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Franke & Bornberg Research GmbH

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Franke und Bornberg kürt erstmals beste Fahrradversicherungen

Franke und Bornberg hat im Rahmen eines neuen Produktratings zum ersten Mal Fahrradversicherungen unter die Lupe genommen. 83 Tarife von 36 Versicherern waren auf dem Prüfstand. Nur für sieben Tarife gab es die Bestnote. Laut den Analysten trennt sich beim Diebstahl die Spreu vom Weizen.

Laut aktuellen Zahlen des GDV ist die Zahl der versicherten Fahrraddiebstähle im Jahr 2025 zwar insgesamt zurückgegangen, doch der durchschnittliche Schaden je gestohlenem Bike erreichte mit 1.270 Euro einen neuen Höchststand. Wie die Auswertung der Versicherer weiter zeigt, hatten es Langfinger auch im Jahr 2025 vor allem auf hochwertige Fahrräder abgesehen. So standen teure Rennräder, E-Bikes oder Mountainbikes bei Dieben hoch im Kurs. Seit 2005 hat sich der Schadendurchschnitt je gestohlenem Fahrrad mehr als verdreifacht.

Wohl dem, der sein teures Rad ausreichend abgesichert hat. Während Hausrattarife häufig nur Diebstahl abdecken, bieten spezialisierte Fahrradversicherungen weitergehende Absicherung. Das Analysehaus Franke und Bornberg hat diese Produkte nun erstmals in einem eigenständigen Produktrating näher beleuchtet.

Fahrrad in der Hausrat: Kaskoschäden häufig außen vor

Viele Versicherungskunden sind der Ansicht, ihr Bike sei über die Hausratversicherung rundum geschützt. Das stimmt nur bedingt, so die Analysten von Franke und Bornberg. Hausrattarife schließen Fahrräder zwar häufig gegen Diebstahl ein, decken aber keine Kaskoschäden ab – also Schäden durch Sturz, Kollision oder Vandalismus – und bieten keine Schutzbriefleistungen wie Pannenhilfe oder Transportkostenerstattung. Wer sich umfassenden Schutz sucht, ist mit einer eigenständigen Fahrradpolice auf der sicheren Seite.

Erhebliche Qualitätsunterschiede bei den Policen

„Fahrräder, insbesondere E-Bikes und hochwertige Räder, sind heute Wertgegenstände, die eine ernsthafte Absicherung verdienen. Unser Erstrating zeigt: Die Qualitätsunterschiede sind erheblich – von hervorragend bis mangelhaft ist alles vertreten. Wer nicht genau hinschaut, riskiert einen Tarif mit echten Deckungslücken“, erläutert Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

83 Tarife von 36 Versicherern haben die Analysten im Erstrating zur Fahrradversicherung untersucht. Die Resultate zeigen wie so oft Licht und Schatten: Lediglich sieben Tarife, also rund 8% des untersuchten Angebots, können die Bestnote FFF+ (hervorragend) ergattern. Darunter zählen Policen von Adam Riese, ADCURI, Barmenia und HÄGER. 28 Tarife und damit fast 34% der analysierten Produkt erreichen die Wertung FFF (sehr gut). Für 25 Tarife (etwa 30%) gibt es ein FF+ (gut). 13 Tarife oder etwa 16% des Angebots erhalten die Note FF (befriedigend). Zehn Tarife – also rund 12% – schneiden hingegen mit der Note F+ oder schlechter ab und bieten damit aus Sicht der Analysten unzureichenden oder mangelhaften Schutz.

 

Franke und Bornberg kürt erstmals beste Fahrradversicherungen

 

Was macht einen Toptarif aus?

Für das Rating wurden die Tarife anhand von 63 Detailkriterien in zwölf Kategorien beleuchtet. Die gewichtigste Kategorie bildet Diebstahl mit 16 Kriterien, gefolgt von versicherten Schäden und versicherten Sachen. Daneben haben die Analysten Schutzbrief, grobe Fahrlässigkeit, Entschädigungsberechnung, Radsport, Obliegenheiten sowie weitere Aspekte in die Bewertung einbezogen.

Für die Topnote FFF+ hat Franke und Bornberg spezifische Mindeststandards festgelegt. Um die Höchstwertung zu erhalten, muss ein Tarif unter anderem Carbonfahrräder versichern, grobe Fahrlässigkeit ohne Einschränkung einschließen, Fahrradanhänger mit mindestens 500 Euro Deckung für Kinderanhänger absichern, eine Neuwerterstattung von mindestens drei Jahren vorsehen und beim Schloss lediglich ein verkehrsübliches Schloss ohne weitere Vorgaben fordern. Für die Note FFF ist der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit ebenfalls Pflicht.

Die Kategorie Diebstahl trennt Spreu vom Weizen

„Beim Diebstahl trennt sich die Spreu vom Weizen: Viele Tarife stellen überzogene Anforderungen an das verwendete Schloss oder decken Anhänger, Gepäck oder Zubehör gar nicht oder nur unzureichend ab“, erklärt Christian Monke, Leiter Ratings Private Risiken bei Franke und Bornberg.

Fahrrad-Kasko und Schutzbrief machen den Unterschied

Laut der Analysten ergeben sich bei der eigenständigen Fahrradversicherung gegenüber dem Fahrrad-Einschluss in der Hausrat strukturelle Vorteile: So deckt eine eigene Fahrradpolice neben Diebstahl auch Beschädigungen durch Unfälle, Sturz oder Vandalismus ab und bietet Schutzbriefleistungen wie Pannenhilfe oder Abschleppkosten. Auch Anhänger, Gepäck, Teile und Zubehör sind in guten Tarifen eingeschlossen. Gerade bei hochwertigen Rädern und E-Bikes für mehrere Tausend Euro könne die Wahl des richtigen Tarifs entscheidend sein, heißt es von Franke und Bornberg. Die Spreizung im Rating belege, dass sorgfältige Tarifauswahl – und damit qualifizierte Beratung – sich auszahle.

Auf der Homepage von Franke und Bornberg finden sich alle Ergebnisse sowie die aktuellen Ratingkriterien zur Fahrradversicherung. (tik)

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Franke und Bornberg beleuchtet Cyberpolicen für Firmen

Franke und Bornberg hat die Ergebnisse des aktuellen Ratings zur gewerblichen Cyberversicherung vorgelegt. 201 Tarife von 27 Versicherern haben die Analysten bewertet. Trotz eines Qualitätssprungs weisen viele Tarife nach wie vor strukturelle Schwächen auf. Erstmals gibt es für ein Angebot die Bestnote.

Der Markt für gewerbliche Cyberversicherungen wächst kontinuierlich. Laut einer aktuellen Erhebung der Bafin lag die Beitragseinnahme aus dem selbstabgeschlossenen Geschäft für die befragten Unternehmen im Jahr 2024 bei rund 807 Mio. Euro, was eine Zunahme von 13% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das Analysehaus Franke und Bornberg hat im Rahmen des Cyber-Ratings Gewerbe 2026 das Angebot am Markt unter die Lupe genommen.

Qualität hat seit dem ersten Rating 2018 deutlich zugelegt

Seit der Erstveröffentlichung des Cyber-Ratings im Oktober 2018 hat sich der Markt dynamisch entwickelt. Die Analysten sprechen von einer „deutlich gestiegenen“ Qualität. Zugleich warnt Franke und Bornberg, dass die steigende Tarifqualität allein das eigentliche Problem nicht löse, dass nämlich zu viele Firmen weiterhin unterversichert sind oder gar keine Absicherung haben.

Angebot am Markt ist deutlich gewachsen

Am Ratingverfahren haben die Analysten nichts verändert. Lediglich die Struktur der Kriterien im Jahr 2024 wurde geringfügig angepasst. Bewertet werden 27 Kriteriengruppen mit insgesamt über 100 Detailkriterien. Die Ratingklassen reichen von FFF+ (hervorragend) bis F- (ungenügend). Damit sei die Vergleichbarkeit mit dem Erstrating von 2018 vollständig gewährleistet, wie es von Franke und Bornberg heißt.

Das Angebot auf dem Markt ist deutlich größer geworden. Waren 2018 nur 34 Tarife von 28 Gesellschaften auf dem Prüfstand, sind es nun 201 Tarife von 27 Versicherern. Der Markt sei reifer, breiter und in der Spitze deutlich besser geworden, so ein Fazit der Analysten.

Erstmals erhält ein Angebot die Höchstwertung

In der aktuellen Ausgabe des Ratings können erstmals drei Tarife die Bestnote FFF+ (hervorragend) einheimsen. Im ersten Rating 2018 reichte es für kein Produkt für die Höchstwertung. Wie Franke und Bornberg hierzu erläutert, geht die erstmalige Vergabe der Höchstnote FFF+ auf ein Angebot aus dem Provinzial-Konzern zurück, das von der Provinzial AG sowie der Provinzial Nord Brandkasse AG angeboten wird. Dass ausgerechnet ein öffentlicher Versicherer an die Spitze des Cyber-Ratings für gewerbliche Kunden vorrückt, bezeichnen die Analysten als „Signal“: Öffentlich-rechtliche Versicherer würden sich zunehmend und mit Nachdruck für die Deckung von Cyberrisiken im Firmenkundengeschäft engagieren.

 

Franke und Bornberg beleuchtet Cyberpolicen für Firmen

 

31 Tarife mit sehr gutem Ergebnis

31 der Tarife, was einem Anteil von rund 15% des untersuchten Angebots entspricht, erhalten die Note FFF (sehr gut). 97 Tarifen bzw. rund 48% des Angebots bescheinigen die Analysten die Note FF+ (gut). 57 Tarife bzw. rund 28% kommen über die Note FF (befriedigend) nicht hinaus. Für 10 Tarife (5%) gibt es lediglich ein F+ (ausreichend) und 3 Tarife werden mit F (mangelhaft) beurteilt.

Diese Schwachstellen haben schwächere Tarife

Trotz des insgesamt positiven Trends sehen die Analysten bei vielen Tarifen nach wie vor strukturelle Schwächen, die für Vermittler und Kunden erhebliche Folgen haben können. Hier die Anmerkungen von Franke und Bornberg:

  • Betriebsunterbrechung: fehlende oder zu eng gefasste Deckung von Ertragsausfällen – vor allem bei cloudbedingten Ausfällen
  • Drittschäden: Lücken bei immateriellen Schäden, also Schäden, die keine direkten Vermögensschäden sind
  • Technische Störungen: unzureichende Abgrenzung zum Eigenschaden
  • Sachschäden an versicherten IT-Systemen: unklare oder zu enge Definitionen
  • Obliegenheiten: unverhältnismäßig strenge Anforderungen, die im Schadenfall zur Leistungsfreiheit führen können
  • Anzeigepflicht bei Gefahrerhöhung: intransparente Regelungen zulasten der Versicherten

Als besonderen Kritikpunkt merken die Experten des Analysehauses an, dass Kunden oft erst im Schadenfall merken, dass ihre Absicherung schwach ist: wenn Deckungslücken sichtbar werden, auf die weder der Vermittler noch der Kunde hingewiesen wurde.

Fazit: Was gute Cyberprodukte ausmacht

Das Erstrating 2018 zeigte „babylonische Begriffsverwirrung, unklare Cloud-Deckungen und weitreichende Deckungslücken bei Drittschäden“, heißt es von Franke und Bornberg. Inzwischen habe die Formulierungspräzision zugenommen, Kernbereiche wie Rückwärtsdeckung und Betriebsunterbrechung seien deutlich häufiger geregelt als noch vor acht Jahren.

Gute Cyberprodukte bieten eine Deckung von Ertragsausfällen bei Betriebsunterbrechung, Schutz bei immateriellen Drittschäden, keine Subsidiarität der Cyberdeckung gegenüber anderen Versicherungen, Rückwärtsdeckung ohne Wissenszurechnung sowie eine zeitliche Befristung der IT-Wiederherstellung von nicht weniger als zwölf Monaten nach Schadeneintritt.

„Unser Cyber-Rating hat von Beginn an eine klare Botschaft gehabt: Transparenz schützt. Wer Schwächen benennt, gibt dem Markt die Chance, sie zu beseitigen. Dass heute erstmals ein Tarif die Höchstnote FFF+ erreicht, ist kein Zufall – es ist das Ergebnis eines langen Wettbewerbs um Qualität, den das Rating ausgelöst hat“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Zugleich warnt er: „Die Unterschiede zwischen den Tarifen bleiben erheblich. Wer den falschen Tarif wählt, zahlt im Schadenfall einen hohen Preis.“

Zur Methodik

Das Cyber-Rating von Franke und Bornberg stützt sich ausschließlich auf selbst recherchierte Daten. Als Basis dienen rechtsverbindliche Unterlagen wie Versicherungsbedingungen, Verbraucherinformationen, Antragsformulare und Versicherungsscheine. Werbliche Aussagen, Selbstauskünfte und Leistungsversprechen außerhalb der Vertragsdokumente bleiben unberücksichtigt. (tik)

Zum Rating geht es auf der Website von Franke und Bornberg.

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map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat erneut die Lebensversicherer und privaten Krankenversicherer im Hinblick auf deren Solvabilitätsquoten unter Solvency II beleuchtet. Die Analyse zeigt die Solvabilität im Vergleich von 2016 bis 2025. Erstmals bezieht der map-report auch Schaden-/Unfallversicherer ein.

Die Gesellschaften haben abermals ihre SFCR-Berichte nach dem Solvency-II-Regime vorgelegt. Im Rahmen des map-report 944 hat Franke und Bornberg die Daten ausgewertet. Zum ersten Mal haben die Analysten dabei auch die Schaden-/Unfallversicherung einbezogen. Berücksichtigt sind die nach verdienten Bruttobeiträgen 50 größten Gesellschaften dieser Sparte.

Stabiles Bild bei deutschen Versicherern

Laut den Analysten zeigt die Assekuranz hierzulande zehn Jahre nach Einführung von Solvency II ein stabiles Bild. So haben sich mit dem weitgehenden Wegfall der Solvency-II-Übergangsmaßnahmen die Unterschiede zwischen der aufsichtsrechtlichen SCR-Quote und der Basis-SCR-Quote auf ein historisches Minimum verringert. Die Quoten seien somit aussagekräftiger und direkter vergleichbar als zuvor. Die nur noch geringfügigen Unterschiede wertet Franke und Bornberg außerdem als Zeichen dafür, dass die Branche das Niedrigzinskapitel weitgehend abgeschlossen habe.

Quoten verschiedener Sparten nicht unmittelbar vergleichbar

Die Bedeckungsquoten seien laut Franke und Bornberg kein Rankinginstrument für die allgemeine Sicherheit eines Versicherers. Sie würden vielmehr zeigen, wie groß der vorhandene Kapitalpuffer im Verhältnis zu den aufsichtsrechtlich ermittelten, unternehmensspezifischen Risiken ist. Aus diesem Grund seien die Quoten verschiedener Sparten nicht unmittelbar vergleichbar.

So hätten Lebens- und Krankenversicherer typischerweise langfristige Verpflichtungen gegenüber Kunden. In der PKV seien außerdem Alterungsrückstellungen von großer Relevanz. Sachversicherer wiederum seien stärker von kurzfristig schwankenden Schadenverläufen geprägt.

„Niedrigere Bedeckungsquoten bei Sachversicherern bedeuten deshalb nicht automatisch, dass sie schlechter aufgestellt sind. Sie spiegeln oft vor allem wider, dass dort andere, volatilere und stärker schadengetriebene Risiken zu unterlegen sind als in der Lebens- und Krankenversicherung“, erklärt Reinhard Klages, Analyst des map-report.

Spannweite zwischen Unternehmen bleibt hoch

Nach wie vor ist eine breite Streuung zwischen den Versicherern in allen drei Sparten vorhanden. Die einzelnen Unternehmen sind recht unterschiedlich aufgestellt, was der Marktdurchschnitt aber verdecke, wie es von Franke und Bornberg dazu heißt.

Zinswende sorgt für verbesserte Solvenzlage der Lebensversicherer

Die Solvenzlage der Lebensversicherer hat sich deutlich verbessert. So hat sich die aufsichtsrechtliche SCR-Quote der Lebensversicherungsbranche (anrechenbare Eigenmittel im Verhältnis zum SCR inklusive Übergangsmaßnahmen) von 340,3 auf 409,3% erhöht. Den Ausschlag haben hier höhere Zinsen und günstigere Marktbedingungen für die Bewertung langfristiger Garantien gegeben.

Die Basis-SCR-Quote (ohne Volatilitätsanpassung und Übergangsmaßnahmen) hat sich von 308,6 auf 379,5% verbessert. Die Differenz zur aufsichtsrechtlichen SCR-Quote beträgt nur noch 29,8 Prozentpunkte – vor 2024 lag sie häufig bei über 300, teils bei über 500 bis hin zu 1.100 Prozentpunkten. „Das Übergangshilfen-Kapitel ist damit de facto abgeschlossen“, schreiben die Analysten.

Erstmals seit 2016 kein Lebensversicherer unter der Mindestbedeckung

Erstmals seit Einführung von Solvency II findet sich kein Lebensversicherer unter der Schwelle von 100% – weder in der Basis-SCR noch in der Basis-MCR. Zum Vergleich: Bei der ersten SFCR-Berichterstattung 2016 hatten noch 21 Gesellschaften Schwierigkeiten, eine vollständige SCR-Bedeckung nachzuweisen. Im Vorjahr 2024 schrammten noch drei Anbieter an dieser Marke vorbei. 

Die LV-Anbieter mit den höchsten und niedrigsten SCR-Bedeckungsquoten

Die Quoten der Lebensversicherer weisen weiterhin eine hohe Spannweite auf: Die niedrigsten aufsichtsrechtlichen Quoten (netto) verzeichnen Athora (202,9%), LPV (213,6%) und Neue Leben (232,4%). Die höchsten SCR-Bedeckungsquoten haben die LV 1871 (809,0%), die Stuttgarter (742,7%) und WGV (711,5%).

 

map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

 

In der Basis-SCR führen LV 1871 (798,4%), die DLVAG Deutsche Lebensversicherungs-AG (737,6%) und die Stuttgarter (725,1%) die Liste an. Die niedrigsten Basisquoten weisen LPV (108,1%), Öffentliche Oldenburg (113,1%) und Concordia Oeco (145,7%) auf.

Private Krankenversicherer stabil aufgestellt

Bei den PKV-Anbietern liegt die Basis-SCR-Quote des Marktes mit 480,2% nahezu auf Vorjahresniveau von 483,0%. Die niedrigsten Quoten zeigen sich bei der ERGO (192,4%), Ottonova (212,0%) und der HanseMerkur (244,4%).

 

map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

 

Die höchsten Quoten weisen der Münchener Verein (1.129,7%), UKV (936,0%) und die uniVersa (916,8 %) auf.

Die Bedeckungsquoten der Schaden-/Unfallversicherer

Die Basis-SCR-Quote der 50 größten Gesellschaften in der Schaden- und Unfallversicherung liegt im Marktdurchschnitt bei 248,8% (Vorjahr: 247,7%) und damit strukturell deutlich unter den Werten der Personenversicherungssparten. Die Spitzenreiter bilden die Württembergische Gemeinde-Versicherung (474,5%), HUK-Coburg VVaG (442,9%) und DEVK Eisenbahn (418,0%). Die niedrigsten Werte weisen Barmenia (123,5%), Rhion (128,7%) und Verti (152,0%) aus. (tik)

 

map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe
 
 
 
 
 
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Rechtsschutz: „Nennenswerter Teil“ der Tarife mit Luft nach oben

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat sein Rating zum privaten Rechtsschutz aktualisiert. Die Mehrheit der Tarife liegt auf einem hohen Niveau, bei einem Fünftel bleibt aber durchaus Luft nach oben. Vor allem in den Bereichen vorsorgliche Rechtsberatung und Internetrechtsschutz zeigen sich Lücken.

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat den aktuellen Jahrgang seines Ratings zur privaten Rechtsschutzversicherung vorgelegt. Das Interesse an Rechtsschutzversicherungen ist laut den Experten ungebrochen. Rund 26 Millionen Verträge bestanden im Jahr 2025 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV). Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Kosten für Rechtsschutz steigen: Durch das Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetz 2025, das zur Jahresmitte des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist, sind u. a. Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren deutlich angestiegen. Laut dem GDV sind die Schadenaufwendungen in der privaten Rechtsschutzversicherung im Jahr 2025 von 3,8 Mrd. Euro im Vorjahr auf 4,1 Mrd. Euro gestiegen.

Qualität steigt, aber nur langsam

Für den aktuellen Ratingjahrgang haben die Experten 254 Tarife und Tarifvarianten von 38 Versicherern analysiert. Wie bereits in den Vorjahren orientiert sich das Rating an vier Leistungsbereichen: Privat-, Berufs-, Verkehrs- sowie Wohnungsrechtsschutz. Es werden nur Tarife bewertet, die alle Bereiche abdecken. Ebenso wie bereits in den Vorjahren unterscheidet das Rating zudem zwischen Tarifen für Familien und für Singles.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Die Qualität steigt, allerdings mit überschaubarem Tempo. Während mehr als sechs von zehn Tarifen mindestens mit „sehr gut“ bewertet werden, kommt ein Fünftel über die Note „befriedigend“ nicht hinaus.

Vorsorgliche Rechtsberatung und Internetrechtsschutz bleiben lückenhaft

Einige Tarife scheitern an den Mindeststandards, die sicherstellen sollen, dass hoch bewertete Produkte in allen Bewertungskategorien überdurchschnittliche Qualität aufweisen. Vor allem beim Thema vorsorgliche Rechtsberatung bleibt Spielraum nach oben – viele sehr gute Tarife bieten keine anwaltliche Beratung an, solange noch kein Rechtsschutzfall vorliegt, also genau dann, wenn frühzeitiges Handeln einen Streit vermeiden könnte, erklären die Experten. Damit verfehlen sie eine Einstufung in der höchsten Bewertungskategorie.

Tarife mit einer Bewertung unterhalb von FFF („sehr gut“) zeigen Schwächen vor allem beim Arbeitsrechtsschutz, Immobilienrechtsschutz sowie beim außergerichtlichen Verwaltungs-, Steuer-, oder Sozialrechtsschutz. Auch im Internetrechtsschutz und im Rechtsschutz für Erb-, Familien-, und Lebenspartnerschaftsrecht bleiben manche Angebote laut Franke und Bornberg hinter dem erreichbaren Niveau zurück.

Allgemein betrachtet steht bei Rechtsschutztarifen vorwiegend die Leistung im Vordergrund. Ein aggressives Pricing wie in anderen Sparten sehen die Analysten hier nicht. Finanzieller Spielraum wird eher mit variablen Selbstbehalten bei Schadenfreiheit geschaffen.

Ein Fünftel der Tarife höchstens „befriedigend“

 

Privater Rechtsschutz: „Nennenswerter Teil“ der Tarife mit Luft nach oben

 

Die Bewertung für das Rating basiert ausschließlich auf rechtsverbindlichen Unterlagen: Versicherungsbedingungen, verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare und Versicherungsschein. Nicht in die Bewertung eingeflossen sind Selbstauskünfte der Versicherer oder werbliche Angaben.

Im Segment Familie analysieren die Experten insgesamt 81 Kriterien. Knapp 12% der Tarife können die Bestnote erreichen, das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Jeder zweite Tarif erhält die Bewertung „sehr gut“ (FFF), weitere 15% erhalten eine „gute“ (FF+) Bewertung. Allerdings kommt jeder fünfte Tarif nicht über die Note FF („befriedigend“) hinaus.

 

Privater Rechtsschutz: „Nennenswerter Teil“ der Tarife mit Luft nach oben

 

Im Segment Single, das auf Basis von 74 Kriterien bewertet wird, ergibt sich ein ganz ähnliches Bild (siehe Grafik). Auch hier können sechs von zehn Tarifen mit einer „sehr guten“ (FFF) oder sogar „hervorragenden“ (FFF+) Bewertung aufwarten – doch, genau wie bei den Tarifen für Familien, wird auch hier ein Fünftel nur als „befriedigend“ oder schlechter eingestuft.

Unterschiede zwischen Tarifen sind „beträchtlich“

Diese Lücken können im Leistungsfall spürbar werden, warnt Franke und Bornberg. „Rechtsschutz ist längst kein Standardprodukt mehr – die Unterschiede zwischen den Tarifen sind beträchtlich“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. „Wer bei der Auswahl nur auf die Prämie schaut, riskiert im Ernstfall böse Überraschungen.“ (js)

Die vollständigen Ergebnisse des Franke und Bornberg Rating Private Rechtsschutzversicherung 2026 können auf der Website des Analysehauses eingesehen werden.

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Deutscher Versicherungs-Award 2026: Das sind die Gewinner

Bereits zum neunten Mal haben Franke und Bornberg, das Deutsche Institut für Service-Qualität und ntv den Deutschen Versicherungs-Award vergeben. Dieses Jahr wurden 40 Anbieter in 37 Kategorien ausgezeichnet. Welche Versicherer konnten sich mit ihren Angeboten gegen die Konkurrenz durchsetzen?

Das Analysehaus Franke und Bornberg, das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) und der Nachrichtensender ntv haben erneut gemeinsam den Deutschen Versicherungs-Award verliehen. Die jährlichen Awards wurden bereits zum neunten Mal vergeben. Insgesamt wurden 40 Anbieter in 37 Kategorien ausgezeichnet – von der Berufsunfähigkeitsversicherung über die Kfz-Versicherung bis hin zur privaten Krankenversicherung.

So funktioniert die Bewertung

Für die diesjährige Auflage des Awards hat Franke und Bornberg mehr als 12.000 Tarife aus allen untersuchten Kategorien analysiert. Bewertet wird ausschließlich anhand der tatsächlichen Versicherungsbedingungen, der Unternehmensbilanzen und der Beiträge; dabei wird der gesamte Markt in den jeweiligen Kategorien herangezogen. Die am besten bewerteten Tarife kommen in die engere Auswahl für die Awards. Insgesamt flossen mehr als 5.000 Datensätze in die Bewertung ein.

Anschließend führt DISQ eine umfassende Serviceanalyse durch, die anhand von verdeckt durchgeführten Servicekontakten via Telefon, E-Mail und Internet realisiert werden. Diese sollen untersuchen, wie gut Versicherer erreichbar sind, wie kompetent sie beraten und wie nutzerfreundlich ihre digitalen Angebote funktionieren. Die Leistungsanalyse macht zwei Drittel des Gesamtergebnisses aus, die Serviceanalyse ein Drittel.

Verbraucher im Fokus

Der Versicherungs-Award soll eine Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher bieten, erklären die Initiatoren. „Keine Versicherung kann mehr leisten, als im Kleingedruckten steht“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg. „Doch selbst gute Bedingungen nützen wenig, wenn es an finanzieller Stabilität, fairen Prozesses oder einem angemessenen Preis fehlt. Wir prüfen alle drei Dimensionen – Bedingungen, Bilanzen und Beiträge.“

Das sind die Gesamtsieger des Deutschen Versicherungs-Award 2026

Welche Versicherer konnten sich dieses Jahr durchsetzen? In den fünf größten Versicherungsbereichen geht der Gesamtsieg an den Anbieter, der über mehrere Einzelkategorien hinweg am überzeugendsten abschneidet.

In der Kategorie Fahrzeug ist das dieses Jahr erneut die HUK-COBURG. Sie dominiert in allen drei Kategorien im Bereich Fahrzeug.

Auch die Kategorie Altersvorsorge bleibt in den Händen des letztjährigen Gesamtsiegers, EUROPA. Der Versicherer belegt in sechs der neun bewerteten Kategorien den 1. Platz.

 

Deutscher Versicherungs-Award 2026: Das sind die Gewinner

 

In der Kategorie PKV-Vollversicherung geht der Gesamtsieg wie im letzten Jahr auch 2026 an die ARAG. Sie platziert sich in allen drei bewerteten Kategorien in den Top 3.

Einen Wechsel an der Spitze gab es beim Gesamtsieger in der Kategorie PKV-Zusatzversicherung. Hier teilen sich in diesem Jahr die HUK-COBURG und die SDK den 1. Platz – im Vorjahr ging die Kategorie an die Allianz. Die HUK-COBURG kann in der stationären Zusatzversicherung überzeugen, die SDK in der ambulanten Zusatzversicherung.

Im Bereich Privatschutz kann dieses Jahr die Gothaer den Gesamtsieg erringen und damit dem Vorjahressieger VHV den Rang ablaufen. Die Gothaer kann sich in vier der fünf bewerteten Kategorien in den Top 3 platzieren. (js)

Eine vollständige Liste der Gewinner kann in der inkludierten Grafik eingesehen werden.

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Rating: Das sind die besten Privat- und Basisrententarife

Private Vorsorge für das Rentenalter gewinnt immer weiter an Bedeutung. Doch welche Produkte können mit ihren Leistungen überzeugen? Das Analysehaus Franke und Bornberg hat für den Nachrichtensender ntv private Rentenversicherungen sowie Basisrententarife unter die Lupe genommen.

Die private Altersvorsorge rückt immer mehr in den Fokus. Und das mit gutem Grund: Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, dem reicht die gesetzliche Rente nicht aus. Doch wie leistungsfähig sind die Vorsorgeprodukte? Das hat das Analysehaus Franke und Bornberg für den Nachrichtensender ntv untersucht.

Analysiert wurden dafür sowohl Privatrenten als auch staatlich geförderte Basisrenten (Rürup-Renten). Für beide Vorsorgeformen wurden jeweils zwei Ansätze berücksichtigt, so ntv: eine sicherheitsorientierte Variante, die Garantien mit Fondsanlage kombiniert – sogenannte Hybridtarife – und eine chancenreichere, rein fondsbasierte Variante.

Riester-Renten blieben für das Rating außen vor. Sie befinden sich aufgrund der beschlossenen Reform für geförderte private Altersvorsorge gerade im Umbruch und werden grundlegend neu aufgestellt.

In die Bewertung der Tarife sind sowohl die Finanzstärke des Anbieters als auch die Ergebnisse der Produktratings von Franke und Bornberg eingeflossen. Zudem werden die prognostizierten Rentenleistungen berücksichtigt, bei Hybridtarifen insbesondere die garantierten Werte.

Die besten fondsgebundenen Tarife

In der Kategorie private Rentenversicherung hat Franke und Bornberg hybride Tarife mit einer hohen Beitragsgarantie (80%), bei denen nur ein Teil des Kapitals in Fonds investiert wird, sowie fondsgebundene Policen ohne Garantien, bei denen das gesamte Kapital am Kapitalmarkt investiert wird, untersucht. Grundlage der Bewertung ist jeweils ein definierter Musterfall.

In der Kategorie „Privatrente Fonds“ erhalten 17 Tarife die Bewertung „sehr gut“. Es sind die folgenden:

  • EUROPA Lebensversicherung „FRV E-RI“ (100 Punkte)
  • Continentale „Rente Invest Tarif RI“ (94 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Chance (Baustein Rentenfaktor Plus)“ (93 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Chance“ (92 Punkte)
  • LV 1871 „MeinPlan Tarif FRV (Baustein Vertragsguthaben)“ (92 Punkte)
  • Baloise „Baloise Invest Vario (Fonds) Tarif FRN“ (91 Punkte)
  • Continentale „EasyRente Invest Tarif ERI“ (90 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Balance (Fonds), Rentenfaktor Plus“ (89 Punkte)
  • Allianz „PrivatRente InvestFlex RF1 (E195)“ (88 Punkte)
  • AXA „JustInvest Fonds-PrivatRente“ (88 Punkte)
  • AXA „JustGreenInvest Fonds-PrivatRente“ (88 Punkte)
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung „JustInvestÖD Fonds-PrivatRente“ (88 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Balance (Fonds)“ (88 Punkte)
  • Continentale „Rente Invest Tarif RI Bausteine GarantiePlus“ (87 Punkte)
  • Standard Life „Maxxellence Invest Private Vorsorge“ (87 Punkte)
  • die Bayerische „Hallo Zukunft Tarif FRVGZB/FRVRZB“ (86 Punkte)
  • Gothaer „Fondsrente (Baustein erhöhter Mindestrentenfaktor)“ (85 Punkte)
Die besten Privatrenten mit Garantie

In der Kategorie „Privatrente Fondsorientiert mit Garantie“ erhalten 15 Tarife die höchste Bewertung „sehr gut“:

  • EUROPA „Fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie Tarif E-RIG“ (100 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Dynamik Tarif ERD“ (95 Punkte)
  • LV 1871 „MeinPlan (Hybrid) Tarif FRV Bausteine Vertragsguthaben“ (94 Punkte)
  • Continentale „Rente Invest Garant Tarif RIG“ (92 Punkte)
  • Allianz „PrivatRente InvestFlex mit Garantie RF1GD (E194)“ (91 Punkte)
  • Allianz „PrivatRente KomfortDynamik RFKU1 (E270)“ (91 Punkte)
  • Continentale „Rente Invest Garant Tarif RIG Bausteine GarantiePlus“ (91 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Rente Balance (Hybrid) (Baustein Rentenfaktor Plus)“ (91 Punkte)
  • AXA „Relax Rente Comfort Plus ALVI1“ (89 Punkte)
  • AXA „Relax Rente Chance“ (89 Punkte)
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung „Relax Rente Comfort Plus“ (89 Punkte)
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung „Relax Rente Chance“ (89 Punkte)
  • Gothaer „GarantieRente Invest“ (87 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS MODERN Tarif FGR“ (85 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS MODERN NEXT Tarif FGR“ (85 Punkte)
Welche Anbieter punkten bei den Basisrenten?

Wie sieht es bei den Basisrenten aus? Welche Tarife von welchen Anbietern können hier punkten? In der Kategorie „Basisrente Fonds“ erhalten 20 Tarife die Bestnote. Es sind die folgenden:

  • EUROPA „Fondsgebundene BasisRentenversicherung Tarif E-BRI“ (100 Punkte)
  • uniVersa „AufbauRENTEtopinvest individuelle Fondsauswahl“ (96 Punkte)
  • Allianz „BasisRente InvestFlex Tarif BVRF1U“ (91 Punkte)
  • Baloise „Baloise Best Invest Basis (Fonds) Tarif BFR (incl. Hinterbliebenenschutz)“ (91 Punkte)
  • Continentale „BasisRente Invest Tarif BRI“ (90 Punkte)
  • Standard Life „Maxxellence Invest Basisvorsorge“ (90 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Basis-Rente Balance (Fonds), Rentenfaktor Plus“ (89 Punkte)
  • LV 1871 „MeinPlan Basisrente Tarif FBRV (Baustein Vertragsguthaben)“ (89 Punkte)
  • AXA „JustInvest Fonds-BasisRente Tarif ALVF1“ (88 Punkte)
  • AXA „JustGreenInvest Fonds-BasisRente Tarif ALVF1“ (88 Punkte)
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung „JustInvestÖD Fonds-BasisRente Tarif ALVF1“ (88 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Basis-Rente Balance (Fonds)“ (88 Punkte)
  • HanseMerkur „Basis Care Invest Tarif RB (Vertragsguthaben)“ (88 Punkte)
  • HDI „CleverInvest Basisrente Tarif HARFB25“ (88 Punkte)
  • HDI „CleverInvest Green Basisrente Tarif HARFB25gr“ (88 Punkte)
  • neue leben „Aktivplan Basis Tarif NARHB26 (Fonds)“ (88 Punkte)
  • Württembergische „BasisRente Genius Vorsorge (Hybrid) Tarif ABRH“ (88 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS PUR Tarif BFR (Baustein Deckungskapital)“ (87 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS PUR NEXT Tarif BFR (Baustein Deckungskapital)“ (87 Punkte)
  • WWK „BasisRente invest 2.0 Tarif FV25 (Ablaufmanagement performanceorientiert)“ (87 Punkte)
Die Gewinner in der Kategorie „Basisrente Fondorientiert mit Garantie“

Insgesamt 16 Tarife erhalten die höchste Bewertung in der Kategorie „Basisrente Fondsorientiert mit Garantie“:

  • EUROPA „Fondsgebundene BasisRentenversicherung mit Garantie Tarif E-BRIG“ (98 Punkte)
  • Continentale „BasisRente Invest Garant Tarif BRIG (Baustein Vertragsguthaben)“ (94 Punkte)
  • LV 1871 „MeinPlan Basisrente (Hybrid) Tarif FBRV (Baustein Vertragsguthaben)“ (94 Punkte)
  • Allianz „BasisRente KomfortDynamik Tarif BVRFKU1U.GD“ (93 Punkte)
  • Allianz „BasisRente InvestFlex mit Garantie Tarif BVRF1U.DG“ (93 Punkte)
  • neue leben „Aktivplan Basis Tarif NARHB26 (Hybrid)“ (93 Punkte)
  • HanseMerkur „Basis Care Invest mit Kapitalerhalt Tarif RB (Baustein Vertragsguthaben)“ (91 Punkte)
  • Swiss Life „Swiss Life Maximo Basisrente Tarife 720/724“ (89 Punkte)
  • Gothaer „BasisVorsorge GarantieRente Invest“ (88 Punkte)
  • Stuttgarter „performance+Basisrente (Hybrid) Tarif 79“ (88 Punkte)
  • Stuttgarter „performance+Basisrente (Hybrid) incl. GrüneRente Tarif 79“ (88 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS MODERN Tarif BGR (Baustein Vertragsguthaben)“ (87 Punkte)
  • VOLKSWOHL BUND „FONDS MODERN NEXT Tarif BGR (Baustein Vertragsguthaben)“ (87 Punkte)
  • Alte Leipziger „AL_RenteFlex Tarif AR75 (Hybrid)“ (86 Punkte)
  • ERGO Vorsorge „ERGO Basis-Rente Balance (Hybrid) (Baustein Rentenfaktor 1. Schicht Plus)“ (86 Punkte)
  • Baloise „Baloise Best Invest Basis (Hybrid) Tarif BFR (Baustein incl. Hinterbliebenenschutz)“ (85 Punkte)

Mehr Ergebnisse können auf der Website von ntv eingesehen werden. (js)

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BU-Rating: Die besten Anbieter laut Franke und Bornberg

Franke und Bornberg hat eine neue Auflage seines BU-Ratings veröffentlicht. Erstmals ist die Nachhaltigkeit der BU-Anbieter berücksichtigt und die Versicherer-Stabilität stärker gewichtet als bisher. Insgesamt standen 190 Tarife von 52 Versicherern auf dem Prüfstand.

Franke und Bornberg hat die Ratings zur Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung aktualisiert. Beim BU-Rating haben die Analysten am Verfahren gefeilt: So hat die Stabilität der Versicherer nun mehr Relevanz: Das Ergebnis aus dem map-report BU-Stabilitätsrating (über die Ergebnisse hat AssCompact vor Kurzem berichtet) hat jetzt ein höheres Gewicht im Produktrating. Somit sind Prämien, Risikoüberschüsse und kalkulatorische Risiken stärker in die Gesamtbewertung einbezogen.

Erstmals haben die Analysten außerdem den von Franke und Bornberg entwickelten Score zur Nachhaltigkeitspositionierung der BU-Anbieter im Ratingverfahren berücksichtigt. Der Score bewertet Versicherer anhand von über 250 Einzelkriterien in sechs Fokusthemen – von Ressourcenmanagement über nachhaltiges Investment bis hin zu nachhaltigen Produkten.

Anpassungen bei den Leistungskriterien

Auch bei einigen Leistungskriterien gibt es Veränderungen: So hat Franke und Bornberg die Anforderungen an Kapitalleistungen bei Leistungseinstellung präzisiert. Auch die Kriterien zur Arbeitsunfähigkeitsklausel und zum Nachweis der Arbeitsunfähigkeit wurden neu gewichtet. Der Verzicht auf Leistungsausschlüsse bei Terrorakten und ABC-Waffen wird künftig differenzierter berücksichtigt. Maßgeblich ist, ob eine grundsätzliche Leistungspflicht besteht, sofern keine Gefährdung des Kollektivs vorliegt.

Versicherer weiterhin im Preiskampf

Der anhaltende Preiskampf im BU-Markt ist längst zu einem strukturellen Problem geworden. Einzelne Gesellschaften unterschreiten die Durchschnittsprämie am Markt um 40% und mehr. Die Prämienentwicklung der vergangenen zehn Jahre belegt laut Franke und Bornberg diesen Trend. Bei den Nettoprämien sei der Rückgang noch ausgeprägter. Zugleich erhöhen die Versicherer ihr Leistungsversprechen und schrauben an Nachversicherungsgarantien, AU-Bausteinen und Zusatzoptionen, wohingegen die Risikoprüfung schlanker ausfällt. Hier warnen die Analysten, dass seltener angeforderte Arztberichte und verkürzte Abfragezeiträume zu einer höheren aktuariellen Unsicherheit führen.

Stabilität wird relevanter

Laut Franke und Bornberg haben seit dem Start der Analyseserie im Jahr 2010 über 20 BU-Anbieter ihre Risikoüberschüsse teils deutlich gesenkt. Die verstärkte Gewichtung der Stabilität sei eine direkte Antwort darauf. „Ein günstiger Tarif heute ist keine Garantie für einen stabilen Tarif morgen – das zeigt der Blick auf die Überschussentwicklung der vergangenen Jahre nur allzu deutlich“, betont Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. „Wer bei der Prämienkalkulation zu weit geht, erkauft sich Neugeschäft auf Kosten der Stabilität – und das zahlen am Ende die Versicherten.“

Die besten Anbieter in der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung

 

BU-Rating: Die besten Anbieter laut Franke und Bornberg

 

Für das BU-Rating haben die Analysten 190 Tarife von 52 Versicherern auf den Prüfstand gestellt. 59 Tarife und damit 31,1% der untersuchten Produkte können die Bestnote FFF+ (hervorragend) einheimsen. 88 Tarife (46,5%) erhalten die Note FFF (sehr gut) und 27 Tarife (14,2%) die Note FF+ (gut). Zehn Tarifen (5,3%) bescheinigen die Analysten die Note FF (befriedigend) und sechs Tarife (3,2% des analysierten BU-Angebots) kommen über ein F+ (ausreichend) nicht hinaus. Insgesamt konnten die folgenden 16 Versicherer jeweils mindestens einen Tarif in der Spitzengruppe platzieren (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Allianz
  • Alte Leipziger
  • AXA
  • Continentale
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung
  • Deutsche Ärzteversicherung
  • Dialog
  • ERGO Vorsorge
  • Hannoversche
  • HDI
  • LV 1871
  • NÜRNBERGER
  • SIGNAL IDUNA
  • Stuttgarter
  • Versorgungswerk der Presse (Allianz LV-AG federführend)
  • VOLKSWOHL BUND
Fazit: Mehr Relevanz für Stabilität und Nachhaltigkeit

Für BU-Angebote, die zur Spitzengruppe gehören wollen, reiche Qualität in den Bedingungen allein den Analysten zufolge nicht mehr aus. Als eigenständige Bewertungsdimensionen gewinnen Stabilität und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. „Eine Entwicklung, die der Markt schon länger gebraucht hat“, wie es von Franke und Bornberg heißt. „Bedingungsqualität ist die Eintrittskarte – aber kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Wer heute eine BU empfiehlt, muss wissen, ob der Versicherer dahinter auch in zehn oder zwanzig Jahren noch das hält, was er heute verspricht“, unterstreicht Michael Franke.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Nischenprodukt mit Luft nach oben

Parallel zum BU-Rating hat Franke und Bornberg auch eine aktualisierte Auflage des Ratings zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) präsentiert. Für viele Verbraucher wäre die EU die bessere oder sogar einzige sinnvolle Alternative zur BU, etwa wenn die finanziellen Möglichkeiten oder der ausgeübte Beruf einen BU-Schutz erschweren oder ausschließen, wie die  Analysten dazu schreiben. „Die EU ist das am stärksten unterschätzte Produkt in der Arbeitskraftabsicherung“, erklärt Philipp Wedekind, Leiter Ratings Vorsorge und Nachhaltigkeit bei Franke und Bornberg. „Wer sie in der Beratung übergeht, lässt Menschen ohne Schutz, die ihn dringend brauchen.“

Das überarbeitete EU-Rating setzt auf eine breitere Differenzierung. Zahlreiche Gewichtungsänderungen sollen Aspekte in den Fokus rücken, die tatsächliche Qualitätsunterschiede zwischen den Anbietern verdeutlichen. Kriterien, bei denen bislang fast alle Versicherer die maximale Punktzahl erreicht haben, wurden laut Franke und Bornberg gezielt geringer gewichtet.

EU-Rating: 17 Tarife von elf Versicherern auf dem Prüfstand

Für das aktuelle EU-Rating haben die Experten 17 Tarife von elf Versicherern unter die Lupe genommen. Drei Tarife heimsen die Bestnote FFF+ (hervorragend) ein. Es handelt sich dabei um Angebote der Continentale und der Provinzial. Acht Tarifen bescheinigen die Analysten die Note FFF (sehr gut) und sechs Tarifen FF+ (gut).

Detaillierte Ergebnisse der beiden Ratings finden sich auf der Website von Franke und Bornberg: BU-Rating 2026 und EU-Rating 2026. (tik)

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Haftpflicht für Hund und Pferd: Markt wächst, Qualität kommt nach

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat Haftpflichttarife für Hunde und Pferde unter die Lupe genommen. Das Fazit lautet: Die Leistungen werden schrittweise besser und es gibt mehr Wettbewerb in der Sparte – aber weiterhin erhebliche Qualitätsunterschiede.

Die Landschaft der Haftpflichtversicherungen für Hunde und Pferde ist in Bewegung. Das zeigt das aktuelle Rating von Franke und Bornberg zum Thema. Darin wurden 173 Tarife von 88 Anbietern in der Hundehaftpflicht sowie 136 Tarife von 76 Anbietern in der Pferdehaftpflicht untersucht, damit Vermittler den besten Riecher für gute Tarife entwickeln können. Schließlich ist es Kunden gerade bei ihren Vierbeinern besonders wichtig, beim Thema Versicherungsschutz fest im Sattel sitzen zu können.

In Deutschland leben rund 10,5 Millionen Hunde in gut einem Fünftel aller Haushalte, schreibt Franke und Bornberg unter Berufung auf eine Auswertung vom Zentralverband der Heimtierbranche aus dem Jahr 2024. Hinzu kommen rund 600.000 Haushalte mit Pferdebesitz, laut Deutsche Reiterliche Vereinigung. Verursachen diese Tiere Schaden an Dritten, haften die Halter persönlich, wodurch die Tierhalterhaftpflichtversicherung existenziell wird, so Franke und Bornberg. Schäden, die durch Katzen verursacht werden, sind von der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt, bei Pferden und Hunden allerdings muss die Tierhalterhaftpflicht greifen. Fazit der Untersuchung ist, dass der Markt wächst und die Qualität folgt – das allerdings eher im Schritt als im Gallop.

Das ist der Ratingjahrgang 2026

Die Zahl der bewerteten Anbieter ist erneut gestiegen. Im Segment Hund sind 88 Gesellschaften im Rating vertreten, im Segment Pferd 76, jeweils mehr als im Vorjahr. Die Ratingkriterien selbst bleiben unverändert; im Hunde-Segment prüft Franke und Bornberg weiterhin 35, im Pferde-Segment 37 Kriterien. Das gewährleiste direkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahresergebnissen und mache Fortschritte, oder deren Ausbleiben, unmittelbar sichtbar, so das Ratinghaus.

Für Top-Noten gelten in beiden Segmenten gleiche Kernstandards: eine Deckungssumme von mindestens 20 Mio. Euro für Personen- und Sachschäden sowie Versicherungsschutz für Schäden an gemieteten und geliehenen beweglichen Sachen. Die Pferde-THV verlangt darüber hinaus, dass Fohlen und Jungtiere mindestens zwölf Monate mitversichert sind.

Notenverteilung Tierhalterhaftpflicht Hund

 

Haftpflicht für Hund und Pferd: Markt wächst, Qualität kommt nach

 

Von 173 analysierten Hundetarifen erreichen 9,8% die Bestnote FFF+ (hervorragend). Im Vorjahr schafften das 8,7% der Tarife. Fast ein Drittel der Tarife (29,5%) erhält die Note FFF (sehr gut). Ein solider, aber kein spektakulärer Fortschritt, findet Franke und Bornberg.

Schwachstellen bewerteter Tarife liegen häufig, wie auch in den vergangenen Jahren angemerkt, bei der Deckung von Schäden an gemieteten oder geliehenen beweglichen Sachen und am Inventar der Reiseunterkunft. Auch Forderungsausfalldeckung und Neuwertentschädigung zeigen in schwächeren Tarifen wiederholt Lücken. Gleiches gilt für Leistungen bei Schäden an Figuranten, also Menschen, die bei der Ausbildung von schutz- und Rettungshunden als Übungspartner eingesetzt werden.

Notenverteilung Tierhalterhaftpflicht Pferd

 

Haftpflicht für Hund und Pferd: Markt wächst, Qualität kommt nach

 

Im Segment Pferd analysierte Franke und Bornberg 136 Tarife. 12,5% erhalten die Höchstnote FFF+, nach 12,7% im Vorjahr. Besonders auffällig: 36,0% der Tarife landen in der Klasse FFF (sehr gut) – fast 7 Prozentpunkte mehr als 2024. Auch hier sind also Qualitätsfortschritte zu verzeichnen.

Schwächen zeigen sich bei der Forderungsausfalldeckung, Schäden an gemieteten oder geliehenen beweglichen Sachen – einschließlich Transportanhängern, Kutschen und Schlitten – sowie bei Neuwertentschädigung und Besitzstandsgarantie beim Versichererwechsel.

Einordnung und Trend

Der Markt für Tierhalterhaftpflichtversicherungen wächst, erläutert Franke und Bornberg. Er reagiert außerdem auf Bewertungsimpulse von außen. Die Zahl der Anbieter im Hunde-Segment stieg vom Erstrating bis heute von 83 auf 88, im Pferde-Segment von 71 auf 76. Gleichzeitig verschiebt sich die Notenverteilung schrittweise nach oben: Die Anteile in den unteren Bewertungsklassen gehen zurück, die oberen Klassen gewinnen. Doch der Befund bleibt laut dem Ratinghaus ernüchternd: Rund 35% der Hundetarife und gut 32% der Pferdetarife liegen nach wie vor befriedigend oder schlechter.

Guter Schutz sei keine Frage des großen Geldbeutels, erklärt geschäftsführender Gesellschafter Michael Franke. Empfehlenswerte Hundetarife seien für einen Labrador Retriever bereits ab rund 60 Euro im Jahr zu haben, für einen Jack Russell Terrier ab etwa 45 Euro. Bei als gefährlich eingestuften Rassen wie dem American Staffordshire Terrier beginnen solide Tarife bei rund 85 Euro. Für Pferdehalter starte verlässlicher Schutz bei etwa 100 Euro jährlich.

Fazit und Ausblick

Für Franke und Bornberg ist die Tierhalterhaftpflichtversicherung ein Wachstumsmarkt mit klarer Richtung: mehr Anbieter, mehr Wettbewerb, mehr gute Tarife. Doch der große Qualitätssprung bleibt aus, so die Ratingagentur. Wer als Hundehalter oder Pferdebesitzer auf den erstbesten oder günstigsten Tarif setzt, der riskiert im Schadenfall empfindliche Lücken – bei einer Versicherung, die im schlimmsten Fall über die eigene finanzielle Existenz entscheiden könne. Neue Alltagsszenarien wie der Hund am Arbeitsplatz würden deutlich machen: Die Anforderungen an eine gute THV wachsen mit dem Leben ihrer Halter. (mki)

Das vollständige Rating auf Tarifebene sowie die Bewertungsrichtlinien veröffentlicht Franke und Bornberg unter diesem Link. Die aktuelle Ratingübersicht liefert stets eine Zeitpunktbetrachtung; neu hinzukommende Tarife und Änderungen werden laufend aktualisiert.

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Franke und Bornberg beleuchtet erstmals Pflegetagegeldtarife

Im Rahmen eines neuen Ratings hat das Analysehaus Franke und Bornberg Pflegetagegeldversicherungen unter die Lupe genommen. 130 Tarife von 33 Gesellschaften standen auf dem Prüfstand. Wie das Rating zeigt, sind Spitzenbewertungen für Pflegetagegeld selten. Zudem wurde das Rating Pflegerente aktualisiert.

Zum ersten Mal hat Franke und Bornberg Pflegetagegeldversicherungen bewertet und die Ergebnisse des neuen Ratings nun vorgestellt. Mit über drei Millionen Verträgen ist das Pflegetagegeld die häufigste Form der privaten Pflegevorsorge. Für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit gibt es einen festen Betrag. Bei ambulanter Pflege erhöht sich das Tagegeld meist mit dem Pflegegrad. Seit dem Jahr 2017 zahlen Heimbewohner unabhängig vom Pflegegrad denselben einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Darauf haben Versicherer laut Franke und Bornberg reagiert: Viele Tarife sehen ab Pflegegrad 2 einen konstanten Betrag im Heim vor. Bei einigen Tarifen lässt sich die Leistung auch je Pflegegrad frei wählen.

Trends bei Pflegetageldtarifen: Monatsgelder

Den Analysten zufolge erhalten Versicherte bei neueren Tarifen bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit oft einmalig einen Betrag von 1.000 bis 15.000 Euro oder aber ein Vielfaches des Tagessatzes. Einzelne Anbieter würden das Tagegeld durch eine Monatsleistung ersetzen. „Monatsgelder sind unter dem Strich zwar gleich hoch, aber sie nähern sich sprachlich Produkten wie der Pflegerente oder der BU-Rente an, die ebenfalls auf Monatsbasis abgeschlossen werden. Das erleichtert den Vergleich unterschiedlicher Produktkonzepte“, erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

130 Tarife von 33 Versicherern auf dem Prüfstand

Das neue Rating Pflegetagegeld von Franke und Bornberg bewertet Tarife anhand von 61 Kriterien und vergibt maximal 3.610 Punkte. Besonders stark gewichtet haben die Analysten Assistance-Leistungen, Dynamik und eine kundenfreundliche Staffelung nach Pflegegraden. Auch die Finanzstärke des Anbieters – bewertet auf Grundlage des map-reports – hat Franke und Bornberg bei der Bewertung berücksichtigt.

Auf Grundlage der Gesamtpunktzahl wurden die Tarife einer von sieben Klassen zugeordnet – von FFF+ (hervorragend) bis F- (ungenügend). Dem Analysehaus zufolge sind für die Bestwertung FFF+ 85% der möglichen Punkte notwendig. Ab der Note F+ (ausreichend) gelten zudem Mindeststandards, die mit jeder Klasse anspruchsvoller werden. Um zur Spitzengruppe zu gehören, muss zum Beispiel bei einem Tarif ein Pflegeplatz innerhalb von 24 Stunden vermittelt werden und Beitragsfreiheit für Versicherte mit Pflegegrad 5 gewährleistet sein.

Spitzenbewertungen für Pflegetagegeld sind rar

Wie die Ergebnisse des Ratings zeigen, ist die Spitzengruppe recht überschaubar. Lediglich für acht Produkte gibt es die Höchstnote „hervorragend“ (FFF+). Dies entspricht einem Anteil von 6,2% aller beleuchteten Tarife. 33 Tarifen bzw. 25,4% bescheinigen die Analysten die Note „sehr gut“ (FFF). Sechs Tarife bzw. 4,6% erhalten die Note „gut“ (FF+). Fast die Hälfte der Tarife kommt hingegen nicht über ein „ausreichend“ oder eine schlechtere Bewertung hinaus.

 

Franke und Bornberg beleuchtet erstmals Pflegetagegeldtarife

 

Wie Franke und Bornberg erläutert, zeichnen sich Spitzenprodukte mit Leistungen ab Pflegegrad 1 aus, einer 100%-Leistung bei stationärer Pflege ab Pflegegrad 2, Dynamik, Nachversicherungsgarantie und Assistance-Leistungen. Schwächere Tarife würden meist an denselben Aspekten scheitern.

Sieben Versicherer mit Bestnote für mindestens einen Tarif

Die Höchstwertung „hervorragend“ (FFF+) erreichen für einen oder mehrere Tarife die folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):

Allianz Private Krankenversicherung, Concordia, HUK-COBURG, IDEAL, INTER, NÜRNBERGER und Versicherer im Raum der Kirchen.

Aktualisiertes Rating Pflegerente

Parallel zum neuen Rating Pflegetagegeld hat Franke und Bornberg auch ein Update des bestehenden Ratings Pflegerente vorgelegt. Mit rund 240.000 Verträgen (Bestand Ende 2024) bleibt die Pflegerente nach wie vor in einer Nebenrolle. Die Versicherer bieten den Schutz in der Regel in zwei oder drei Varianten an. In den Basisvarianten gibt es Leistungen erst ab Pflegegrad 4 oder 5 – sie wenden sich insbesondere an preissensible Kunden.

Angebot und Qualität bei Pflegerente-Tarifen unverändert

Den Analysten zufolge sind Angebot und Qualität unverändert. Derzeit haben sechs Lebensversicherer insgesamt 53 Tarife im Angebot, denen Franke und Bornberg eine überwiegend mittlere Qualität bescheinigt. Knapp zwei Drittel schneiden mit der Note „gut“ (FF+) ab. Es handelt sich dabei um Offerten von IDEAL, Swiss Life und Zurich.

 

Franke und Bornberg beleuchtet erstmals Pflegetagegeldtarife

 

„Pflegerenten sind schon seit 30 Jahren auf dem Markt, aber sie haben nie richtig Fuß gefasst“, sagt Christian Monke, Leiter Ratings Gesundheit und Private Risiken bei Franke und Bornberg. Die Ursache hierfür sieht der Experte vor allem beim Preis. „Pflegerenten werden als Produkt der Lebensversicherung oft mit einer bis zum Alter 65 oder 67 befristeten Beitragszahlung angeboten. Das lässt die Prämien gegenüber Krankentarifen deutlich teurer erscheinen – dabei werden letztere meist lebenslang bezahlt“, so Monke weiter.

Fazit: Pflegeparadoxon bleibt

Spitzenbewertungen für Pflegetagegeld sind selten, doch viele Tarife liegen dicht dahinter und bieten solide Leistungen, so das Resümee der Analysten. Pflegerenten hingegen fristen weiterhin ein Nischendasein und sind von überwiegend mittlerer Qualität.

Je höher die Eigenanteile für stationäre Pflege steigen, desto relevanter wird private Vorsorge. Doch das Pflegeparadox bleibe, so Franke und Bornberg: Für junge Menschen sei Pflegeschutz günstig, aber uninteressant. Ältere würden den Bedarf erkennen, könnten sich ihn aber häufig nicht mehr leisten.

Weitere Informationen zum neuen Rating Pflegetagegeldversicherung gibt es auf der Website von Franke und Bornberg ebenso wie die Ergebnisse des aktuellen Ratings Pflegerentenversicherung. (tik)

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map-report: Die stabilsten BU-Versicherer

Franke und Bornberg hat das aktuelle map-report BU-Stabilitätsrating veröffentlicht. Dieses Jahr können wieder mehr Versicherer die Höchstbewertung erhalten als im Vorjahr. Der ungebrochene Preiswettbewerb trifft auf eine laxere Risikoprüfung – und das kann langfristig Spuren im Bereich der Stabilität hinterlassen.

Der bereits seit Jahren zu beobachtende Preiswettbewerb in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist noch nicht ausgefochten, ganz im Gegenteil. Versicherer kalkulieren aggressiver denn je, Durchschnittsprämien werden teils um mehr als 40% unterschritten, erklärt das Analysehaus Franke und Bornberg. Gleichzeitig reduzieren immer mehr Versicherer die Abfragezeiträume in der Risikoprüfung. Welche BU-Versicherer sind angesichts dieser Entwicklungen am stabilsten aufgestellt? Dieser Frage geht die neunte Auflage des map-reports BU-Stabilitätsrating nach.

Bewertungsverfahren nachgeschärft

Im diesjährigen map-report haben die Experten vier Bereiche analysiert: Prämie, kalkulatorische Risiken, Stabilität und Finanzstärke. Im Fokus steht dabei nicht der aktuelle Preis, sondern ob Annahmeregeln, Tarifpolitik, Überschüsse und Unternehmenskennzahlen das Leistungsversprechen dauerhaft tragen, erklärt Franke und Bornberg.

Zudem hat das Analysehaus mehrere Punkte im Bewertungsverfahren geschärft. Zum einen sind für das aktuelle Rating erweiterte Parameter für kalkulatorische Risiken in die Bewertung eingeflossen, beispielsweise im Bereich Nachversicherungsgarantien, Umorganisation und Verweisung. Zum anderen nutzen die Experten nun einen mehrjährigen Prämienvergleich als neuen Maßstab: Die Versicherer, die ihre Prämien im Zeitverlauf übermäßig unter dem Marktmittel gesenkt haben, werden abgewertet, laut Franke und Bornberg ein Korrektiv für kurzfristiges Preisdumping.

Fünf Versicherer mit Bestnote im map-report

Insgesamt sind die Ergebnisse von 53 Versicherern aufgeführt. Vier der Teilnehmer haben sich dem noch umfangreicheren BU-Unternehmensrating gestellt, das interne Kennzahlen und Prozesse mit in die Bewertung einbezieht. 15 der Unternehmen erhalten aufgrund der verfügbaren Daten nur eine Teilbewertung (siehe Grafik).

Unter den Anbietern mit map-Bewertung erhalten fünf Anbieter die höchste Bewertung von mmm+. Im Vorjahr waren es drei. Es sind die folgenden:

  • Continentale (85,5%)
  • LV 1871 (83,4%)
  • Allianz (82,2%)
  • HUK-Coburg (81,4%)
  • Debeka (80,9%)

Hinter der Spitzengruppe folgt ein dichtes Mittelfeld. Insgesamt tummeln sich 23 Versicherer, darunter Provinzial, AXA, Württembergische, Swiss Life und R+V, in der Gruppe der Unternehmen, die in der Gesamtbewertung zwischen 79,9% und 71,1% erhalten haben. Hier entscheiden oft wenige Punkte in einem Teilbereich über mehrere Plätze.

 

map-report: Die stabilsten BU-Versicherer

 

Für die Bestnote mmm+ („hervorragend“) müssen Unternehmen mindestens 80% der Gesamtbewertung mit Mindestbestandgröße erreichen. Für die zweitbeste Bewertung mmm („sehr gut“) sind es 75%, die Bewertung mm („gut“) gibt es ab einer Gesamtbewertung von 65%.

Von den vier Anbietern, die sich auf dem BU-Unternehmensrating gestellt haben, erreichen drei die Bestbewertung FFF+ („hervorragend“):

  • Nürnberger
  • HDI
  • Ergo Vorsorge

Mit der Stuttgarter und der Generali erhalten zwei weitere die Bewertung FFF („sehr gut“). Die Generali hatte letztes Jahr noch die Bestbewertung erhalten, die Stuttgarter war im Vorjahr nicht im BU-Unternehmensrating gerankt worden.

Zunehmende Differenzierung bei der Prämienkalkulation

Die Prämienanalyse, die Franke und Bornberg auf Basis von zehn Musterfällen jeweils für Brutto- und Nettobeiträge durchführt, zeigt, dass sich an der Grunddynamik in der vergangenen Dekade trotz mehrfacher Absenkung des Rechnungszinses wenig geändert hat. So betrugen die durchschnittlichen Bruttoprämien im Jahr 2015 für einen Bankkaufmann 107,99 Euro, für einen Maschinenbauingenieur 103,34 Euro und für einen Tischler 228,94 Euro. 2026 lagen die Werte bei 111,84 Euro (Bankkaufmann), 81,67 Euro (Ingenieur) und 217,75 Euro (Tischler).

Besonders auffällig ist laut den Analysten die zunehmende Differenzierung der Berufsgruppen, vor allem bei vermeintlich risikoarmen Tätigkeiten. Diese Feinsteuerung stützt laut Meinung der Analysten den Trend zur Unterkalkulation.

„Wer bei der Prämienkalkulation zu weit geht, erkauft sich Neugeschäft auf Kosten der Stabilität – und das zahlen am Ende die Versicherten“, warnt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. „Gut ist wichtiger als günstig – das gilt in der BU mehr als in jedem anderen Produkt.“

Insgesamt erreichen zehn Gesellschaften in der Kategorie Stabilität die volle Punktzahl: Allianz, Continentale, Cosmos, Debeka, Ergo Vorsorge, Generali, HDI, LV 1871, NÜRNBERGER und Stuttgarter.

Fehler in der Kalkulation werden oft erst viel später sichtbar

Im Bereich kalkulatorische Risiken werden laut den Analysten kalkulatorische Risiken sichtbar gemacht, die im Produktvergleich leicht untergehen. „Hohe Dynamiksätze, weit gefasste Nachversicherungen oder zu schlanke Gesundheitsfragen können im Vertrieb attraktiv wirken“, sagt Reinhard Klages, Analyst des map-report. In der Summe seien es allerdings genau diese Details, die darüber entscheiden, ob ein Tarif für künftige Anpassungen anfällig ist.

Langfristige Stabilität ist wichtiger als ein günstiger Einstiegspreis, resümieren die Experten. Das gehe aber im täglichen Neugeschäft leicht unter. Zudem zeigen sich Fehler in der Kalkulation oft erst Jahre später.

Für die nahe Zukunft sehen die Analysten erst einmal keine Entspannung. Der Wettbewerb um gute Risiken dürfte anhalten, ebenso wie der Druck, Prämien niedrig zu halten und Tarifmerkmale vertrieblich weiter zu öffnen. Da viele der Schwächen in tariflichen Details bzw. der Antragslogik liegen, seien Verbesserungen jedoch grundsätzlich kurzfristig möglich. (js)

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