fast zwei Dritteln der befragten Kategorien unter 25%. Nur in zwei der 64 Kategorien überlebte und übertraf die Mehrheit der aktiven Fonds ihren durchschnittlichen passiven Peer. Die 10-Jahres-Erfolgsquoten für länderspezifische Kernengagements fallen gemischt aus, wobei auch hier passive Fonds die Nase vorne hatten. Fast 35% der Bei britischen Large-Cap-Aktienfonds haben aktiven Vertreter ihre passiven Pendants immerhin in 355 der Fälle übertroffen. Für die USA, Japan, Frankreich, Deutschland und die Schweiz sind die Werte liegen die Werte hingegen zwischen 5,6% und 28,3%.

Viele Fonds überleben nicht

Auch die Erfolgsquoten aktiver Fixed-Income-Manager waren Morningstar zufolge niedrig. Für die letzten zehn Jahre gilt: Weniger als ein Viertel haben in zehn der 14 untersuchten Kategorien ihren durchschnittlichen passiven Peer überlebt und übertroffen. Die oft schwache Performance ist laut Morningstar auch einer der Hauptgründe dafür, dass viele aktive Fonds nicht überleben. Passive Fonds haben daher dem Analysehaus zufolge vor allem langfristig bessere Überlebenschancen. (mh)

Bild: © Thomas Reimer – stock.adobe.com

 

Lazard präsentiert neuen nachhaltigen Aktienfonds

Lazard Asset Management hat den Global Sustainable Equity Fund aufgelegt. Der Fonds investiert weltweit in börsennotierte Aktienunternehmen. Um in den Fonds aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen zwei grundlegende Bedingungen erfüllen.

Der US-Vermögensverwalter Lazard Asset Management hat die Auflegung des Lazard Global Sustainable Equity Fund bekannt gegeben. Der Fonds wird von Louis Florentin-Lee, Barnaby Wilson und Team verwaltet und ist ein aktiv verwalteter Publikumsfonds mit dem Fokus. Investmentfokus sind attraktiv bewertete Unternehmen mit nachhaltigen Managementpraktiken. Ein wesentliches Merkmal des Fonds soll sein, dass bei den Unternehmen des Portfolios der Übergang hin zu mehr Nachhaltigkeit auch zu einer gleichbleibend hohen oder gesteigerten finanziellen Produktivität führen dürfte.

Nachhaltigkeit plus erhöhte Produktivität

Um in das Portfolio aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen laut Louis Florentin-Lee zwei grundlegende Bedingungen erfüllen. Erstens wird ein Unternehmen nur dann als nachhaltig eingestuft, wenn es von diesen Nachfrageverschiebungen profitieren kann, indem es Produkte oder Dienstleistungen anbietet, die diesen Übergang erleichtern. Zweitens muss das Unternehmen alles in seiner Macht Stehende tun, um die von ihm verursachten negativen externen Effekte zu minimieren. Es ist wichtig, dass beide Bedingungen erfüllt werden.

Ziel: Outperformance gegenüber MSCI All Country World Index

Der Fonds orientiert sich am MSCI All Country World Index als Benchmark. Das Fondsmanagement strebt eine Outperformance über einen vollständigen Marktzyklus an, indem es mithilfe fundamentaler Bottom-up-Analysen Wertpapiere identifiziert, die eine starke und/oder sich verbessernde finanzielle Produktivität zeigen, die zu attraktiven Preisen gehandelt werden und zudem vom Übergang zu einer nachhaltigeren Welt profitieren. (mh)

Bild: © Robert Kneschke – stock.adobe.com

 

Wirecard-Skandal: Die nächste Runde ist eingeläutet

Der Wirecard-Skandal geht in die nächste Runde. Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren über den Zahlungsdienstleister eröffnet. Zudem steht der Termin der ersten Gläubigerversammlung. Aktionärsschützer rufen bereits zur Anmeldung von Schadensersatzansprüchen auf.

Wirecard ist der Finanzskandal des Jahres. 1,9 Mrd. Euro soll der Zahlungsdienstleister erfunden haben. Nun wurde unter anderem deshalb das Insolvenzverfahren über die Wirecard AG und sechs weitere deutsche Gesellschaften eröffnet. Als Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht München am 24.08.2020 Dr. Michael Jaffé bestellt, der gleich zu Beginn harte Einschnitte angekündigt hat. Zwar werde der Geschäftsbetrieb fortgeführt, es seien aber massive Umstrukturierungen nötig.

Massive Geldverbrennung stoppen

Die Cash-Burn-Rate von Wirecard war dem Insolvenzverwalter zufolge bei Insolvenzantragstellung enorm. Um das zu ändern, wurde rund 730 Mitarbeitern von Wirecard gekündigt. „Die wirtschaftliche Lage der Wirecard AG war und ist angesichts der fehlenden Liquidität und der bekannten skandalösen Begleitumstände äußerst schwierig. Mit den üblichen Restrukturierungs- und Kostenanpassungsmaßnahmen ist es daher nicht getan, denn eine so massive Verlustsituation ist im eröffneten Insolvenzverfahren unter Vollkosten nicht darstellbar“, so Dr. Michael Jaffé.

Verkaufsprozess im Gang

Im Verkaufsprozess für das Kerngeschäft, in dessen Rahmen auch die nicht insolvente Wirecard Bank AG am Markt angeboten wird, stehe der Insolvenzverwalter aktuell mit mehreren namhaften Interessenten in Verhandlungen. Die Erlöse aus der Verwertung sollen den Gläubigern zugutekommen. Größere Fortschritte mache unterdessen der Verkauf internationaler Töchter wie etwa Wirecard Brazil oder Wirecard North America.

Erste Gläubigerversammlung vor der Tür

Der Termin für die erste Gläubigerversammlung steht derweil. Am 18.11.2020 soll sie nach derzeitigem Stand als Präsenztermin im Löwenbräukeller in München stattfinden – allerdings mit begrenzter Teilenehmerzahl aufgrund der Covid-19 Hygienevorschriften. Der Berichtstermin ist nicht öffentlich und steht daher nur den Insolvenzgläubigern offen. Diese können jedoch auch einen Vertreter zur Teilnahme schriftlich bevollmächtigen.

Ansprüche bis 20.10.2020 anmeldbar

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Gläubiger nun auch in den jeweiligen Verfahren ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Das zuständige Amtsgericht München bestimmte dafür eine Frist bis zum 20.10.2020. Ein Formular zur Forderungsanmeldung steht unter www.jaffe-rae.de zum Download zur Verfügung.

Aktionäre „unbedingt mit an den Tisch“

Die Schadensersatzansprüche und Gläubigerversammlung im November hat auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bereits im Visier. Die Aktionäre des Zahlungsdienstleisters gehören dort „unbedingt mit an den Tisch“, fordert DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Sie müssten sogar „als größte Gläubigergruppe im Gläubigerausschuss vertreten“ sein.

Konkreter Schaden muss benannt werden

Zwar sind Aktionäre im Normalfall nicht Teil der Gläubiger. Aufgrund der Verletzung von Adhoc- und anderer Publizitätspflichten liege im Falle von Wirecard aber ein Schadensersatzanspruch seitens der Aktionäre vor. Er könne allerdings nur angemeldet werden „wenn der konkrete Schaden in Euro definiert wird“, so Tüngler. Ein einfacher Hinweis auf Schadensersatzanspruch reiche nicht.

DSW baut europäische Plattform auf

Da die Anleger selbst aktiv werden müssen, baut die DSW derzeit eine europäische Plattform auf. So sollen möglichst viele Anleger zusammengefasst und auf Augenhöhe mit den verschiedenen Anspruchsgegnern verhandeln können. Zu diesem Zwecke würden bereits Gespräche mit internationalen Prozessfinanzierern laufen. (mh)

Bild: © laplateresca – stock.adobe.com

 

Consorsbank schließt die Anlageberatung

Die Consorsbank ist eine der größten Direktbanken in Deutschland. Dennoch wird die Tochter von BNP Paribas bald keine Vermögensberatung mehr anbieten. Die noch bestehenden Beratungsverträge sollen bis Ende des Jahres gekündigt werden.

Die Consorsbank bietet bald keine Vermögensberatung mehr an. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten von Finanz-Szene.de und FONDS professionell ONLINE hervor. Demnach stellt Direktbank der BNP Paribas die beiden Angebote „Vermögensberatung“ und „Vermögensberatung extra“ ein.

Konzentration auf Selbstentscheider

Die Consorsbank will sich durch diesen Schritt stärker auf die Zielgruppe der Selbstentscheider fokussieren, zumal gerade bei kleineren Vermögen die Profitabilität des Geschäfts fraglich sei. Zuletzt nutzten rund 18.000 Kunden die Vermögensberatungen der Consorsbank. Deren Beratungsverträge sollen bis spätestens Ende 2020 gekündigt werden.

Wechsel zum Private Banking oder Selbstentscheider

Bei Vermögen von mehr als 250.000 Euro bestehe die Möglichkeit ins Private Banking der Muttergesellschaft BNP Paribas zu wechseln. Auch von den Mitarbeitern der Vermögensberatung soll ein Teil ins Private Banking wechseln. Kunden mit kleineren Vermögen will die Direktbank stärker dabei unterstützen in das Lager der Selbstentscheider zu wechseln. Das soll unter anderem durch Musterportfolios und weitere Tools erleichtert werden. Die Consorsbank war 2009 in die Vermögensberatung eingestiegen. Ein gutes Jahrzehnt später ist dieses Kapital mit dem jetzigen Beschluss bereits Geschichte. (mh)

Bild: © Axel Bueckert – stock.adobe.com

 

Dividenden brechen weltweit stark ein

Dividenden sind langfristig ein wichtiger Teil der Gesamtrendite von Aktieninvestments. In den vergangenen Jahren waren die Ausschüttungen kontinuierlich auf Wachstum eingestellt. Durch die Corona-Pandemie haben sie nun aber einen herben Dämpfer erhalten.

Janus Henderson Investors hat die 27. Ausgabe des Janus Henderson Global Dividend Index (JHGDI) vorgelegt. Weltweit gingen die Dividenden dem Bericht zufolge im zweiten Quartal 2020 um 108,1 auf 382,2 Mrd. Dollar zurück. Das entspricht einem Einbruch um 22%. Selbst bereinigt um Sondereffekte beträgt das Minus 19%. Das war bei Weitem der stärkste Rückgang seit der Einführung des JHGDI im Jahr 2009.

Europa besonders stark betroffen

Mehr als ein Viertel der ausschüttenden Unternehmen kürzte im zweiten Quartal die Dividenden, mehr als die Hälfte strich sie sogar ganz. Der Einbruch ist nicht auf eine einzelne Region zurückzuführen, denn die Ausschüttungen wurden in allen Regionen außer Nordamerika gekürzt. Am stärksten fielen die Kürzungen allerdings in Europa und Großbritannien aus. Dort sanken die Dividenden um 44,5 bzw. 54%.

Deutschland vergleichsweise robust

In Deutschland zeigten sich die Unternehmen optimistischer als in den Nachbarstaaten. Ihre Ausschüttungen verringerten sich auf bereinigter Basis um lediglich 7,25 Mrd. Dollar. Das entspricht einem Minus von 19%. Zudem senkten oder strichen weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen im Index ihre Dividende. Die Allianz liegt zudem weltweit auf Platz 4 der größten Dividendenzahler. BASF, Telekom und Bayer schaffen zumindest den Sprung in die Top 20.

Düsterer Ausblick auf das Gesamtjahr

Die Dividenden in den Sektoren Gesundheit und Kommunikation zeigen sich robust, drastische Einbrüche gab es im Finanzsektor und bei Herstellern von zyklischen Konsumgütern. Für 2020 ist Janus Henderson dennoch insgesamt skeptisch. Janus Henderson erwartet nun im Best-Case-Szenario einen absoluten Rückgang der weltweiten Dividenden im Gesamtjahr um 17% auf 1,18 Bio. Dollar. Im Worst-Case-Szenario könnten die Ausschüttungen sogar um 23% auf 1,10 Bio. Dollar sinken. (mh)

Bild: © peshkov – stock.adobe.com

 

Vontobel öffnet Risikoprämienfonds für Privatanleger

Vontobel Asset Management hat neue Anlageklassen für den Vontobel Fund II – Vescore Active Beta Opportunities registrieren lassen. Damit macht die Gesellschaft die Risikoprämienstrategie in Deutschland einem größeren Kreis von Investoren zugänglich.

Vontobel Fund II – Vescore Active Beta Opportunities diversifiziert das Anlagekapital über eine breite Spanne an Risikoprämien, indem er in globale Aktien, Staatsanleihen, Rohstoffe, Währungen und Volatilitätsfaktoren investiert. Der Fonds verfügt über einen erfolgreichen langfristigen Leistungsausweis und zielt darauf ab, eine positive absolute Rendite zu erreichen. Der 2012 aufgelegte Fonds war bisher nur für einen eingeschränkten Investorenkreis offen.

Öffnung durch neue Anteilsklassen

Mit den neuen Anteilsklassen I und B macht Vontobel Asset Management die Strategie jetzt auch für institutionelle und private Investoren zugänglich. Die Allokation des Fonds wird anhand von quantitativen Modellen bestimmt, die emotionsfrei das jeweils vorherrschende Marktumfeld analysieren. Ziel ist es, die je nach Marktlage attraktivsten Renditequellen zu nutzen. Gleichzeitig liegt ein Fokus auf Kapitalschutz mittels einer rigorosen Begrenzung der Volatilität. Langfristig sollen eine stetige Wertsteigerung und ein ausgewogenes Risikoprofil erreicht werden.

Rendite trifft Risikomanagement

„Vescore verwaltet seit 2002 erfolgreiche Multi-Asset- und Risikoprämien-Strategien. Der Fonds stützt sich auf eine Vielzahl an Renditequellen und hat gleichzeitig einen klaren Fokus auf Risikomanagement”, kommentiert René Weinhold, Head of Germany and Austria von Vontobal Asset Management, die Fondsöffnung. „Dank seines systematischen Anlageansatzes und seiner breiten Diversifikation kann der Fonds unterschiedliche Marktbedingungen meistern.” (mh)

Bild: © 三 张 – stock.adobe.com

 

Baillie Gifford öffnet Gesundheitsfonds für deutsche Anleger

Der „Health Innovation Fund“ von Baillie Gifford erhält eine UCITS-Variante und wird somit auch für deutsche Anleger geöffnet. Der Fonds investiert in Unternehmen, die sich den großen Herausforderungen im globalen Gesundheitswesen wie der Bekämpfung von Krankheiten und Pandemien sowie dem Zugang zu medizinischer Versorgung widmen.

Die schottische Fondsgesellschaft Baillie Gifford bringt ihren „Health Innovation Fund“ als UCITS-Vehikel auch auf den deutschen Markt. Als früher Investor konnte „Guy‘s and St. Thomas‘ Charity“, eine der ältesten und größten Stiftungen im Gesundheitsbereich in Großbritannien, gewonnen werden. Sie ist ein langjähriger Kunde von Baillie Gifford und legt als Wohltätigkeitsorganisation Wert darauf, mit ihren Investitionen eine positive Wirkung für die Gesellschaft zu erzielen.

Neue Generation von Unternehmen

Der Fonds investiert in eine neue Generation von Unternehmen, die sich den großen Herausforderungen im globalen Gesundheitswesen wie der Bekämpfung von Krankheiten und Pandemien sowie dem Zugang zu medizinischer Versorgung widmen. Diese Unternehmen treiben mit bahnbrechenden Therapien, Diagnoseverfahren und digitaler Technologie transformative Veränderungen in der Zukunft des Gesundheitswesens voran.

Krise rückt Branche in den Fokus

Der Fonds wurde zwar lange vor dem Coronavirus aufgelegt, die Krise hat laut Baillie Gifford die Innovation im Gesundheitsbereich aber noch stärker in den Mittelpunkt gerückt. Unternehmen im Portfolio wie Illumina, Ambu und Moderna stünden an vorderster Front, wenn es darum geht, die Pandemie zu bekämpfen, die Zusammensetzung des Virus zu identifizieren oder Impfstoffe und Behandlungen zu entwickeln. (mh)

Bild: © denisismagilov – stock.adobe.com

 

Deutsche Fondsbranche schüttelt Corona-Schock schnell wieder ab

Die deutsche Fondsbranche ist auf ihren Wachstumskurs zurückgekehrt. Nach Abflüssen im ersten Quartal verbuchten sie dem Fondsverband BVI zufolge zwischen April und Juni wieder deutliche Zuflüsse. Immobilienfonds entwickeln sich derweil zu einer Konstante bei Privatanlegern.

Der Fondsbranche flossen in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 netto 37,9 Mrd. Euro neue Gelder zu. Damit liegt das Neugeschäft auf dem Niveau der Vorjahr 2018 und 2019, als die Fondsgesellschaften von Anfang Januar bis Ende Juni jeweils rund 40 Mrd. Euro erzielten. Die Zuflüsse im laufenden Jahr entsprechen rund 1% des zur Jahresmitte verwalteten Vermögens von 3,33 Bio. Euro. Dank sich erholender Börsenkurse ist das verwaltete Vermögen innerhalb von drei Monaten sogar um 6% gestiegen. Damit liegt es nur noch knapp unter dem Rekordstand vom Jahresbeginn, als die Fondsgesellschaften 3,40 Bio. Euro verwalteten.

Comeback der Publikumsfonds

Das Neugeschäft der offenen Publikumsfonds vollzog im ersten Halbjahr einen Vorzeichenwechsel. Flossen im ersten Quartal noch netto 11,4 Mrd. Euro ab, erzielten die Fonds im zweiten Quartal bereits wieder Zuflüsse von 15,7 Mrd. Euro. Die Absatzliste führten Aktienfonds mit 9,8 Mrd. Euro und Mischfonds mit 5,8 Mrd. Euro an. Beide Fondsgruppen verzeichneten im ersten Quartal mit 12,3 bzw. 1,2 Mrd. Euro noch die höchsten Abflüsse der Publikumsfonds.

Immobilienfonds als Konstante

Eine Konstante im Neugeschäft der Publikumsfonds bleiben Immobilienfonds. Ihnen flossen im zweiten Quartal 1,2 Mrd. Euro neue Gelder zu, nachdem sie im ersten Quartal 3,9 Mrd. Euro erzielt hatten. Insgesamt verzeichneten Publikumsfonds von Anfang Januar bis Ende Juni netto 4,3 Mrd. Euro neue Gelder. Dazu steuerten nachhaltige Fonds 7,7 Mrd. Euro bei, während aus nicht nachhaltigen Fonds 3,4 Mrd. Euro abflossen.

Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen dominieren Spezialfonds
Deutsche Fondsbranche schüttelt Corona-Schock schnell wieder ab

Auch offene Spezialfonds erholten sich zuletzt wieder. Nachdem sie mit Zuflüssen von 32,7 Mrd. Euro im ersten Quartal den besten Jahresstart seit 2015 erzielt hatten, flossen im April und Mai 2,5 bzw. 0,8 Mrd. Euro ab. Im Juni verzeichneten sie aber bereits wieder Zuflüsse von 3,9 Mrd. Euro. Im gesamten ersten Halbjahr flossen Spezialfonds insgesamt 33,3 Mrd. Euro zu. Das entspricht fast dem Neugeschäft der beiden Vorjahreszeiträume. Bei den Zuflüssen spielen Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke oder Pensionskassen weiter die Hauptrolle. Sie legten insgesamt 32,4 Mrd. Euro neu in Spezialfonds an. Insgesamt stehen sie für rund zwei Drittel des Gesamtvermögens von Spezialfonds. (mh)

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Vermittler setzen immer stärker auf ETFs

Während ETFs zu Beginn vor allem bei professionellen Anlegern sowie Selbstentscheidern gefragt waren, gewinnen sie mittlerweile auch bei Finanzvermittlern stark an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle Vermittler-Fokus-Umfrage von ebase.

Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase) hat sich in ihrer aktuellen Vermittler-Fokus-Umfrage unter anderem mit ETFs beschäftigt. Die Umfrage zeigt, dass die passiven Fonds zunehmend breitere Akzeptanz bei Vermittlern finden. Dass die Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft in den nächsten drei Jahren steigen wird, erwarten 44% der befragten Vermittler und damit leicht mehr als im Vorjahr. 47% rechnen sogar mit einer stark steigenden Bedeutung. Insgesamt erwarten somit neun von zehn Vermittler, dass ETFs in den nächsten Jahren wichtiger werden. Gerade einmal 2% rechnen dagegen mit einem Bedeutungsverlust. Vor einem Jahr waren es noch knapp 6%.

Kein Ende des Trends absehbar

„Exchange Traded Funds sind sicherlich eines der Top Themen des letzten Jahrzehnts gewesen und offensichtlich zeichnet sich noch lange kein Ende dieses Trends ab“, kommentiert Kai Friedrich, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, die aktuellen Zahlen. „Dadurch, dass ETFs auch bei Privatkunden in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit zulegen konnten, werden diese auch für Vermittler immer mehr ein Thema.“

ETF-Angebot deutlich ausgebaut

Auch bei ebase haben ETFs an Bedeutung gewonnen. So hat die Bank im letzten Jahr einen deutlichen Ausbau des ETF-Angebotes eingeleitet. Dabei wurde nicht nur die Zahl der ETFs, sondern auch die der Anbieter deutlich erweitert. Insgesamt kann bei ebase mittlerweile unter mehr als 900 ETFs unterschiedlicher Anbieter ausgewählt werden. (mh)

Bild: © Nuthawut – stock.adobe.com