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5. Oktober 2026
BIG 4 im Pool- & Verbundmarkt: Dynamisches Wachstum, strategische Übernahmen

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BIG 4 im Pool- & Verbundmarkt: Dynamisches Wachstum, strategische Übernahmen

BIG 4 im Pool- & Verbundmarkt: Dynamisches Wachstum, strategische Übernahmen

VEMA zurück auf dem langfristigen Wachstumspfad

Nach der etwas gedämpften Entwicklung im Jahr 2024 konnte die VEMA 2025 an das starke Wachstum vorheriger Jahre anknüpfen: Die Umsatzerlöse vor Rückvergütungen stiegen auf 54,3 Mio. Euro (+19,5%), das Rohergebnis auf 55,5 Mio. Euro. Die Erlöse stammen im Wesentlichen aus Overhead-Zahlungen der Versicherer. Dahinter steht ein betreutes Courtagevolumen aller VEMA-Makler von insgesamt rund 530 Mio. Euro.

Wenngleich die VEMA nicht auf Gewinnoptimierung ausgerichtet ist, konnte sie ihr EBITDA deutlich erhöhen: Mit 27,0 Mio. Euro (inkl. Umsatzrückvergütungen; 10,0 Mio. Euro nach HGB) spielt sie nach operativer Ertragskraft in der ersten Liga.

Die Zahl der Maklerpartner stieg zum Jahresende 2025 auf über 5.000 (+273 ggü. 2024). Die VEMA punktet als „sicherer Hafen“ von den aktuellen Entwicklungen im Maklermarkt vor allem bei zwei Gruppen/ in zwei Segmenten: zum einen bei denjenigen Mittelstandsmaklern, die ihre unternehmerische Unabhängigkeit bewahren und nicht an einen der zahlreichen Konsolidierer verkaufen wollen; zum anderen bei den eher kleineren gemischten Maklern, die um ihre digitale Autonomie fürchten und sich darum nicht von den „digitalen Ökosystemen“ der investorengetriebenen Technologieführer unter den Pools abhängig machen wollen.

Zugleich ist unübersehbar, dass auch unter den VEMA-Partnern die Zahl derjenigen wächst, die ihre Unternehmen an einen der zahlreichen Konsolidierer veräußern – eine Entwicklung, die sich nach Einschätzung der Autoren fortsetzen dürfte.

Zwar gab in der aktuellen AssCompact Studie Vermittlermarkt 2030+ die Mehrzahl der befragten Makler an, dass sie im Fall einer externen Nachfolgelösung den Verkauf an einen unabhängigen Maklerkollegen in der Region präferieren würden. Allerdings betonten die befragten Makler auch die Wichtigkeit der Höhe und der Gestaltung des Kaufpreises – womit die Konsolidierer einen wichtigen Entscheidungsfaktor auf ihrer Seite haben. Denn erfahrungsgemäß bewerten Maklerkollegen die angebotenen Betriebe niedriger und sind meist nicht bereit und/oder in der Lage, die aktuell hohen Kaufpreise zu bezahlen. Im Vergleich zu den zahlreichen Maklerkonsolidierern mit Private Equity Hintergrund haben sie geringere Synergiepotenziale und können auch nicht die „Exit-Fantasie“ der professionellen Firmenaufkäufer einpreisen.

Mittelfristig darf man also vor allem gespannt sein, wie sich die großen Maklerkonsolidierer gegenüber der VEMA positionieren werden. Der Auf- und Ausbau eigener Assekuradeure könnte sich jedenfalls langfristig als Bedrohung für die etablierten Deckungskonzepte der VEMA und die dahinterstehenden Geschäftsvolumina erweisen.