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Wie gefährlich ist das Coronavirus für die Finanzmärkte?
04. Februar 2020

Wie gefährlich ist das Coronavirus für die Finanzmärkte?

Das Coronavirus ist bisher vor allem ein chinesisches Problem. Dennoch geht auch hierzulande die Angst um. Auch Anleger beschäftigt die Angst vor einer neuen Pandemie. Auch zahlreiche Investmentexperten haben sich bereits zur Gefahr geäußert, die von dem Virus für die Finanzmärkte ausgeht.

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Das Coronavirus ist bisher vor allem ein chinesisches Problem. Dennoch geht auch hierzulande die Angst um. Auch Anleger beschäftigt die Angst vor einer neuen Pandemie. Auch zahlreiche Investmentexperten haben sich bereits zur Gefahr geäußert, die von dem Virus für die Finanzmärkte ausgeht.


Wie gefährlich ist das Coronavirus für die Finanzmärkte?

Das Coronavirus hat die chinesischen Börsen zum Beben gebracht. Die chinesischen Leitindizes gaben zum Handelsstart am Montag um rund 8% nach. Es waren die größten Verluste seit der Börsenkrise 2015 in China. Und da China längst eine große Bedeutung für die Weltwirtschaft hat, stellen sich auch hierzulande Anleger vermehrt die Frage, welche Gefahren vom Coronavirus für die Finanzmärkte ausgehen. Die Mehrheit der Investmentexperten reagiert bisher relativ gelassen.

Begrenzte volkswirtschaftliche Konsequenzen

Das gilt auch für Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg. Er geht davon aus, dass die volkswirtschaftlichen Konsequenzen des Coronavirus begrenzt sein dürften. „Die Entwicklung des Coronavirus überschattet die aktuelle Unternehmensberichtssaison und wird die Märkte auch in den nächsten Tagen in Bann halten. Beginnt jedoch die Ansteckungsrate deutlich abzunehmen, dürfte eine Erholungsrally zeitnah einsetzen“, so Meyer. Insbesondere bei zyklischeren Positionen könnte die derzeitige Verunsicherung eine Kaufgelegenheit darstellen.

Aus Anlegersicht eher Chancen

Auch Soo Nam NG, Leiter asiatische Aktien bei Columbia Threadneedle, rechnet damit, dass das Coronavirus eher ein lokales Problem darstellt, das zwar das Wirtschaftswachstum in der zentralchinesischen Stadt Wuhan im erste Quartal 2020 dämpfen dürfte, aus Anlegersicht jedoch Chancen biete. Um die Dauer der Epidemie und mögliche Folgen für die Kapitalmärkte abzuschätzen, lohnt nach Ansicht des Experten von Columbia Threadneedle ein Blick auf die Erfahrungen mit dem SARS-Virus vor einigen Jahren. Dieses sei im November 2002 ausgebrochen und im Juli 2003 wieder gebannt gewesen. „Der MSCI China Index erreichte sein Tief jedoch schon am 24.04.2003, als die negativen Schlagzeilen ihren Höhepunkt erreichten“, erläutert Soo Nam NG. „Darauf folgte eine Rally um 36,8% bis zum 09.07.2003, als die Weltgesundheitsorganisation WHO das Virus für gebannt erklärte.“

Märkte haben sich an Krankheitsausbrüche gewöhnt

Martin Stürner, Fondsmanager des PEH EMPIRE Fonds, sieht ebenfalls keinen Grund zur Panik. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Folgen des Coronavirus für die Weltbörsen sehr moderat ausfallen werden. Auch Stürner verweist auf die Reaktion der Börsen auf frühere Epidemien. Die Börsen gingen damit zunehmend gelassen um. Hatte der US-Aktienmarkt nach dem SARS-Ausbruch innerhalb von zwei Monaten rund 10% an Wert verloren, waren es beim Auftreten der ersten Vogelgrippe im Jahr 2006 nur noch 5%. Auf die Vogelgrippe im Jahr 2013 hätten die Börsen dann sogar praktisch gar nicht mehr reagiert. „Die Märkte und die Marktteilnehmer haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend an Phänomene wie SARS und Vogelgrippe gewöhnt. Es wäre deshalb fatal, jetzt übereilt auf die Verkäuferseite zu wechseln“, rät Fondsmanager Stürner zur Gelassenheit.

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