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4. Juli 2026
INFITECH: Der Schlüssel zu KI liegt in den Daten

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INFITECH: Der Schlüssel zu KI liegt in den Daten

INFITECH: Der Schlüssel zu KI liegt in den Daten

Welche Daten sind dabei besonders relevant?

SK KI ist am Ende nur so gut wie die verfügbaren Daten. Vor allem Vertrags- und Bestandsdaten sind relevant. Entscheidend ist, dass möglichst alle Informationen zu einem Kunden zentral und auf dem aktuellen Stand der Dinge verfügbar sind. Wenn beispielsweise nur ein Teil der Verträge im System hinterlegt ist, entsteht kein vollständiges Bild. Genau deshalb ist die Zusammenführung von Poolgeschäft und Direktanbindungen so wichtig.

NG Aus technischer Sicht geht es aber nicht mehr nur um klassische Vertragsdaten. Moderne agentische Systeme arbeiten zunehmend kontextbezogen. Das bedeutet: Auch Kommunikationsverläufe, Dokumente oder Bearbeitungsstände spielen eine Rolle.

Also eine Art „Gedächtnis“ des Systems?

NG Genau. Memory-Funktionen werden immer wichtiger. Vorhandene Informationen sollte das System berücksichtigen und nicht jedes Mal neu ab­fragen. Dadurch entstehen nochmals intelligentere und kundennähere Prozesse.

Wie stellt INFITECH sicher, dass fachlich korrekte Ergebnisse entstehen?

NG Das ist einer der zentralen Punkte bei der Entwicklung. Gerade im regulierten Versicherungsumfeld reicht es nicht aus, dass ein System schnell oder komfortabel arbeitet. Die Ergebnisse müssen jederzeit fachlich belastbar und nachvollziehbar sein. Deshalb testen und prüfen wir sehr intensiv, bevor Funktionen produktiv genutzt werden können. Die Systeme unterstützen den Makler, der mit seiner Fachkompetenz für Qualität sorgt.

Besteht nicht trotzdem die Gefahr sogenannter Halluzinationen oder fehlerhafter Empfehlungen?

NG Das Thema beobachten wir natürlich sehr genau. Allerdings muss man unterscheiden: Offene KI-Systeme im Internet funktionieren anders als spezialisierte Anwendungen in klar definierten Prozessen. Unsere Systeme arbeiten innerhalb konkreter Regeln, Workflows und fachlicher Leitplanken. Dadurch lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Die Beratung erfolgt weiterhin durch den Makler, der als „Human in the Loop“ die Entscheidungen trifft.

Und wie verändert diese technische Entwicklung die Rolle des Maklers?

SK Die Rolle des Maklers verändert sich deutlich. Triviale und administrative Tätigkeiten werden zunehmend automatisiert oder spürbar vereinfacht. Gerade dadurch rückt die eigentliche Stärke des Maklers bzw. Beraters stärker in den Fokus: Orientierung zu geben, komplexe Entscheidungen einzuordnen, Vertrauen aufzubauen und Kunden ganzheitlich zu beraten. Denn je besser die Entscheidungsqualität, desto größer die Bedeutung derjenigen, die dafür Verantwortung tragen.

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