Wie hat sich eigentlich der Telematik-Bereich in den letzten Jahren entwickelt?
Telematik ist erwachsener geworden. Früher dachte man vor allem an eine Box im Auto und einen Rabatt für junge Fahrer. Heute läuft vieles per Smartphone-App; bewertet werden etwa Bremsverhalten, Beschleunigung, Geschwindigkeit und Kurvenverhalten sowie teilweise Zeit und Art der Strecke. Gute Fahrer können je nach Anbieter Boni erhalten. Gleichzeitig bleibt Datenschutz zentral. Der Kunde muss verstehen, welche Daten erhoben und wie sie bewertet werden. Für mich ist Telematik deshalb nicht nur ein Rabattmodell, sondern auch ein Vertrauensmodell. Allerdings bieten aktuell nur einige Kfz-Versicherer Telematiktarife an.
Sie sind auch freiberuflicher Dozent. Welche Themen beschäftigen die teilnehmenden Makler in Ihren Kursen derzeit?
Die Teilnehmer beschäftigt stark, wie sie komplexere Risiken verständlich in Beratung übersetzen können. Im Kfz-Bereich sind das Beitragsentwicklung, E-Mobilität, Telematik, Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren, Schadenprozesse und Gewerbeflottenmanagement. Darüber hinaus sehe ich großes Interesse an Cyberrisiken, Naturgefahren und gewerblichen Versicherungslösungen. Zentral bleibt die Frage: Wo endet eine Deckung und wo beginnt die nächste? Makler müssen nicht jedes technische Detail beherrschen, aber die richtigen Fragen stellen, Risiken erkennen und erklären können, warum ein bestimmter Versicherungsschutz sinnvoll ist.
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Seite 1 Kfz: „Kurzfristig würde ich nicht mit sinkenden Beiträgen rechnen“
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Seite 3 Welche Rolle wird KI hier in nächster und auch fernerer Zukunft spielen?
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