AssCompact suche
Home

Investment

ökofinanz-21 wird volljährig

ökofinanz-21 ist ein bundesweites Netzwerk von nachhaltigen Beraterinnen und Beratern und wurde im Jahr 2003 gegründet. Im Mittelpunkt des Vereins stehen Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage. Mittlerweile gehören 61 Mitglieder dazu.

<p>2003 war die Geburtsstunde von ökofinanz-21 e. V., einem bundesweit tätigen Netzwerk von nachhaltigen Beraterinnen und Beratern. Eine Handvoll freier Berater gründete einen gemeinnützigen Verein, um sich regelmäßig zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit auszutauschen. Mittlerweile ist das Netzwerk auf 61 aktive Mitglieder gewachsen und wird von 14 Fördermitgliedern unterstützt. Zur jetzigen Volljährigkeit verweist das Netzwerk auf seine Anfänge und auf die aktuellen Vorhaben.</p><h5>Wertorientierte Finanzberatung, nachhaltige Geldanlagen </h5><p>In einem Pressestatement heißt es, dass in den ersten Jahren die Sichtung des Marktes in Bezug auf Finanzprodukte, die für eine werteorientierte Finanzberatung infrage kommen, im Vordergrund standen, sowie der Austausch von Know-how für die Alltagspraxis. Nach der Finanzkrise von 2008 seien zunehmend grundlegende Fragen hinzugekommen, etwa welche Mindestanforderungen Finanzprodukte erfüllen müssten, damit sie glaubwürdig seien oder welche Wirkung mit der Lenkung von Geldströmen erzielt werden könnte. </p><p>„Die existenziellen Herausforderungen im 21. Jahrhundert haben die Welt des Geldes erreicht“, ist Marcus Brenken, der Vorstandsvorsitzende von ökofinanz-21, überzeugt. „Das Pariser Klima-Abkommen und die UN-Entwicklungsziele (SDG) sind Zeichen dafür, dass es kein Luxusthema ist, wenn wir uns mit umfassender Nachhaltigkeit befassen und Lösungen bauen. Hier sehen wir uns bei ökofinanz-21 als Vermittler im doppelten Sinn. Die Initiative der Europäischen Union für einen ‚Action Plan for Sustainable Finance‘ bringt einen gewaltigen Schub. Wir schalten uns in die Debatte um die Umsetzung ein – und werden immer öfter gehört.“ </p><h5>Gegen Greenwashing </h5><p>Mit Blick auf die EU-Richtlinie und die ESG-Regeln äußert Brenken Kritik: „Bisher greifen die Komponenten der EU-Regulatorik mit Offenlegungsverordnung, der kommenden Taxonomie und Änderungen der Finanzmarktrichtlinie nicht ineinander. Die Regulatorik ist zwar ein Treiber des Themas, aber Begrifflichkeiten der nachhaltigen Geldanlage können weiterhin besetzt und benutzt werden, um eher werbe- als zukunftswirksam zu sein.“ </p><p>Deshalb will ökofinanz-21 sein Profil schärfen sowie vermehrt Tools und Ratings identifizieren, mit denen Vermögensanlagen als wirklich nachhaltig eingeordnet und bewertet werden können. Das Netzwerk, das beispielsweise auch mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zusammenarbeitet, sieht sich hier auch in einer Art Wächterfunktion. (bh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © fotomek – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/21582D66-7E27-4614-936C-6BB83FFC0A42"></div>

 

Aktienfonds dominieren globale ETF-Nachfrage

Amundi hat neue Zahlen zu den globalen ETF-Märkten veröffentlicht. Demnach bleiben die Indexfonds weiter klar auf der Überholspur. Dazu tragen vor allem Aktien-ETFs bei. Auch nachhaltige Produkte verbuchen weiter hohe Zuflüsse.

ETFs waren auch im August weltweit stark gefragt. Marktzahlen von Amundi zufolge flossen Nettomittel von 84,3 Mrd. Euro zu. Anleger favorisierten dabei erneut Aktien-ETFs. Diesen flossen global 60,9 Mrd. Euro an neuen Mitteln zu. Gegenüber dem Vormonatswert von 45,8 Mrd. Euro bedeutet das zudem noch einmal ein deutliches Plus für Aktien-ETFs.

Starke regionale Unterschiede

In Anleihe-ETFs wurden im August Neugelder im Volumen von 23,7 Mrd. Euro investiert, was in etwa dem Niveau des Vormonats entspricht. Die stärksten ETF-Zuflüsse verzeichnete erneut der US-Markt mit insgesamt 73,2 Mrd. Euro bzw. 87% der globalen Mittelzuflüsse. Auf Europa entfielen 10,3 Mrd. Euro bzw. 12%, auf Asien dagegen lediglich 769 Mio. Euro bzw. 1%.

Aktien-ETFs dominieren auch in Europa

Wie im globalen Markt dominieren auch in Europa die Aktienprodukte den ETF-Markt. Europäische Anleger investierten im August 6,67 Mrd. Euro in Aktien-ETFs. Auch das bedeutete einen klaren Anstieg gegenüber dem Vormonat als 5,4 Mrd. Euro zu Buche gestanden hatten. Die beliebtesten Anlageregionen waren weiterhin die Welt und Nordamerika mit 3,5 Mrd. Euro bzw. 2,8 Mrd. Euro. Nachdem seit Jahresbeginn 27 % in US-Aktien-ETFs investiert wurden, hat sich die Nachfrage nach diesem Anlagesegment im August auf 42% beschleunigt.

Nachhaltigkeit statt Finanzen und Value

Ebenfalls auf der Gewinnerseite bleiben nachhaltige ETFs. So flossen 500 Mio. Euro in Klimastrategien. ESG-ETF-Strategien insgesamt flossen 4 Mrd. Euro zu. Das ist zwar weniger als im Vormonat Juli (+6,9 Mrd. Euro) aber immer noch ein deutliches Plus. Der Value-Sektor verzeichnete dagegen weiterhin Abflüsse (− 254 Mio. Euro) Auch Verkäufe von ETFs mit Fokus auf den Finanzsektor setzten sich im August fort. Anleger zogen aus diesem Segment 362 Mio. Euro ab. (mh)

Bild: © maxsim – stock.adobe.com

 

ODDO BHF übernimmt METROPOLE Gestion

Nächste Fusion in Europas Fondslandschaft: ODDO BHF Asset Management übernimmt den französischen Vermögensverwalter METROPOLE Gestion. Das Value-Know-how der METROPOLE-Teams soll das bestehende Produktangebot von ODDO BHF AM sinnvoll ergänzen.

ODDO BHF Asset Management und METROPOLE Gestion geben bekannt, dass ODDO BHF Asset Management SAS 100% des Aktienkapitals von METROPOLE Gestion übernimmt, sofern die französische Finanzmarktaufsicht die Übernahme genehmigt. METROPOLE Gestion ist eine 2002 von François-Marie Wojcik und Isabel Levy gegründete unabhängige französische Vermögensverwaltungsgesellschaft, die auf Value-Investing spezialisiert ist.

Bestehendes Produktangebot von ODDO BHF AM ergänzen

Das Know-how der Teams von METROPOLE Gestion soll das bestehende Produktangebot von ODDO BHF AM ergänzen. Durch den Zusammenschluss kann die METROPOLE-Gestion-Fondspalette über die ODDO-BHF-AM-Vertriebskapazitäten in Europa für institutionelle Anleger, Vertriebsgesellschaften und Vermögensverwaltungsberater angeboten werden, während sich für die ODDO-BHF-AM-Strategien das bereits bestehende Vertriebsnetz von METROPOLE Gestion in den USA und Großbritannien eröffnet.

Größere Reichweite für Value-Know-how

„In über 20 Jahren hat METROPOLE Gestion dank des Vertrauens seiner Anleger und mithilfe eines kompetenten und engagierten Teams ein umfassendes Know-how im Bereich des Value-Investing aufgebaut. Durch den Zusammenschluss erhält dieses Know-how künftig eine noch größere Reichweite“, so Francois-Marie Wojcik, Vorstandsvorsitzender von METROPOLE Gestion. Nicolas Chaput, CEO von ODDO BHF AM, freut sich derweil auf ein Team, dessen Mitglieder man schon lange kenne und das höchste Anerkennung genieße. Die von den METROPOLE-Teams umgesetzten Value-Strategien entsprächen den Erwartungen vieler Kunden von ODDO BHF AM. (mh)

Bild: © metamorworks – stock.adobe.com

 

Metzler lanciert klimafreundlichen Aktienfonds

Metzler Asset Management hat den Metzler Global Ethical Values aufgelegt. Der Aktienfonds ist nach § 9 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert und soll mithilfe klimabezogener ESG-Kriterien den CO2-Fußabdruck um 40% reduzieren.

Die Metzler Asset Management GmbH hat den Publikumsfonds Metzler Global Ethical Values vorgestellt. Der neue Fonds mit Vertriebszulassung in Deutschland und Österreich wird indexnah gemanagt: Er bildet den Aktienindex Global Ethical Values (GEVX) der Börse Hannover ab, an dessen Konzipierung Metzler Asset Management maßgeblich beteiligt war.

Dreistufiger Auswahlprozess

Der GEVX umfasst aktuell 679 Unternehmen, die mithilfe eines bisher einzigartigen dreistufigen Prozesses aus dem Anlageuniversum des Mutterindex‘ Solactive GBS Developed Markets Large & Mid Cap USD herausgefiltert werden. Basis bilden Ausschlusskriterien, die sich an den ethisch-nachhaltigen Normen und Werten der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland, der katholischen Kirche in Österreich und des österreichischen Umweltzeichens orientieren. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Best-in-Class- und die Best-in-Progress-Selektion von Unternehmen mit hoher ESG-Qualität. Im dritten Schritt wird mithilfe einer Indexoptimierung eine nahezu neutrale Abbildung der Regionen- und Sektorengewichte des Mutterindex‘ sichergestellt, um trotz umfangreicher Ausschlusslisten ein ausgeglichenes und breit diversifiziertes Portfolio zu erhalten.

Mehr als 40% niedrigerer CO2-Fußabdruck

Durch die klimabezogenen Ausschlusskriterien wird der CO2-Fußabdruck des GEVX laut Metzler Asset Management um mehr als 40% im Vergleich zum Mutterindex gesenkt. Der Aktienfonds ist nach § 9 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert. Da es sich dabei um ein indexnah verwaltetes Sondervermögen handelt, ist das Management vergleichsweise kosteneffizient möglich. Das resultiert in einer relativ niedrigen Verwaltungsvergütung von 0,60% p. a. (mh)

Bild: © NicoElNino – stock.adobe.com

 

Vermittler entdecken mehr und mehr das Potenzial von ETFs

ETFs sind seit Jahren einer der konstantesten und größten Anlagetrends der Investmentlandschaft. Bei Vermittlern hatten es die passiven Investments dagegen lange Zeit schwer. Das ändert sich nun aber, wie die aktuelle ebase-Vermittler-Fokus-Umfrage zeigt.

Der Nachfrage-Boom bei ETFs setzt sich auch in diesem Jahr fort. Das zeigten zuletzt bereits aktuelle Marktzahlen von Lyxor. Auch Legal & General Investment Management (LGIM) sieht Europas ETF-Markt auf ein neues Rekordjahr zusteuern. Schon in den Jahren zuvor waren die passiven Indexfonds klar auf der Überholspur. Bei Finanzvermittlern hatten es die passiven Investments dagegen lange Zeit noch schwer, nicht zuletzt aufgrund der niedrigeren oder nicht vorhandenen Provisionen. Das ändert sich mittlerweile aber. Auch die Finanzprofis gehen überwiegend von steigender Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft aus.

Finanzvermittler erwarten weiter zunehmende Bedeutung

Laut einer aktuellen Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase) erwarten 86,5% der befragten Finanzvermittler, dass ETFs in den nächsten drei Jahren im Privatkundengeschäft weiter an Bedeutung gewinnen. „ebase verzeichnet seit Jahren eine überdurchschnittlich große Nachfrage nach Exchange Traded Funds, was sich so auch in den Ergebnissen unserer regelmäßigen Umfragen widerspiegelt“, erklärt Kai Friedrich, CEO der ebase. „Insofern ist aus den Ergebnissen der jüngsten Umfrage zu schließen, dass sich die ETF-Nachfrage der Anleger ungebremst fortsetzen dürfte.“

Als Anlageinstrument auch bei Vermittlern angekommen

Lediglich 7,6% der Finanzprofis gehen davon aus, dass die inzwischen erreichte Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft gleichbleiben wird. Gar nur 5,9% der Befragten rechnen mit einer abnehmenden Bedeutung. „Unter dem Strich zeigt dies ganz klar, dass ETFs als Anlageinstrument im Privatkundenbereich angekommen sind und dort auch sicherlich noch weiter an Bedeutung gewinnen werden“, betont Friedrich. „ETFs sind längst nicht mehr nur Investmentprofis vorbehalten und werden somit immer mehr auch für Vermittler in der täglichen Arbeit ein sehr relevantes Thema“, führt er weiter aus.

Großes Angebot, große Nachfrage

Das Angebot an ETFs ist mittlerweile riesig. Waren früher vor allem Standardindizes wie MSCI World, Dax oder Euro Stoxx 50 die Grundlage, lassen sich mit ETFs heute vielfältige Länder, Branchen, Regionen oder auch Anlagestile abbilden. Allein bei ebase können Vermittler und ihre Kunden aus mehr als 1.000 ETFs von über 20 Emittenten wählen, die fast alle sparplanfähig und teilweise sogar VL-fähig sind. Vor allem bei den jungen Anlegergenerationen der Millennials sowie der Generation Z stehen ETFs hoch im Kurs. Auch das spricht dafür, dass der ETF-Trend eher nachhaltig anhalten wird, statt nachzulassen.

Dax-Aufstockung für ETF-Anleger von Bedeutung?

ETFs rückten zuletzt auch im Zuge der Dax-Aufstockung auf 40 Titel in den Fokus. Schließlich müssen die Fonds ihre jeweiligen Indizes abbilden und damit auch die Aufstockung durch den Zukauf der zehn neuen Aktien umsetzen. Zudem zählen ETFs auf den Dax zu den am weitesten verbreiteten in Deutschland. Allein der größte Dax-ETF iShares Core DAX UCITS ETF (DE) hat ein Volumen von über 7 Mrd. Euro. Für Anleger der Dax-ETFs hatte die Aufstockung aber kaum Folgen, da sich am Kurs des Dax durch den größten Umbau in der Geschichte des deutschen Leitindexes nichts geändert hat. Auch rechtlich hat sich für die Anleger von Dax-ETFs nichts geändert, da diese nur den zugrunde liegenden Index abbilden und das auch weiterhin tun – nur, dass nun 40 statt 30 Titel abgebildet werden. Sie erhalten somit lediglich eine breitere Aufstellung ihrer Portfolios als vor der Dax-Aufstockung. (mh)

Bild: © wladimir1804 – stock.adobe.com

 

Nachhaltigkeit dominiert ETF-Absätze in Europa

Im August flossen europaweit rund 10 Mrd. Euro neue Gelder in ETFs. Damit bleiben die passiven Investments auf Wachstumskurs. Dazu tragen vor allem nachhaltige ETFs bei. Sie waren im August für mehr als die Hälfte der gesamten Nettozuflüsse verantwortlich.

Nachdem die bisherige Rekordmarke bei Nettomittelzuflüssen in europäische ETFs bereits im Juli überschritten worden war, setzte sich die Entwicklung der vergangenen Monate auch im August fort. Innerhalb eines Monats flossen ETFs weitere 10 Mrd. Euro zu. Das zeigt der Lyxor Money Monitor August 2021. Der Appetit der Anleger auf Risikoanlagen ließ somit auch im August nicht nach.

Anlageklassen im Fokus

Aktienfonds sammelten die meisten Vermögenswerte ein, während sich die Zuflüsse in festverzinsliche Wertpapiere weiter erholten. Bei Aktien erfreuten sich ETFs und offene Fonds über Nettozuflüsse in Höhe von 25,5 Mrd. Euro. Dabei flossen 18,9 Mrd. Euro in Fonds und 6,5 Mrd. Euro in ETFs. Besonders gefragt waren der Gesundheitssektor sowie US-amerikanische und japanische Werte. Im Fixed-Income-Bereich sammelten ETFs immerhin 3,1 Mrd. Euro ein.

ESG-ETFs als Treiber

Nachhaltige ETFs setzten ihren starken Trend fort und sammelten im August 5,2 Mrd. Euro ein. Seit Jahresbeginn belaufen sich ihre Zuflüsse auf insgesamt 55,9 Mrd. Euro. Damit stehen sie für fast die Hälfte der gesamten Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt. Eine gegenläufige Entwicklung war bei Smart-Beta-ETFs zu beobachten. Diese mussten Abflüsse in Höhe von 400 Mio. Euro hinnehmen. Anleger kehrten Lyxor zufolge zu defensiveren Portfoliobausteinen wie Quality zurück, während Value-ETFs weiter an Attraktivität verloren. (mh)

Bild: © Nuthawut – stock.adobe.com

 

Alternatives auf Rekordkurs in der Investmentwelt

Alternatives haben bei Investoren in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung setzt sich laut einer Gemeinschaftsstudie von Amundi und Preqin auch in diesem Jahr fort.

Preqin, der weltweit führende Anbieter von Daten, Analysen und Marktinformationen zu alternativen Assets, hat zusammen mit Amundi den Bericht „Alternative Assets in Europa 2021“ veröffentlicht, der Investoren verlässliche Daten zu Alternatives bieten soll. Die Studie untersucht, wie sich die Branche der Alternative Assets in den wichtigsten Sektoren und Anlageklassen entwickelt hat, und zeigt aktuelle Trends in 13 europäischen Schlüsselmärkten auf.

Wachstum nicht zu stoppen

Dem Bericht zufolge verfügten die in Europa ansässigen Fondsmanager für alternative Assets im Dezember 2020 über ein verwaltetes Vermögen von 2,06 Bio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von mehr als 13%. Alternatives seien zudem auf dem besten Weg, 2021 zu einem Rekordjahr für die Mittelbeschaffung zu machen. In den fünf Jahren ist das verwaltete Vermögen um insgesamt 58% gestiegen. Europa macht nun 24% der globalen Investments für alternative Assets aus.

Fundraising auf der Überholspur

Fundraising, Investitionen und Performance haben sich im ersten Halbjahr 2021 beschleunigt. Im ersten Halbjahr 2021 konnten General Partners in Europa 59% des gesamten Fundraising-Volumens 2020 einsammeln. Trotz der praktischen Herausforderungen aufgrund von Reisebeschränkungen und weniger persönlichen Meetings war dies der zweithöchste Wert aller Zeiten. Die Investmentteams waren stark ausgelastet, sodass die im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossenen Private-Capital-Transaktionen bereits 83% des Gesamtwerts 2020 ausmachen. Risikokapital, Infrastruktur und Private Equity waren hier die aktivsten Sektoren.

Ansprechende Performanceaussichten

Die seit dem zweiten Quartal 2020 stärker gewordenen Aktien- und Fremdkapitalmärkte haben zu lebhaften Verkaufsaktivitäten geführt. Dazu zählten nicht nur Börsengänge, sondern auch Tradings und Refinanzierungen. Die Renditedaten von Limited-Partnership-Fonds in den ersten Jahren seien zwar nur ein Indikator für die künftige Performance. Der Mittelwert der Nettorenditen für Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds (PEVC) des Jahres 2018 lag aber bei 22,0%, während er zuvor bereits in den Jahren 2011 bis 2017 von 14,0 % bis 19,4% gestiegen war. Diese ansprechenden Performanceaussichten dürften in Zukunft noch mehr Kapital in europäische alternative Anlagen locken.

Infrastruktur und reale Vermögenswerte als Antreiber

Infrastruktur gewinnt innerhalb der Alternatives zunehmend an Bedeutung. Die Regierungen in ganz Europa treiben Investitionen voran, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Ziele zur Kohlenstoffreduktion zu erreichen. Gleichzeitig steigt aufgrund der hohen Staatsverschuldung infolge von Corona die Nachfrage nach privatem Kapital. Das in Europa verwaltete Infrastrukturvermögen ist in den letzten fünf Jahren bemerkenswert gewachsen. Ende 2020 lag es bei fast 250 Mrd. Euro. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag seit 2015 bei 22%.

Massive Korrektur bei Immobilieninvestments bleibt aus

Auch die Immobilieninvestitionen bleiben gemessen an der Zahl der Deals auf dem Vormarsch. Im ersten Halbjahr 2021 lag die Zahl der Deals bei 54% der Anzahl im gesamten Jahr 2020, die wiederum deutlich unter der Zahl von 2019 lag. Die Pandemie löste somit keine massive Korrektur der Immobilienbewertungen aus. Das spiegelt sich in einem Anstieg der AUMs (Assets under Management) in Immobilien um 9% auf 177 Mrd. Euro im Vergleich zu 2020 wider, obwohl das Fundraising nicht besonders stark war.

Hedgefonds steigen wieder in der Gunst

In einem für die Märkte weltweit herausfordernden Jahr beendeten Hedgefonds mit europäischem Schwerpunkt 2020 mit einem durchschnittlichen Plus von 7,04% positiv. Und die Dynamik hält auch 2021 an. Nach Rekordabflüssen von –31,8 Mrd. Euro im ersten Quartal 2020 im Zuge des Ausverkaufs an den Aktienmärkten stabilisierten sich die Hedgefonds und akquirierten in der zweiten Jahreshälfte Kapital. Nettomittelzuflüsse in Höhe von 32,2 Mrd. Euro bedeuteten eine Trendwende für eine Anlageklasse, die in den letzten fünf Jahren der Hausse beständig Abflüsse verzeichnen musste. Europa kommt nun allmählich aus einer langen Rezessionsphase heraus. Hedgefonds seien hier am besten positioniert, um von einer erwarteten Volatilitätssteigerung auf dem Markt zu profitieren. (mh)

Bild: © Chris Titze Imaging – stock.adobe.com

 

Deutsche werden gegenüber Aktien zunehmend offener

Aktien haben es bei den Deutschen traditionell schwer. Zuletzt ist der Anteil der Aktienbesitzer aber erneut gestiegen. Zudem schwinden die Ängste und Vorurteile. Das zeigt eine repräsentative Studie der Aktien pro Aktie.

<p>Die Deutschen freunden sich allmählich mit Aktien an. Der Anteil der Aktienbesitzer wächst seit Jahren und liegt nun bei 36%. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist der Anteil sogar um zwölf Prozentpunkte gestiegen. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Aktienkultur in Deutschland“, für die im Juli und August 2021 insgesamt 2.000 Deutsche ab 18 Jahren online befragt wurden.</p><h5>Girokonto und Sparbuch verlieren an Attraktivität</h5><p>Allerdings legen die Deutschen ihr Geld immer noch am liebsten auf ihr Girokonto (69%) oder ihr Sparbuch (33%). Allerdings verlieren diese beiden klassischen Anlagen beständig an Attraktivität. Im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr sind es jeweils minus vier Prozentpunkte. 2019 waren es beim Girokonto noch 78%, beim Sparbuch 41%.</p><h5>So sieht der typische Aktienbesitzer aus</h5><p>Der typische deutsche Aktienbesitzer ist ein Mann mittleren Alters. Der Befragung zufolge haben 45% der Männer, aber nur 27% der Frauen Aktien im Depot. Vor allem bei den 35– bis 44-Jährigen ist der Aktionärsanteil deutlich angestiegen. Dort liegt er mit 44% am höchsten von allen Altersgruppen. Wer in Wertpapiere investiert, verlässt sich oft auf die Expertise der professionellen Fondsmanager. 18% der Deutschen besitzen Aktienfonds, 16% Wertpapiersparpläne und 14% Einzelaktien. ETFs sind noch nicht ganz so populär. 11% der Deutschen nutzen die passiven Investments mittlerweile als Geldanlage.</p><h5>Verbesserter Ruf</h5><p>Im Lauf der vergangenen Jahre hat sich insbesondere auch der Ruf von Aktien verbessert. So sehen sie 35% der Deutschen als gute Geldanlage. Im Vorjahr waren es 34%, 2018 nur 29%. Nur noch 9% halten sie für Zockerpapiere, nach 10% im Vorjahr und 12% im Jahr 2018. 2014 sahen sogar noch 18% der Befragten, in Aktien vor allem ein Spielzeug für Zocker sahen. Ängste werden derweil Stück für Stück abgebaut. Im vergangenen Jahr hatte noch gut ein Viertel der Befragten ohne Aktien Angst, bei einem Aktienkauf Geld zu verlieren. In diesem Jahr war es nur noch gut ein Fünftel. Befürchtungen, die falschen Aktien zu kaufen, hatten nur noch 17% statt 20%.</p><h5>Corona-Pandemie hinterlässt Spuren</h5><p>Sorgen bereitet allerdings nach wie vor die Corona-Pandemie. 14% der Befragten hatten auf Grund von Einkommenseinbußen in der Corona-Krise schlicht kein Geld übrig für den Einstieg in den Aktienmarkt. 13% haben Bedenken, dass die Renditen krisenbedingt sinken, 14% sind verunsichert angesichts der Wirtschaftskrise und der möglichen Folgen für die Aktienmärkte. Allerdings hellt sich der Ausblick für die Deutschen auf: Im vergangenen Jahr waren es noch 22%, die auf Grund von Corona-Sorgen auf ein Aktieninvestment verzichteten. 60% der Deutschen, die bisher noch keine Wertpapiere besitzen, können sich eine entsprechende Investition aber grundsätzlich vorstellen. (mh)</p><p>Der Berichtsband mit sämtlichen Ergebnissen der Studie steht unter <a target="_blank" href="https://www.aktion-pro-aktie.de&quot; target="_blank" >www.aktion-pro-aktie.de</a&gt; zum Download zur Verfügung.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © studio v-zwoelf – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/F33485C0-1C31-4D1A-BBEA-443E9060B6BC"></div>

 

So investieren Millennials und die Generation Z

Der Neobroker BUX hat sich in einer aktuellen Studie mit dem Investitionsverhalten von Millennials sowie der Generation Z beschäftigt. Die jungen Generationen legen demnach andere Schwerpunkte als ältere Anleger. Überraschende Erkenntnisse lieferte die Studie aber vor allem zu ihren Hauptinformationsquellen.

Der europäische Neobroker BUX hat die Ergebnisse seines ersten Berichts über das Investitionsverhalten unterschiedlicher Generationen vorgestellt. Ziel der Studie war es, die Beweggründe der NextGen-Investoren, also der Generation Z und der Millennials, besser zu verstehen. Zunächst einmal stellte die Analyse ein wachsendes Interesse der neuen Generationen an der Geldanlage fest.

Stark gestiegenes Interesse an Geldanlage

Das gestiegene Interesse lasse sich durch verschiedene Faktoren erklären, darunter die Pandemie, bestehende wirtschaftliche Herausforderungen sowie das Aufkommen mobiler Investmentplattformen. Dieser Trend zeige sich unter anderem im starken Anstieg der Kundenanzahl von BUX Zero. So legte die Kundenzahl der Generation Z im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 112% zu. Bei den Millennials lag das Plus sogar bei 118%.

Fokus auf innovative und nachhaltige Unternehmen

Trotz gewisser Generationsunterschiede haben Millennials und die Generation Z laut BUX einen gemeinsamen Fokus beim Investieren: innovative Unternehmen, die die Art und Weise, wie wir leben, verändern. Eine Analyse der von BUX-Zero-Kunden am häufigsten gekauften Aktien zeigt, dass Apple und Tesla zu den beliebtesten Aktien in den Portfolios der nächsten Generation gehören. Anleger der Generation Z setzen dabei aber auf eine stärker diversifizierte Anlagestrategie. Sowohl bei der Gen Z als auch bei den Millennials werden Investitionen in Aktien innovativer Unternehmen um nachhaltige Unternehmen wie etwa Beyond Meat ergänzt.

Keine dramatischen Anlageunterschiede

Beide Generationen investieren ergänzend auch in klassische Blue Chips wie Apple und ASML. „Die generationsübergreifenden Unterschiede zwischen der Generation Z und den Millennials sind zwar in anderer Hinsicht ausgeprägter, aber nicht so dramatisch, wenn es darum geht, ein Portfolio aufzubauen, das ihren Vorstellungen entspricht”, kommentiert Nils-Hendrik Höcker, Country Head für Deutschland und Österreich bei BUX, die Studienergebnisse.

ETFs sind bei der neuen Generation von Anlegern beliebt

Bei der Anlage in ETFs zeigt insbesondere die Gen Z ein großes Interesse an Unternehmen, die auf Innovation ausgerichtet und weitere Zukunftsthemen sind. Zu den beliebtesten gehören der IShares Nasdaq-ETF, der sich auf den Technologiesektor konzentriert, der iShares Automation & Robotics ETF, der Robotik- und Automatisierungssektor, der Gesundheitssektor ETF iShares Healthcare Innovation ETF und der L&G Cybersecurity ETF für den Cybersicherheitssektor. Auf dem ersten Platz landet aber der Vanguard S&P 500 Index, der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen abbildet. Die Generation der Millennials verhält sich beim Investieren sehr ähnlich. Auch hier führen die ETFs der innovativsten Unternehmen die Liste an.

YouTube und Influencer als Hauptinformationsquellen

Millennials und Anleger der Generation Z zeigen laut BUX, dass sie auf der Grundlage ihrer Portfolios zu durchdachten, langfristigen Investitionen neigen. Eine Besonderheit sei allerdings, wie sie sich ihre Informationen beschaffen. Ihre Hauptinformationsquelle sind demnach YouTube und Influencer. Darüber hinaus werden von beiden Generationen auch Podcasts als Quelle genannt. Noch überraschender sei, dass Elon Musk und Joe Biden als Influencer des Investitionsverhaltens der Generation Z gelten. (mh)

Der vollständige Bericht von BUX über das Investitionsverhalten der nächsten Generationen ist hier zu finden.

Bild: © Mirko Vitali – stock.adobe.com

 

Jupiter öffnet ESG-Aktienstrategie für deutsche Anleger

Jupiter Asset Management bringt die Global-Sustainable-Equities-Strategie nach Deutschland. Der Fonds zielt darauf ab, weltweit qualitativ hochwertige Unternehmen zu identifizieren, die den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt maßgeblich vorantreiben.

Jupiter Asset Management hat den Jupiter Global Sustainable Equities SICAV aufgelegt. Damit macht der Investmentmanager die Strategie des gleichnamigen britischen Onshore-Vehikels, das bereits 2018 auf den Markt gebracht wurde, nun auch für deutsche und internationale Anleger zugänglich. Der Fonds wird vom Jupiter-Sustainable-Investing-Team unter der Leitung von Abbie Llewellyn-Waters, Head of Sustainable Investing, verwaltet und zielt darauf ab, qualitativ hochwertige, globale Unternehmen zu identifizieren, die den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt maßgeblich vorantreiben.

Drei Schlüsselfaktoren im Fokus

Im Fokus der Jupiter-Global-Sustainable-Equities-Strategie stehen Unternehmen, die die drei Schlüsselfaktoren Planet, Mensch und Profit konsequent in Einklang bringen. Renditesteigerungen sollen durch Investitionen in Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell langfristig ausrichten, erzielt werden. Der Aktienfonds weist laut Jupiter Asset Management ein attraktives Risikoprofil auf und orientiert sich zudem an den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs), dem UN Global Compact sowie dem in Paris vereinbarten Ziel einer Netto-Null-Wirtschaft bis 2050.

Konzentriertes Portfolio

Der Fonds investiert in Unternehmen, die finanziell stabil und operativ effizient aufgestellt sind, sowie eine robuste Rentabilität aufweisen. Das Fondsmanagementteam ist überzeugt, dass dies die langfristigen Renditechancen der Anleger erhöht und die Volatilität reduziert. Das „High-Conviction“-Portfolio vereint etwa 35 bis 45 weltweit börsennotierte Unternehmen mit geringem CO2-Fußabdruck. Ein hauseigener, jährlicher Impact Report soll einen detaillierten Überblick über die positiven ökologischen und sozialen Auswirkungen des mittels der Strategie investierten Kapitals bieten. (mh)

Bild: © thodonal – stock.adobe.com