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So stark hat sich der deutsche Fondsmarkt 2020 entwickelt

Von Krise war am deutschen Fondsmarkt im vergangenen Jahr keine Spur. Das verwaltete Vermögen legte im Jahresverlauf kräftig zu und erreichte einen neuen Rekordwert. Besonders gut lief es für den Teilbereich der nachhaltigen Fonds.

Der deutsche Fondsmarkt hat sich im Jahr 2020 trotz der Corona-Krise sehr gut entwickelt und mit 3,85 Bio. Euro ein neues Rekordvermögen erreicht. Insgesamt investierten Anleger 127 Mrd. Euro neue Gelder in Publikums- und Spezialfonds. Trotz Corona verbuchten Fonds damit das drittbeste Absatzjahr ihrer Geschichte. „Die hohen Zuflüsse unterstreichen die wichtige Rolle von Fonds in der Altersvorsorge und belegen die Bedeutung des Vertriebs in turbulenten Börsenphasen“, kommentierte BVI-Präsident Alexander Schindler die Zahlen auf der Jahrespressekonferenz des Fondsverbands.

 
So stark hat sich der deutsche Fondsmarkt 2020 entwickelt

Seit 2010 mehr als verdoppelt

Die Fondsbranche knüpfte 2020 an einen beeindruckenden Wachstumstrend an. Seit 2010 hat sich das verwaltete Vermögen mehr als verdoppelt (siehe Grafik) und ist so der mit Abstand größte Fondsmarkt in Europa. „Deutschland ist seit vielen Jahren der größte Fondsmarkt in Europa“, sagt Schindler. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank entfallen auf Deutschland mittlerweile 24% des Fondsvermögens von Anlegern in Europa. Es folgen Frankreich und England mit jeweils 14% und Italien mit 9%.

Boom privater Sparpläne

Offene Spezialfonds verbuchten mit 80 Mrd. Euro zwar 63% des Neugeschäfts. Offene Publikumsfonds haben die Zuflüsse im Vergleich zum Vorjahr aber von 17 auf 43 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Knapp die Hälfte davon entfiel auf Aktienfonds. Vor allem das regelmäßige Sparen privater Anleger ist laut BVI zu einer stabilen Komponente im Fondsneugeschäft geworden. „Da Sparbücher keine Erträge mehr abwerfen, beobachten wir ein zunehmendes Interesse an Fondssparplänen“, so Schindler. Der Fondsverband schätzt, dass mittlerweile weit über 10 Millionen Deutsche regelmäßig in Fondssparpläne einzahlen.

Nachhaltige Fonds legen kräftig zu

Neben Sparplänen gibt es einen weiteren großen Boom innerhalb der deutschen Fondslandschaft. Nachhaltige Fonds verwalteten zum Jahresende 2020 insgesamt 147 Mrd. Euro. Damit sind sie zwar weiter eine Nische. Das Wachstum lag aber bei 29% bzw. In absoluten Zahlen bedeutete das eine Steigerung um 33 Mrd. Euro. Noch besser sieht die Bilanz bei Privatanlegern aus. Nachhaltige Publikumsfonds steigerten das Volumen im Jahresverlauf sogar um 52% auf nunmehr 91 Mrd. Euro. (mh)

Bild: © Monopoly919 – stock.adobe.com

 

Impact Investing ermöglicht Rendite und nachhaltige Wirkung

Nachhaltige Geldanlage erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Die Motive der Anleger sind aber unterschiedlich. Stehen konkrete positive Wirkungen im Vordergrund, kann Impact Investing eine Lösung sein. Von Eric Rice, Leiter für aktiv gemanagte Impact-Aktienstrategien bei BlackRock.

Krisen bergen auch Chancen. Kaum etwas zeigt das so eindrücklich wie die nachhaltige Geldanlage, denn die Corona-Krise hat diesen Trend nochmals beschleu­nigt. Die Motive dafür sind vielfältig. Daher bietet es sich an, zunächst die jeweilige Anlegermotivation zu erkennen, um im nächsten Schritt individuell passende Lösungen zu finden. BlackRock ordnet die unterschiedlichen Motive für nachhaltige Investments in ein Spektrum ein. Dieses beginnt beim reinen Ausschluss strittiger Bereiche durch Filter in Bezug auf Umwelt- und soziale Kriterien sowie Aspekte der Unternehmensführung (ESG) – sozusagen die „Grundform“. Es geht weiter über die Optimierung des ESG-Wertes mit Blick auf den angestrebten Tracking Error beziehungsweise sozial verantwortliche Anlagelösungen (SRI), die auf Branchenvorreiter setzen. Zudem können sich Anleger dafür entscheiden, bestimmte nachhaltige Ziele wie Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) oder Diversität (Diversity) zu unterstützen. Und schließlich reicht das Spektrum bis zur bewussten Förderung von Nachhaltigkeit durch Impact Investing.

Konkrete Wirkung im Fokus

Wer mit ESG-Fokus anlegt, schaut auf die operative Führung von Unternehmen. Dazu gehören beispiels­weise der Umgang mit Mitarbeitern, Programme zur Talentbindung und Arbeitsschutzmaßnahmen, Diversität in der Unternehmensleitung und Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Lieferkette. Beim Impact Investing geht es vielmehr darum, welche Produkte und Dienstleistungen ein Unternehmen erbringt und welche positive Wirkung (Impact) auf Umwelt und Gesellschaft es damit erzielt. Dazu gehören unter anderem besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung, Förderung der finanziellen und digitalen Inklusion, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Förderung erneuerbarer Energien, Unterstützung bei der Beseitigung und Verhinderung von Umweltverschmutzung sowie die nachhaltige Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Wasser.

Mehr als nur Rendite als Ziel

Aus Sicht von BlackRock verfolgt Impact Investing neben der Rendite vier Ziele: erstens Intentionalität, sprich eine positive Wirkung in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft. Zweitens Materialität, also dass Kernprodukte bzw. -dienstleistungen der Unternehmen im Portfolio dazu beitragen, die beabsichtigten Wirkungen zu erzielen. Dabei dienen als Maßstab zum Beispiel die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN SDGs), zu denen nachhaltige und moderne Energie für alle, geringere Ungleichheit und widerstandsfähige Infrastruktur gehören. Drittens Additionalität: dass die Anlagestrategie zu Ergebnissen zugunsten von Umwelt und Gesellschaft führt, die es ohne sie wahrscheinlich nicht geben würde. Und viertens Messbarkeit, sprich dass sich die positive Wirkung quantifizieren lässt. Damit ist Impact Investing ein besonders konkreter Weg nachhaltiger Geldanlage. Die Auswahl geeigneter Impact Investments ist anspruchsvoll. Idealerweise sollten quantitative und qualitative Kennzahlen in sie einfließen. Orientierung dabei bieten das Global Impact Investing Network (GIIN), das Impact Management Project (IMP), die International Finance Corporation (IFC) sowie die Green Bond Principles bzw. European Green Bond Standards.

Verschiedene Zugangswege

Traditionell wählen Impact-­Anleger den Weg über Fremdkapitalfinanzierungen oder über Equity-Engagements an den Privatmärkten. So erfreuen sich im Segment der alternativen Anlagen an Privatmärkten unter anderem Infrastruktur­investments in erneuerbare Energien steigender Nachfrage. Es gibt jedoch auch schon seit Längerem Entwicklungen im Anleihesegment, wo das Interesse an Green Bonds stark wächst. Staaten und Unternehmen begeben diese grünen Anleihen, um gesellschaftliche Ziele im Hinblick auf Klimawandel und Umweltschutz zu finanzieren.

Daneben wächst das Interesse an Strategien über Aktien öffentlich gelisteter Unternehmen. Aus Investorensicht ist dabei interessant, dass Analysten gelistete Impact-orientierte Unternehmen in der Regel nicht so stark auf dem Radar haben wie traditionelle börsennotierte Firmen. Hinzu kommt: Impact-Firmen verfügen in der Regel stärker über intellektuelles Kapital als andere, was der Markt nicht unbedingt angemessen einpreist. Daraus ergeben sich Ineffizienzen mit entsprechendem Renditepotenzial.

Impact-Aktienstrategien sind im Kommen

Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Der Staat Indonesien in Südostasien ist ein wahres Inselparadies mit mehr als 6.000 größeren und kleineren Eilanden. Das klingt traumhaft, doch es gibt eine Kehrseite dieser geografischen Gliederung. Die Bewohner der entlegenen Inseln leben häufig ohne die meisten Vorzüge einer öffentlichen Infrastruktur. Dies gilt auch für Finanzdienstleistungen, zu denen viele Indonesier nur begrenzt Zugang haben. Dabei kann finanzielle Inklusion gerade für die Unterprivilegierten im Lande entscheidend sein, um sich selbst eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen und damit den eigenen Lebens­standard zu verbessern.

Hier setzt die Bank Rakyat an. Sie konzentriert sich auf Finanzdienstleistungen für diejenigen in Indonesien und Südostasien, die damit traditionell nicht ausreichend versorgt sind – etwa in Form von Mikrokrediten, um ein kleines Lebensmittelgeschäft, einen Händlerstand oder eine Landwirtschaft aufzubauen. Dies zahlt unmittelbar auf zwei Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ein: angemessene Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum (Ziel 8) sowie verminderte Ungleichheit (Ziel 10). Um dies zu ermöglichen, ist die Bank Rakyat selbst auf Zugang zu Refinanzierungsmöglichkeiten angewiesen. Als börsennotiertes Unternehmen nutzt sie den Kapitalmarkt, um ihr anhaltendes Wachstum zu finanzieren.

Um solche Chancen für Rendite und Impact in der Breite und möglichst umfassend zu nutzen, bietet sich eine globale Impact-Aktienstrategie an. Eine solche kann zum Beispiel die CO2-Intensität der Portfoliounternehmen um bis zu 70% gegenüber dem breiten Markt reduzieren. Gleichzeitig ist eine Wertentwicklung von 400 Basispunkten über dem globalen Aktien­markt möglich. Das zeigt, wie Impact Investing in der Praxis eine konkret messbare positive Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft und gleichzeitig auch eine finanzielle Rendite ermöglicht.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 02/2021, Seite 56 f. und in unserem ePaper.

Bild: © gustavofrazao – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Eric Rice

BNP Paribas launcht ersten Inklusionsfonds der Welt

BNP Paribas Asset Management legt den ersten Themenfonds, der in Unternehmen investiert, die auf ein langfristiges Wachstum ausgerichtet sind und gleichzeitig zur Verringerung sozialer Ungleichheiten beitragen soll. Hierfür wurde ein eigener Inclusion Score entwickelt.

<p>BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) erweitert mit BNP Paribas Inclusive Growth sein Angebot an Themenfonds. Ziel der Anlagestrategie ist die Erwirtschaftung von Erträgen durch Investitionen in Unternehmen mit einem proaktiven Ansatz zum Abbau von Ungleichheiten bei Einkommen, Bildung, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, geografischer Herkunft, Alter oder Behinderung.</p><h5>Sozialen Faktoren und finanzielle Rendite</h5><p>Der BNP Paribas Inclusive Growth investiert in Unternehmen, die positiv zu einer vielfältigen Gesellschaft beitragen und ein Wachstum unterstützen, das möglichst vielen Menschen zugutekommt. Die Anlagestrategie des Fonds geht fünf wesentliche sozialen Herausforderungen an:</p><ul><li>Schutz der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft</li><li>Förderung sozialer Mobilität</li><li>Zugang zu guten Waren und Dienstleistungen</li><li>Wahrung ethischer Prinzipien im Geschäftsleben</li><li>Reduzierung von CO<sub>2</sub> und Erhaltung der Artenvielfalt</li></ul><h5>Selbst entwickelte Methodik</h5><p>BNPP AM hat eine eigene Methode entwickelt, die quantitative Research-Expertise mit den Fähigkeiten seines ESG-Expertenteams kombiniert. Berücksichtigt werden darin zum Beispiel Arbeitsverträge, Arbeitsbedingungen, Lohngleichheit, Mitarbeiterherkunft, Anteil der weiblichen Führungskräfte, Talentmanagement, Berufsausbildung, Produkt- und Dienstleistungsangebot für Verbraucher mit niedrigem Einkommen und die Vergütungspolitik für Führungskräfte. </p><h5>Fokus auf soziale Faktoren</h5><p>Der ermittelte Inklusionswert (Inclusion Score) soll die Identifizierung von Unternehmen ermöglichen, die innerhalb des Anlageuniversums inklusive Wachstumsführer sind. Er enthält eine verstärkte Gewichtung sozialer Faktoren, die 65% des Gesamtwerts ausmachen, weitere 20% entfallen auf Governance-Kriterien und 15% auf Umwelt-Aspekte. Unternehmen mit einem Wert unter 20 werden automatisch aus dem Anlageportfolio ausgeschlossen. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Marko2811 – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/4899BE04-2EE9-481E-A20A-CDEE71C8B0C8"></div>

 

J.P. Morgan AM legt nachhaltigen Income-Fonds auf

Mit dem JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund hat J.P. Morgan AM einen neuen ertragsorientierten Mischfonds vorgestellt. Er setzt auf einen bewährten Multi-Asset-Income-Prozess, ergänzt ihn aber um drei Nachhaltigkeitsebenen.

J.P. Morgan Asset Management erweitert die Palette der ertragsorientierten flexiblen globalen Mischfonds um eine nachhaltige Variante. Der JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund wird wie der Income-Klassiker JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund vom Portfoliomanagerteam unter der Leitung von Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum verantwortet.

Nachhaltige Ertragschancen rund um den Globus

Auf Basis des seit mehr als zwölf Jahren etablierten flexiblen Multi-Asset-Income-Investmentprozesses identifiziert der Global Income Sustainable Fund die besten nachhaltigen Ertragschancen rund um den Globus. Um dies zu erreichen, werden einerseits Branchen ausgeschlossen, die als nicht nachhaltig gelten. Andererseits wird das Portfolio aktiv auf führende Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) ausgerichtet.

Gezielte Ausschlüsse bestimmter Bereiche

Im zweiten Quartal 2020 wurde bereits für die Income-Strategie von J.P. Morgan Asset Management die vollständige ESG-Integration durchgeführt. Sie berücksichtigt damit wesentliche Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren im Investmentprozess. Im Global Income Sustainable Fund gibt es darüber hinaus normen- und wertbasierte Ausschlüsse von Sektoren, die nicht als nachhaltig angesehen werden. Dazu gehören Branchen wie Kohle und Atomkraft, Waffen, Tabak, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung und Öl/Gas. Zudem werden Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die „UN Global Compact“-Norm verstoßen. Und schließlich können Ausschlüsse auf Basis der ESG-Analysen der verschiedenen Investment-Teams erfolgen.

Fokus auf überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte

Als dritte Nachhaltigkeitsebene legt das Management des Global Income Sustainable Fund einen besonderen Fokus auf solche Unternehmen, die überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte ausweisen und beispielsweise helfen, die Energiewende zu gestalten. Um diese zu identifizieren nutzt das Management quantitative und qualitative Methoden sowie die globalen Research-Kapazitäten von J.P. Morgan Asset Management. Im Vergleich zum Durchschnitt des Multi-Asset-Income-Investment-Universums erzielt der Global Income Sustainable Fund damit ein höheres ESG-Rating und weist signifikant geringere CO2-Emissionen auf – derzeit liegt dieser Wert bei 68%. Die Überschneidung des nachhaltigen Income-Fonds mit dem Income-Klassiker solle nur rund 30% betragen, damit sich beide Fonds sinnvoll ergänzen. (mh)

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ETFs feiern starken Jahresauftakt

Passive Investments bleiben auch 2021 im Trend. Europaweit sammelten ETFs im Jahr mehr als 15 Mrd. Euro neue Gelder ein. Besonders gefragt waren nachhaltige Produkte. Das geht aus einem aktuellen Marktbericht von Lyxor hervor.

Lyxor hat den ETF Money Monitor für Januar 2021 veröffentlicht. ETFs verbuchten dem Markbericht zufolge im Januar Zuflüsse in Höhe von 15,3 Mrd. Euro. Davon entfielen 1,9 Mrd. Euro auf Fixed-Income-ETFs und 12,9 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs. Die passiven Investmentfonds bleiben demnach weiterhin im Trend.

Nachhaltige ETFs besonders hoch im Kurs

Besonders stark waren im Januar nachhaltige Produkte gefragt. ESG-ETFs sammelten 8,6 Mrd. Euro ein. Das ist nicht nur mehr als die Hälfte der gesamten ETF-Zuflüsse, sondern auch der bisher zweitgrößte monatliche Zufluss der Geschichte. 7,2 Mrd. Euro entfielen dabei auf nachhaltige Aktien-ETFs, 1,4 Mrd. Euro auf ESG-Anleihen-ETFs. Breit angelegte ESG-ETFs stellen mit 83,3 von 96,5 Mrd. Euro des verwalteten Vermögens nach wie vor den Löwenanteil unter den ESG-ETFs. Sie verzeichneten auch über die letzten zwölf Monate mit 45,3 Mrd. Euro die meisten Zuflüsse.

Leichte Abflüsse aus Geldmarkt-ETFs

Neben nachhaltigen Produkten waren Smart-Beta-ETFs gefragt. Sie verbuchten im Januar Zuflüsse von 1,2 Mrd. Euro. Treiber für diese Entwicklung war laut Lyxor die Rotation in Value, die das Interesse der Anleger weckte. Geldmarkt-ETFs zählten hingegen zu wenigen Verlieren. Im Januar büßten sie unter dem Strich 0,2 Mrd. Euro ein. (mh)

Bild: © Aksana Kavaleuskaya – stock.adobe.com

 

vzbv warnt vor Greenwashing bei nachhaltigen Geldanlagen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat ein Gutachten sowie eine Umfrage zur Wirkung nachhaltiger Geldanlagen veröffentlicht. Demnach ist kaum eine direkte Wirkung nachhaltiger Geldanlagen nachweisbar. Der vzbv fordert daher Maßnahmen gegen Vertriebsmissbrauch in Form von Greenwashing.

Als nachhaltig beworbene Geldanlagen führen nicht automatisch zu mehr Nachhaltigkeit. Zu diesem Fazit kommt ein Gutachten der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Marco Wilkens und Prof. Dr. Christian Klein im Auftrag des vzbv. Zwar können nachhaltige Geldanlagen demnach durchaus eine positive Wirkung entfalten. Wahrscheinlicher sind dabei indirekte Effekte, zum Beispiel, wenn Verbraucher über eine Geldanlage für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.

Kaum direkte Effekte nachweisbar

Direkte Effekte über den Kapitalmarkt seien zwar auch möglich, aktuell aber kaum nachweisbar. Prinzipiell können sie über einen Verzicht auf Rendite durch Verbraucher erreicht werden, zum Beispiel, wenn in Folge der Geldanlage in bisher nicht rentable regenerative Energien investiert wird. Angebote der Finanzindustrie, die mit einem direkten Beitrag ihrer Anlageprodukte zu bestimmten Nachhaltigkeitszielen werben, und zugleich marktübliche Renditen versprechen, müssten demnach kritisch hinterfragt werden.

Erwartungen ein Stück weit naiv

„Nachhaltigkeit muss mehr sein als ein Werbeversprechen. Das gilt auch am Finanzmarkt. Deshalb ist es entscheidend, ob Geldanlagen tatsächlich zu mehr Nachhaltigkeit führen. Das Gutachten zeigt, dass die bisherigen Erwartungen zur Wirkung nachhaltiger Geldanlagen ein Stück weit naiv waren“, meint vzbv-Vorstand Klaus Müller. Die große Gefahr für Verbraucher sei, dass Anbieter das Grüne vom Himmel versprechen, ohne dass sich tatsächlich etwas bewegt. „Die Politik muss falschen Vertriebs- und Werbeversprechen deshalb einen Riegel vorschieben“, so Mülller.

Wirkung nachhaltiger Anlagen entscheidend

Der vzbv fordert, dass Anlagen nur als nachhaltig bezeichnet werden, wenn sie einen messbaren Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen leisten. „Denn am Ende des Tages müssen Banken, Versicherer und Finanzvertriebe auch für ihre Nachhaltigkeitsversprechen haftbar gemacht werden können“, meint Müller. Nach Plänen der EU-Kommission müssen Verbraucher künftig bei Anlage- und Versicherungsberatungen gefragt werden, ob sie nachhaltig anlegen wollen. Aktuell ist jedoch noch unklar, unter welchen Umständen Finanzanlagen als nachhaltig bezeichnet werden dürfen. Der vzbv fordert, die gesetzliche Definition nachhaltiger Geldanlagen konsequent an der Wirksamkeit auszurichten. Das vorliegende Gutachten liefere dazu eine wissenschaftliche Fundierung.

Verbraucher mehrheitlich bereit, nachhaltig anzulegen

Parallel zum Gutachten veröffentlicht der vzbv eine beim Meinungsforschungsinstitut Kantar beauftragte, repräsentative Umfrage. Demnach ist die Mehrzahl der Verbraucher (53%) grundsätzlich bereit, ihr Geld nachhaltig anzulegen. Allerdings wollen fast vier von fünf Verbrauchern (79%) dabei nicht oder nur auf einen kleinen Teil der Rendite verzichten. Gleichzeitig haben 69% der Verbraucher die Erwartung, dass nachhaltige Geldanlagen wie Aktienfonds und Unternehmensanleihen einen messbaren Beitrag zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen leisten. (mh)

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Pictet lanciert Multi-Asset-Fonds für Schwellenländer

Pictet Asset Management sieht Schwellenländer gerade in einem Niedrigzinsumfeld langfristig als eine besonders attraktive Anlageregion an. Dieses Potenzial soll ein neu aufgelegter Multi-Asset-Fonds heben.

Der Schweizer Asset Manager Pictet hat sein Multi-Asset-Angebot mit der Auflage des Pictet-Emerging Markets Multi Asset ausgeweitet. Über den Fonds haben Anleger Zugang zum vollen Anlagespektrum in Schwellenländern. Er investiert in Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Rohstoffe, Immobilien, Geldmarktpapiere und Währungen und startet mit einem Volumen von rund 50 Mio. US-Dollar, die in der Zeichnungsphase eingeworben werden konnten.

Langfristig besonders hohe Erträge zu erwarten

In einem Niedrigzinsumfeld erwartet Pictet Asset Management global insbesondere in Schwellenländern langfristig besonders hohe Erträge. Co-Manager der Strategie sind Shaniel Ramjee und Marco Piersimoni, die sich auf die bewährte Expertise und breiten Strukturen von Pictet Asset Management im Multi-Asset-Bereich stützen können. Ihr Investmentteam strebt die Maximierung des Renditepotenzials von Schwellenländern bei gleichzeitiger Kontrolle der für diese Region typischen Abwärtsrisiken an.

Höhere Volatilitätsniveaus

„Wir sind überzeugt, dass Schwellenländer Anlegern auf lange Sicht das größte Wertpotenzial bieten können. Allerdings weisen sie mitunter auch höhere Volatilitätsniveaus auf, was Anlegern das Timing und die Allokation des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen erschwert“, kommentiert Olivier Ginguené, CIO der Einheit Multi Asset & Quantitative Investment, die Auflage des Pictet-Emerging Markets Multi Asset. Die neue Strategie soll den Anlegern den Prozess erleichtern, indem sie ihnen solche Entscheidungen abnimmt und die Erträge gleichmäßiger über Konjunktur- und Börsenzyklen verteilt. (mh)

Bild: © Björn Wylezich – stock.adobe.com

 

Insolvenzprognose für 2021? Schwierig.

Die Staatshilfen in Corona-Zeiten verzerren das tatsächliche Bild. Schwer zu sagen, wie es um Branchen und Unternehmen in Wirklichkeit steht. Entsprechend schwierig ist auch die Risikobewertung für einzelne Sparten und für Deutschland im Allgemeinen.

Die staatlichen Corona-Maßnahmen helfen Unternehmen in der Krise, stellen die Situation, was mögliche Insolvenzen angeht, aber auf den Kopf. Laut einer Auswertung des Kreditversicherers Coface wären die Insolvenzen, basierend auf der alleinigen Konjunkturentwicklung, im Jahr 2020 um 9% zum Vorjahr gestiegen. Tatsächlich sind sie aber wohl um 15% gesunken – die staatlichen Stützmaßnahmen haben den eigentlichen Anstieg daher nicht nur ausgeglichen, sondern überkompensiert. Ein ähnliches Bild findet sich mit wenigen Ausnahmen in allen von Coface untersuchten Ländern wieder.

Marktkräfte außer Kraft gesetzt

Eine Insolvenzprognose für das laufende Jahr wird es daher nicht geben. Coface-Volkswirtin Christiane von Berg erklärt: „2020 hat gezeigt, dass klassische Insolvenzprognosen nicht mehr greifen. Sie werden mit Modellen errechnet, die funktionierende Marktkräfte unterstellen. Wenn der Staat, wie zum Beispiel in Deutschland, in den Markt eingreift, indem immer wieder die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt wird und gleichzeitig Regierung und Zentralbank in nie dagewesenem Umfang die Wirtschaft unterstützen, sind Modellprognosen schlicht nicht mehr möglich.“ 

Etwas bessere Signale aus Auto- und Chemiebranche

Regelmäßig gibt Coface Risikoeinschätzungen für insgesamt 13 Branchen in 28 Ländern ab: In der aktuellen Bewertung wurden für Deutschland sowohl der Automotive- als auch der Chemiesektor besser bewertet. Im Falle der Automotive-Branche setzt Coface die Risikoeinschätzung von sehr hohem Risiko auf hohes Risiko. Der Einbruch verlangsamt sich, zudem fragen chinesische Kunden deutsche Premiummodelle verstärkt nach. Sorgen macht allerdings der Lieferengpass bei den für die Elektronik notwendigen Chips.

Positiver sieht es nach Ansicht von Coface für die Chemiebranche aus. Hier hat sich die Risikoeinschätzung von hohes auf mittleres Risiko verbessert. Als Zulieferer für das verarbeitende Gewerbe profitiert die Branche von Nachholeffekten. Die Stimmungsindikatoren für die deutsche Industrie zeigen zudem auf Wachstum, was auch die Chemiebranche mitziehen wird.

Keine Veränderung bei Risikobewertung für Deutschland

Bei der Bewertung der Länderrisiken gab es im vergangenen Jahr einen Erdrutsch. Und auch Anfang 2021 bleibt die Länderrisikoeinschätzung von Deutschland zunächst bei A3, der schlechtesten Note, die Deutschland in den letzten 20 Jahren zugewiesen bekam (Die Skala beginnt bei A1 und endet bei E). „Es gab im Verlauf der Pandemie Momente, in denen die Daten für eine bessere Länderrisikonote gesprochen hätten. Aber gerade der zweite Lockdown und die erneut einbrechende Konjunktur zeigen, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte. Erst wenn die Impfungen weit fortgeschritten sind und die Pandemie unter Kontrolle ist, ergibt eine Anhebung Sinn“, sagt Christiane von Berg. Die Länderrisikoeinschätzung von Coface spiegelt die Wahrscheinlichkeit von erhöhten Zahlungsausfällen in einem Land in den nächsten sechs Monaten wider. (bh)

Bild: © Danny – stock.adobe.com

 

„Kunstwerke sind langfristig erstklassige Investments“

Digitale Investments boomen. Finexity hat sich genau darauf fokussiert. Nach Immobilieninvestments bietet das FinTech nun auch Deutschlands erste digitale Investments in Kunst an. Warum sie auch in jedes Privatanlegerdepot gehören, erläutert Paul Huelsmann, Gründer und CEO von Finexity.

Herr Huelsmann, digitale Investments waren 2020 nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie auf dem Vormarsch. Können Sie das auch für Finexity bestätigen?

Ja. Wir sehen, dass mehr und mehr institutionelle Player in diesen Bereich gehen. Sobald der institutionelle Bereich noch stärker wird, wird es sich auch mehr und mehr im Privatanlegerbereich etablieren. Das ist sicher etwas, was uns auch 2021 umtreiben wird. Ich sehe vor allem drei große Themen in diesem Bereich.

Wie sehen diese aus?

Asset-Manager werden sich stark digitalisieren. Das betrifft insbesondere die Emittenten alternativer Investmentfonds, wo sich digitale Zeichnungsstrecken eta­blieren müssen und die digitale Verwaltung von Kunden die Kosten senken wird. Ein anderes Thema, das uns vor allem im Immobilienbereich beschäftigt, sind ESG-Kriterien. Der dritte Bereich sind digitale Assets. Sie sind die Zukunft. Institutionelle Anleger investieren derzeit stark im Bitcoin-Bereich, weil die Anlageklasse noch eine relativ niedrige Korrelation zum Aktienmarkt aufweist und dadurch eine gute Möglichkeit zur Diversifizierung bietet.

Finexity selbst hat zuletzt Deutschlands erstes digitales Kunstinvestment gestartet. Warum?

Wir schauen uns die Portfolios der ultra high-net-worth individuals und der institutionellen Anleger an und schauen, wie die ihr Kapital allokieren. Dabei sieht man, dass 44% und damit ein Großteil ihres Kapitals im illiquiden alternativen Bereich angelegt ist. Davon wiederum steckt ein Großteil im Immobilienbereich. Der Rest verteilt sich auf Private Equity, klassische Sachwerte oder auch Kunst und Oldtimer. Retail-Investoren haben allerdings vier Probleme, wenn sie in diese Märkte investieren wollen.

Welche?

Der erste Punkt sind hohe Eigenkapitalanforderungen. Punkt Nummer zwei sind hohe Informationsasymmetrien zwischen Käufern und Verkäufern. Privatkunden können oft gar nicht einschätzen, ob solch ein Investment langfristig tragbar ist. Der dritte Punkt ist der Verwaltungsaufwand. Egal ob Immobilien, Kunstwerke oder Old­timer – man muss sich nach dem Kauf um vieles kümmern. Das geht von der Verwaltung über die Lagerung und Pflege bis hin zur richtigen Versicherung.

Und der vierte Punkt?

Der vierte Punkt ist die Flexibilität. Das ist vor allem in den Bereichen Kunst und Oldtimer ein wichtiger Aspekt. Man hat in der Regel nicht die Möglichkeit, heute in einen Andy Warhol zu investieren und ihn morgen wieder zu verkaufen. Zudem sind die Prämien, die auf den Kauf bezahlt werden, signifikant hoch.

Was heißt das konkret?

Bei großen Auktionshäusern zahlt der Käufer ein Aufgeld von bis zu 26%. Aus einem Kaufpreis von 100.000 Euro werden dann schon 125.000 Euro. Dann kommt noch Umsatzsteuer obendrauf. Im Kunstbereich gibt es darüber hinaus eventuell noch das sogenannte Folgerecht, das heißt einen Anspruch des Urhebers auf bis zu 4% des Verkaufspreises, sodass aus 100.000 Euro Kaufpreis schnell 135.000 Euro werden. Bis sich diese 35% amortisiert haben, dauert es Jahre. Der Markt ist schließlich nicht so volatil wie zum Beispiel Kryptowährungen, wo Wertschwankungen von 10% pro Tag an der Tagesordnung sind. Kunstwerke sind oft Vermögenswerte, die über mehrere Generationen im Familienbesitz gehalten werden.

Sind Kunstinvestments dennoch auch für Privatanleger grundsätzlich interessant?

Wir wollen Privatanlegern die Möglichkeit geben, wie sehr vermögende Anleger zu investieren. Und diese legen einen Teil ihrer Vermögen auch in Kunst an. Wir denken zudem immer langfristig, und langfristig sind erstklassige Kunstwerke gute Investments. Darüber hinaus kaufen wir nur zu exzellenten Konditionen und zahlen keine großen Prämien. Mit Andy Warhols „Vegetarian Vegetable“ aus der Serie Campbell‘s Soup II haben wir im Dezember 2020 auch das erste digitale Kunst­investment in die Tat umgesetzt.

Wie lief die Premiere?

Die Premiere lief sehr gut. Es war kein großes Projekt. Dennoch hat der Ankauf immerhin 50.000 Euro ausgemacht. Das Investment war innerhalb von 15 Minuten überplatziert. Das zeigt, dass unsere Kunden ein starkes Interesse an diesen Vermögenswerten haben, auf die sie sonst gar keinen Zugriff hätten.

Wie läuft der Kauf eines solchen Werkes ab?

Am Anfang aller Überlegungen steht die Frage: Was kaufe ich? Wir fokussieren uns auf sogenannte Blue-Chip-Künstler. Dazu gehört Andy Warhol zweifellos. Neben Banksy ist er derzeit der zweitliquideste Künstler der Welt.

Warum solche Künstler?

Es geht nicht darum, auf eine möglichst hohe Wertsteigerung zu setzen, weil ein noch wenig bekannter Künstler in den nächsten Jahren vielleicht den großen Durchbruch schafft. Unser Ziel ist es, mit einem professionellen Management eine kontinuierliche, langfristige Wertsteigerung zu erzielen. Wir haben großes Glück, dass wir durch einen Partner in London einen guten Zugang zu solchen Werken haben, der uns zudem dabei hilft, mögliche Fälschungen zu enttarnen und die Werke professionell zu verwalten. Gerade bei Kunst­werken ist die professionelle Lagerung wichtig. Der Andy Warhol liegt zum Beispiel in einem zollfreien Lager in London. Dort könnten sich ihn unsere Kunden mit entsprechender Voranmeldung sogar ansehen.

Wie schafft es Finexity, keine hohen Kaufprämien zahlen zu müssen?

Weil wir mit unserem Partner einen Vertrag haben, der ihm erst beim Verkauf eine Beteiligung am Verkaufserlös zugesteht. Damit sitzt er im selben Boot wie wir. Er hat wie wir und unsere Kunden ein Interesse an einer langfristigen Wertsteigerung und kümmert sich erst recht um den Kauf eines attraktiven Kunstwerkes zu einem guten Preis und um eine gute Bewirtschaftung nach dem Kauf. Wenn man Partner hat, die an dem gleichen Ziel arbeiten, kann das nur gut sein.

Wie funktioniert die technische Umsetzung der Kunstinvestments?

Möglich macht das wie bei allen Finexity-Objekten die Tokenisierung auf Blockchain-Basis. Die Tokenisierung senkt nicht nur die Kosten immens, sondern ermöglicht es zudem, die Objekte auf dem Zweitmarkt handelbar zu machen. Kunden haben die Möglichkeit, ihre Anteile zu verkaufen, ohne dass das Kunstwerk als Ganzes verkauft werden muss. Hierfür bauen wir gerade Market-Maker-Strukturen auf, damit Anleger zumindest mit einem gewissen Abschlag jederzeit aus dem Investment herauskommen, falls sie das Geld doch vorzeitig benötigen sollten.

Neben Kunst setzt Finexity auch auf Classic Cars. Sind die Hintergründe und Herausforderungen in diesem Bereich ähnlich?

Ja. Auch bei Automobilen haben wir einen externen Partner mit einer hohen Expertise und Erfahrung an Bord, der sich um Ankauf, Gutachten, Verwaltung, Lagerung, Versicherung und Co. kümmert. Mit ihm zusammen werden wir voraussichtlich noch im ersten Quartal 2021 das erste Projekt realisieren. Auch da starten wir mit einem kleineren Volumen. Wir konzentrieren uns darauf, das als Investment abzubilden und für Privatanleger investierbar zu machen.

Können auch Vermittler von den digitalen Anlageobjekten bei Finexity profitieren?

Vermittler sind für uns ein wichtiges Thema. Wir haben daher ein Tippgebermodell, das sehr gut angenommen wird. Deshalb werden wir in diesem Bereich auch personell aufstocken, um weiterhin eine gute Betreuung zu gewährleisten.

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 02/2021, Seite 58f. und in unserem ePaper.

Bild: © 4th Life Photography – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Paul Huelsmann

JSS Sustainable Asset Management startet "Green Planet“-Strategie

Der Vermögensverwalter JSS Sustainable Asset Management, Tochtergesellschaft der J. Safra Sarasin-Gruppe, hat seine bestehende Wasser-Strategie weiterentwickelt zu „Green Planet“. Der bestehende Fonds „JSS Sustainable Equity – Water“ heißt künftig „JSS Sustainable Equity – Green Planet“.

JSS Sustainable Asset Management (JSS SAM) führt die „Green Planet“-Strategie ein, die in nachhaltige Themen investieren wird, die den grünen Wandel und den Schutz der Biodiversität unterstützen. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der bestehenden Wasser-Strategie des Vermögensverwalters. Im Zuge dessen wird der bestehende Fonds „JSS Sustainable Equity – Water“ umbenannt in „JSS Sustainable Equity – Green Planet“. Wie JSS SAM, eine Tochtergesellschaft der J. Safra Sarasin-Gruppe, weiter mitteilt, baut die neue Strategie auf der Anlagephilosophie und dem Anlageansatz des Vorgängerfonds auf. Der Schutz des Ökosystems und der Wasserressourcen stellen nach wie vor einen ihrer Schwerpunkte dar. Zudem wird die Strategie auf andere Schlüsselthemen wie Ressourceneffizienz, neue Energien wie Solar- und Windenergie und Smart Mobility, also beispielsweise Wasserstoff, Elektrofahrzeuge oder Smart Cities fokussieren.

Verwaltet wird die „Green Planet“-Strategie vom bisherigen Anlageteam der Wasser-Strategie, das im Kern den Anlageprinzipien der Wasser-Strategie folgt. 2020 zählte der „JSS Sustainable Equity – Water“-Fonds zu den performancestärksten in seiner Morningstar-Vergleichsgruppe. Yohann Terry ist auch zukünftig Lead Portfolio Manager des „JSS Sustainable Equity – Green Planet“-Fonds. Komplettiert wird das Team von Daniel Lurch, der im vergangenen Jahr zu J. Safra Sarasin wechselte.

Der Anlageansatz identifiziert strukturelle „grüne“ Wachstumsthemen, die das Potenzial für langfristige Renditen aufweisen. Der Faktor Nachhaltigkeit ist in jedem Schritt des Anlageprozesses eingebunden. Der Fonds zeichnet sich nach wie vor durch ein benchmarkunabhängiges High-Conviction-Portfolio aus, das sich vorwiegend aus Small und Mid Caps zusammensetzt. (tk)

Bild: lovelyday12 – stock.adobe.com