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17. Februar 2026
Zur neuen Normalität im Baufinanzierungsmarkt

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Zur neuen Normalität im Baufinanzierungsmarkt

Zur neuen Normalität im Baufinanzierungsmarkt

Stabilisierung auf hohem Niveau

Im Übergang von 2024 auf 2025 hat sich der Markt stabilisiert. Die Gestehungskosten und Quadratmeterpreise seien weitgehend konstant geblieben, während die monatlichen Gesamtraten leicht zurückgegangen seien, heißt es von Hüttig & Romp. Trotz dieser Entlastung bleibt es aber bei relativ hohen Belastungen, da die Eigenkapitalquoten weiterhin hoch sind, wohingegen sich das Verhältnis von monatlicher Rate zu Einkommen nur geringfügig verbessert hat. Der Immobilienerwerb bleibe anspruchsvoll, sei für gut vorbereitete Käufer aber weiterhin realisierbar, schreiben die Experten des Baufinanzierungsvermittlers.

Es braucht eine realistische Planung

Im Hinblick auf das laufende Jahr 2026 seit nicht mit einer Rückkehr zu den niedrigen Bauzinsen vergangener Jahre zu rechnen. Vielmehr habe sich ein neues Zinsumfeld etabliert mit dauerhaft höheren Konditionen.

„Wir erwarten für 2026 kein Zurück zu den Tiefständen früherer Jahre, sondern eine Phase stabiler bis leicht steigender Bauzinsen“, erklärt Benjamin Papo, Geschäftsführer von Hüttig & Rompf. „Die zentralen Treiber für die Bauzinsen liegen dabei weniger bei der Geldpolitik als an den Kapitalmärkten. Hohe Staatsverschuldung, große Emissionsvolumina und geopolitische Unsicherheiten halten die Renditen langfristiger Staatsanleihen unter Aufwärtsdruck. Vor diesem Hintergrund halten wir für zehnjährige Baufinanzierungen mit 80% Beleihung zum Jahresende 2026 ein Zinsniveau nahe der 4-Prozent-Marke für realistisch“, so Papo weiter.

Ausweichen auf Mietmarkt wird teurer

Zugleich steigen die Preise am Mietmarkt, vielerorts schneller als die Kaufpreise. Wie erwähnt verringert sich der Abstand zwischen monatlicher Miete und Finanzierungsrate. Ein Ausweichen auf den Mietmarkt wird also zunehmend kostspieliger. „Damit rückt bei der Entscheidung für oder gegen Wohneigentum nicht mehr allein der Bauzins in den Vordergrund, sondern die Gesamtbelastung im Vergleich zum Mieten“, betont Papo.

Fazit

Der Bauzins ist nach wie vor ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung, gibt aber längst nicht mehr allein den Ausschlag. Im Vordergrund steht die Kombination aus Zins, Kaufpreis und Eigenkapital sowie eine solide Finanzierungsstruktur, die für Planungssicherheit sorgt. „Wer hier gut vorbereitet ist, kann auch in einem Umfeld um 4% Bauzins erfolgreich Wohneigentum erwerben“, so Papo abschließend. (tik)

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