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11. Februar 2026
Immobilienweise rechnen erst 2027 mit Erholung

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Immobilienweise rechnen erst 2027 mit Erholung

Immobilienweise rechnen erst 2027 mit Erholung

In ihrem Frühjahrsgutachten sehen die Immobilienweise zwar einige Lichtblicke, zeichnen für 2026 aber ein ernüchterndes Bild, was die Immobilienwirtschaft angeht. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung halten die Experten für unzureichend. Was die Immobilienweisen konkret von der Politik fordern.

Konkrete Forderungen der Immobilienweisen an die Politik

Mit einer „moderaten Erholung“ ist laut Gutachten erst ab 2027 zu rechnen. An die Politik richten die Experten unter anderem die folgenden konkreten Forderungen:

  • Vereinfachung und Harmonisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren – zentral für schnelleres Bauen
  • Senkung der Erwerbsnebenkosten, insbesondere der Grunderwerbsteuer – die hohen Sätze wirken als Markteintrittsbarriere
  • Überprüfung der Mietregulierung – Kappungsgrenzen und Vergesellschaftungsideen verschärfen langfristig den Angebotsengpass
  • Einführung eines rechtssicheren Gebäudetyp E – kostengünstiges und effizientes Bauen ermöglichen
  • Steuerliche Anreize – für Neubau- und Sanierungsinvestitionen
  • Baugenehmigungsrechtliche Erleichterungen bei Umnutzungen und Mischnutzungen von Bestandsimmobilien
  • Revitalisierung, Nachverdichtung und Umnutzung von Bestands- und Konversionsflächen
Lichtblicke für die Immobilienwirtschaft

Die Immobilienweise sehen aber auch Lichtblicke: So hätten sich Inflation und Zinsen stabilisiert, was die Grundlage für Planungssicherheit schaffen. Auch die Renditen hätten sich stabilisiert. Als resilient erweist sich der Logistikmarkt mit einer robusten Entwicklung trotz Herausforderungen. Und auch der Hotelmarkt hat sich erholt und das Vorkrisenniveau erreicht. Schließlich sprechen die Experten mit Blick auf die Wohnimmobilienpreisen vom Ende der Korrekturphase. (tik)

Lesen Sie auch:

Seite 1 Immobilienweise rechnen erst 2027 mit Erholung

Seite 2 Konkrete Forderungen der Immobilienweisen an die Politik

 

Leserkommentare

Comments

Gespeichert von Bernd Michalsk… am 13. Februar 2026 - 13:32

Die reinen Baukosten beim Wohnungsbau machen typischerweise etwa 70 bis 80 % der Gesamtbaukosten aus.

Verschiedene Ausschreibungen haben gezeigt, dass die reine Baukostensenkung wesentlich komplexer als die Anwendung von standardisierten, seriellen oder modularen Bauweisen ist. 

Bspw.:

„Europäischen Ausschreibung für modulares und serielles Bauen“, in 2018 (GdW)

oder

Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“, in 2023 (GdW)

oder

Runder Tisch „Serielles, modulares & systemisches Bauen“ an der Bundesstiftung Bauakademie

Das Ziel, kostengünstiger Wohnungsbau, wurde In den Ergebnissen der Exponate niemals erreicht.

 

Es ist auch keine Frage der Förderprogramme, sondern eine Frage nach der Ineffizienz der Bauwirtschaft. Was nützt das Geld, wenn man dafür nur überteuerte Leistungen bekommt.

Subventionen aus Steuergeldern

Subventionen sind die Belohnung für das Versagen

(Dr. Markus Krall)

 

Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.

Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.